Cheikh Raymond

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Cheikh Raymond (* 27. Juli 1912 in Constantine, Französisch-Nordafrika, heutiges Algerien; † 22. Juni 1961 ebenda; geboren als Raymond Raoul Leyris) war ein französisch-jüdischer Ma'luf-Musiker (Sänger und Oud-Spieler), der für ein friedvolles Zusammenleben von Juden und Muslimen in Constantine musikalische Werke komponierte. Er war ein Meister seines Fachs und sang auf Arabisch. Cheikh (dt. „Scheich“) war eine Ehrenbezeichnung für den Musiker, der von Juden und Muslimen gleichermaßen anerkannt und verehrt wurde.

Am 22. Juni 1961 wurde er aus fremdenfeindlichen bzw. antisemitischen Motiven von algerischen Nationalisten auf der Place Négrier in Constantine auf dem jüdischen Markt von hinten erschossen. Der Mord an diesem friedfertigen Menschen sorgte für Angst und Schrecken in der algerischen jüdischen Gemeinde und trug dazu bei, dass eine Vielzahl von Juden das Land verließ, unter ihnen Enrico Macias.

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