Chikmagalur

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Chikmagalur
ಚಿಕ್ಕಮಗಳೂರು
Chikmagalur (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Karnataka
Distrikt: Chikmagalur
Subdistrikt: Chikmagalur
Lage: 13° 19′ N, 75° 47′ OKoordinaten: 13° 19′ N, 75° 47′ O
Höhe: 1035 m
Fläche: 27 km²
Einwohner: 118.401 (2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 4385 Einw./km²
Blick auf Chikmagalur
Blick auf Chikmagalur

Chikmagalur, seit 2014 offiziell Chikkamagaluru (Kannada: ಚಿಕ್ಕಮಗಳೂರು Cikkamagaḷūru) ist eine Stadt mit rund 125.000 Einwohnern im indischen Bundesstaat Karnataka. Mit Wirkung zum 1. November 2014 wurde die Stadt in ihre Kannada-Namensform Chikkamagaluru umbenannt; sie ist Verwaltungszentrum des Distrikts Chikmagalur.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chikmagalur liegt knapp 250 km (Fahrtstrecke) westlich der Hauptstadt Bangalore am Fuße der Baba-Budan-Berge, einem Teil der Westghats, in einer Höhe von ca. 1035 m ü. d. M.[2] Wegen der Höhenlage ist das Klima für indische Verhältnisse gemäßigt; Regen fällt nahezu ausschließlich in den Monsunmonaten Mai bis Oktober.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Bevölkerungszahlen werden erst seit 1991 erhoben und veröffentlicht.[4]

Jahr 1991 2001 2011
Einwohner 60.816 101.251 118.401

Ungefähr 70 % der Bevölkerung sind Hindus und 25,5 % Muslime; der Rest entfällt auf andere Religionen (Christen ca. 3,5 %, Jains ca. 1 %). Der männliche und der weibliche Bevölkerungsanteil sind ungefähr gleich hoch.[5] Die Hauptsprachen sind Kannada und Hindi, unter den Muslimen ist Urdu verbreitet.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umgebung der Stadt ist immer noch in hohen Maße landwirtschaftlich orientiert; es wird vorrangig Kaffeeanbau betrieben. Sie selbst bildet ein regional bedeutsames Zentrum für Handwerk, Handel, Kleinindustrie und Dienstleistungen aller Art.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Geschichte des Ortes ist nur wenig bekannt: Im Mittelalter gehörte sie zum Einflussbereich des Hoysala-Reiches, im 15. und 16. Jahrhundert stand sie unter der Kontrolle des Vijayanagar-Reiches, später dann der Briten, die in den umliegenden Bergen mehrere Hill Stations betrieben. Die eigentliche Stadtentwicklung fand erst im 20. Jahrhundert statt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chikmagalur selbst hat keine Sehenswürdigkeiten von kulturellem oder historischem Interesse, ist aber als Ausgangspunkt für Besuche der Hoysala-Tempel von Halebid, Belur, Korvangla und Doddagaddavalli, sowie des Jaina-Heiligtums Shravanabelagola von einer gewissen touristischen Bedeutung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chikmagalur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chikmagalur – Census 2011
  2. Chikmagalur – Karte mit Höhenangaben
  3. Chikmagalur – Klimatabellen
  4. Chikmagalur – Census 1991–2011
  5. Chikmagalur – Census 2011