Carl Spude

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Carl Spude als Heidelberger Rhenane, 1871

Carl Spude (* 3. Juli 1852 in Driesen, Neumark; † 30. Dezember 1914 in Kassel; vollständiger Name: Carl Albert Spude) war ein deutscher Jurist und preußischer Verwaltungsbeamter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spude besuchte das Gymnasium in Küstrin, wo er 1871 sein Abitur ablegte, und studierte Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Universität Greifswald. In Heidelberg war er Mitglied des Corps Rhenania, in Göttingen des Corps Hildeso-Guestphalia. 1876 bestand er das 1. juristische Staatsexamen, nach dem anschließenden Referendariat 1883 das 2. Staatsexamen. Nach dem Assessorat wurde er im August 1886 zunächst zum stellvertretenden Landrat im Landkreis Bochum ernannt, 1887 zum Landrat. Von 1900 bis 1906 war er im Rang eines Oberregierungsrats bei der Bezirksregierung Arnsberg tätig. 1907 trat er wegen andauernder gesundheitlicher Probleme in den Ruhestand und ließ sich in Kassel nieder. Bei seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst bekam er den preußischen Roten Adlerorden III. Klasse verliehen.

Spude war seit 1888 verheiratet mit Anna geb. Müllensiefen aus Crengeldanz – wahrscheinlich eine Tochter des Glashüttenbesitzers Hermann Müllensiefen, der zeitweise Mitglied des Kreistags und des Kreisausschusses des Landkreises Bochum war und somit zum gesellschaftlichen Umfeld des Landrats gehörte. Spude und seine Frau fanden ihre letzte Ruhe auf dem denkmalgeschützten Privatfriedhof Müllensiefen in Crengeldanz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Stadtmüller: Geschichte des Corps Hildeso-Guestphalia zu Göttingen. Göttingen 1954, S. 506.
  • Alfred Bruns (Hrsg.), Josef Häming (Bearb.): Die Abgeordneten des Westfalenparlaments 1826–1978. (= Westfälische Quellen und Archivverzeichnisse, Band 2.) Münster 1978, S. 592.
  • Ernst-Albrecht Plieg: Carl Albert Spude (1852–1914). Landrat in Bochum von 1887 bis 1900. Eine biografische Skizze. In: Bochumer Zeitpunkte, Heft 8 (2000). (online auf den Internetseiten der Stadt Bochum, zuletzt abgerufen am 9. Juli 2019)