Cathedral (Band)

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Cathedral
Cathedral band.JPG
Allgemeine Informationen
Genre(s) Doom Metal, Stoner Doom
Gründung 1990
Website http://www.cathedralcoven.com/
Aktuelle Besetzung
Lee Dorrian
Gary Jennings
Leo Smee
Brian Dixon
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Adam Lehan
E-Gitarre
Mike „Mykus“ Hickey
E-Bass
Mark Griffiths
Schlagzeug
Mike Smail
Schlagzeug
Mark Ramsey Wharton
Live-Musiker
Gitarre
Victor Griffin
Schlagzeug
Joe Hasselvander

Cathedral ist eine Doom-Metal-Band aus England.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde Cathedral im Jahr 1990 von Lee Dorrian, der bis 1989 Sänger von Napalm Death war. Weitere Gründungsmitglieder waren Mark Griffiths, Gary Jennings und Andy Baker. 1990 veröffentlichte die Band die EP, In Memorium auf Dorrians eigenem Plattenlabel Rise Above Records, 1991 folgte ein Demo. Im selben Jahr konnte die Band einen Plattenvertrag mit Earache Records abschließen und es erschien das Debütalbum Forest of Equilibrium, auf dem die Band schweren und langsamen Doom Metal bot.[1] Damit traten Cathedral in die Fußstapfen von Doom-Bands der ersten Generation wie Trouble, Pentagram und Saint Vitus.[2]

Da sich Earache auf Extrem-Metal-Bands wie Entombed, Carcass oder Napalm Death konzentrierte, wechselte die Band 1992 zu Columbia Records und veröffentlichte The Ethereal Mirror. Doch Columbia löste den Vertrag mit der Band und sie unterschrieb erneut bei Earache. 1994 verließen Lehan und Wharton überraschend die Band, für die anstehende Tournee im Vorprogramm von Black Sabbath gelang es Dorrian, Victor Griffin (Gitarre) und Joe Hasselvander (Schlagzeug) von der Doom-Metal-Legende Pentagram zu verpflichten. Allerdings war die Zusammenarbeit nicht von Dauer.[1]

Im Jahr 1995 folgte das dritte Studioalbum The Carnival Bizarre sowie die weiteren Alben Supernatural Birth Machine (1996), Caravan Beyond Redemption (1998) und Endtyme (2001). 2002 wechselte die Band erneut das Plattenlabel und ging zu DreamCatcher/Spitfire. Nach der Veröffentlichung von The VIIth Coming wurde es ruhiger um die Band, bis sie schließlich bei Nuclear Blast unterschrieben, wo sie die beiden Alben The Garden of Unearthly Delights (2005) und The Guessing Game (2010) herausbrachten.

Anfang 2011 gab die Band bekannt, sich nach Veröffentlichung eines weiteren Studioalbums auflösen zu wollen.[3] Dieses letzte Album, The Last Spire, soll im April 2013 bei Lee Dorrians eigenem Plattenlabel Rise Above Records erscheinen.[4]

Die Cover aller Cathedral-Alben sind von Dave Patchett gestaltet. Viele der Cover sind auf sechsfache Größe des CD-Covers ausklappbar und zeigen detail- und symbolreiche Gemälde des Künstlers.

Stil[Bearbeiten]

Lee Dorrian

Während auf den ersten Veröffentlichungen noch schwerer Doom Metal vorherrschte, waren die späteren Alben mehr von 70er-Jahre-Rock geprägt. Schon im Debüt beruft sich die Band ausdrücklich auf die Prog-Rocker der 1970er (übrigens gab es in dieser Periode schon eine US-amerikanische Band, die sich ebenfalls Cathedral nannte[5]). Dennoch ist die Band dank der brachialen Gitarrenarbeit und des schroffen Gesangs immer tief im Heavy Metal verwurzelt geblieben. Mit Ausnahme der Alben In Memoriam, Forest of Equilibrium und Endtyme spielt die Band allerdings nicht mit der typischen Langsamkeit anderer Doom-Bands.[1]

Thematisch beschäftigt sich die Band nicht nur mit den genretypischen Klischees, sondern lässt auch Humor und eine Vorliebe für Horrorfilme der 1960er- und 1970er-Jahre durchblicken. Zum Beispiel findet sich auf The Carnival Bizarre ein Stück namens Hopkins (Witchfinder General), das auf dem Horror-Klassiker Der Hexenjäger mit Vincent Price basiert. Auch die spanische Reitende-Leichen-Reihe wurde in zwei Stücken verarbeitet, nämlich Night of the Seagulls ebenfalls vom Album The Carnival Bizarre und Templars Arise! vom Album Endtyme.

Die Band wird als einer der Wegbereiter für die modernen Varianten des Doom Metals bezeichnet, wie sie von den Spiritual Beggars oder von Electric Wizard gespielt wird.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1991: Forest of Equilibrium
  • 1993: Twylight Songs (7")
  • 1993: The Ethereal Mirror
  • 1995: The Carnival Bizarre
  • 1996: Supernatural Birth Machine
  • 1998: Caravan Beyond Redemption
  • 1999: In Memoriam (Kompilation)
  • 1999: Statik Majik/Soul Sacrifice (Re-Release)
  • 2000: Gargoylian (7")
  • 2001: Endtyme
  • 2003: The VIIth Coming
  • 2004: The Serpent’s Gold
  • 2005: The Garden of Unearthly Delights
  • 2010: The Guessing Game
  • 2013: The Last Spire

Singles[Bearbeiten]

  • 1993: Grim Luxuria
  • 1993: Midnight Mountain
  • 1993: Ride
  • 1995: Hopkins (The Witchfinder General)

Demos und EPs[Bearbeiten]

  • 1990: In Memorium (Demo)
  • 1991: Demo #2 (Demo)
  • 1992: Soul Sacrifice (EP, 12")
  • 1994: Statik Majik (EP, 12")
  • 1994: Cosmic Requiem (EP)
  • 1994: In Memorium (Re-Release, EP, 12")

DVDs[Bearbeiten]

  • 2001: Our God Has Landed

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cathedral (band) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Holger Stratmann (Hrsg.): RockHard Enzyklopädie. 700 der interessantesten Rockbands aus den letzten 30 Jahren.. Rock Hard Verlag, Dortmund 1998, ISBN 3-9805171-0-1, S. 61.
  2. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGreg Prato: Cathedral > Biography. All Music Guide, abgerufen am 22. März 2009 (englisch).
  3. CATHEDRAL Announces Plans To Disband. Blabbermouth.net, 6. Februar 2011, abgerufen am 13. Januar 2013 (englisch).
  4. CATHEDRAL: 'The Last Spire' Album Details Revealed. Blabbermouth.net, 18. Dezember 2012, abgerufen am 13. Januar 2013 (englisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCathedral (US). All Music Guide, abgerufen am 22.März 2009 (englisch).