Christian Karl Barth

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Christian Karl Barth (* 23. November 1775 in Bayreuth; † 8. Oktober 1853 in Erlangen) war ein deutscher Historiker.

Nach Beendigung seiner Schulzeit am akademischen Gymnasium Christian-Ernestinum in seiner Heimatstadt begann Barth Rechtswissenschaften an der Universität Jena zu studieren; 1794 wechselte er mit demselben Fach an die Universität Erlangen.

Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums bekam Barth eine Anstellung in der Verwaltung des Fürstentums Bayreuth; hauptsächlich bei verschiedenen Finanzbehörden. 1817 führte ihn seine Karriere als Regierungsdirektor des Rheinkreises nach Speyer. Dieses Amt bekleidete er nur ein Jahr, da er bereits 1818 im Rang eines Ministerialrats nach München berufen wurde. Auf Wunsch des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph wurde die Staatsverwaltung neu strukturiert und Barth war dabei maßgeblich an der Einführung der neuen Finanzgesetzgebung beteiligt.

Seit einiger Zeit kränklich, legte Barth 1829 alle seine Ämter nieder und reichte bei König Ludwig I. seinen Abschied ein. Dieser entließ ihn mit der Ernennung zum Geheimrat. Barth zog sich ins Privatleben zurück und ließ sich in Erlangen nieder. Dort machte er sich bald einen Namen in der Gesellschaft; u. a. als erfolgreicher Vorstand des Geselligkeitsverein Harmonie und als Wohltäter.

Christian Karl Barth starb sieben Wochen vor seinem 78. Geburtstag am 8. Oktober 1853 in Erlangen und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Hauptwerk ist: "Deutschlands Urgeschichte" (Hof 1818–1820, 2 Bde.; neue umgearbeitete Aufl. 1840–1846, 5 Bde.), ein Werk umfassender und gründlicher Forschung, in dem nicht nur sowohl die Geschichte des deutschen Volks als vielmehr auch die des deutschen Landes erzählt wird. Er argumentiert in dem Werk dafür, die Germanen als einen Teilstamm der Kelten zu betrachten, ähnlich wie später Adolf Holtzmann.
Weitere Werke Barths kritisieren das organisierte Priestertum, das, im Bund mit der Aristokratie die Religion als Herrschaftsinstrument einsetzt und untersucht die europäische Urreligion der Weltmutter (1828), ein Glaube an die Gottheit ("...[die] in dem tiefsten Grund derselbe Gott ist, der über und in den Menschen waltet." (vi).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]