Cetyltrimethylammoniumbromid

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Strukturformel
Cetyltriammoniumion Bromidion
Allgemeines
Name Cetyltrimethylammoniumbromid
Andere Namen
  • Hexadecyltrimethyl-ammoniumbromid
  • HTAB
  • N,N,N-Trimethylhexadecyl-ammoniumbromid
  • Cetrimoniumbromid
  • Palmityltrimethylammoniumbromid
Summenformel C19H42BrN
CAS-Nummer 57-09-0
ATC-Code
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff mit schwachem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 364,45 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

248–251 °C[1]

Löslichkeit

schwer in Wasser (3,1 g·l−1 bei 19,35 °C)[2]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335​‐​400
P: 273​‐​302+352​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 22​‐​36/38​‐​50/53
S: 26​‐​39​‐​61
Toxikologische Daten

410 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Cetyltrimethylammoniumbromid (CTAB bzw. CTABr) ist eine quartäre Ammoniumverbindung mit einer langkettigen Alkylgruppe mit 16 Kohlenstoffatomen.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CTAB ist ein kationisches Tensid, das als Komplexbildner und Detergens Verwendung findet. Es bildet, abhängig von der Salzkonzentration in der Lösung, Komplexverbindungen mit Nukleinsäuren wie DNA und RNA, die in Wasser löslich aber in konzentriertem Alkohol unlöslich sind. Bei Raumtemperatur sind CTAB-Lösungen mehrere Jahre stabil. Es liegt in Form eines brennbaren, weißen, kristallinen Pulvers vor.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CTAB wird eingesetzt

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu Cetyltrimethylammoniumbromid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. J.M. Pollard, A.J. Shi, K.E. Göklen: Solubility and Partitioning Behavior of Surfactants and Additives Used in Bioprocesses. In: J. Chem. Eng. Data 51 (2006) 230–236, doi:10.1021/je0503498.
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. Joint Genome Institute: Bacterial genomic DNA isolation using CTAB
  5. García-Martínez, J., et al., Mesostructured zeolite Y - high hydrothermal stability and superior FCC catalytic performance, Catal. Sci. Technol., 2012, 2, 987-994.