Charles Spindler

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Charles Spindler

Jean Charles Spindler (* 11. März 1865 in Börsch; † 3. März 1938 in Saint-Léonard (Leonardsau) bei Börsch) war ein elsässischer Künstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles Spindler, Sohn eines Notars, studierte ab 1882 Bildende Kunst in Düsseldorf, München und Berlin. In Düsseldorf war er bis 1889 Schüler von Peter Jansen d.Ä. und Eduard Gebhardt.[1] In München machte ihn Martin von Feuerstein 1887 mit den Gebrüdern Ott (Glaskünstlern) bekannt, für die er einige Arbeiten in Straßburg ausführte.

Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er von Anselm Laugel gefördert. Von 1893 bis 1896 gab er mit Joseph Sattler die zweisprachige Zeitschrift Elsaesser Bilderbogen / Les Images Alsaciennes heraus. 1897 eröffnete er seine eigene Künstlerwerkstatt in Leonardsau. Von 1898 bis 1914 gab er die Zeitschrift Revue Alsacienne Illustrée heraus. Als Ebenist machte sich Spindler durch die Wiederbelebung der Marketerie im Möbelbau einen Namen (1893).

Eine Reihe von Arbeiten Spindlers sind heute im Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg ausgestellt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1925: Ritter der Ehrenlegion.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anselm Laugel: Trachten und Sitten im Elsass. 1902 (illustriert von Charles Spindler)
  • René Bazin: Les Oberlé. 1915 (illustriert von Charles Spindler)
  • Alphonse Troestler und Michel Loetscher (Hrsg.): Charles Spindler: L'âge d'or d'un artiste en Alsace. Mémoires inédits 1889-1914. Nancy 2009, ISBN 978-2-35578-034-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Charles Spindler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 440