Gymnasium Christian-Ernestinum

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Gymnasium Christian-Ernestinum
GCE Bayreuth.JPG
Einfahrt mit Schild und Nebeneingang
Schulform Gymnasium
Gründung 1664
Adresse

Albrecht-Dürer-Straße 2

Ort Bayreuth
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 56′ 47″ N, 11° 35′ 7″ OKoordinaten: 49° 56′ 47″ N, 11° 35′ 7″ O
Träger staatlich
Schüler ca. 650 (Stand: Mai 2017)
Lehrkräfte ca. 70
Leitung Franz Eisentraut
Website gce-bayreuth.de

Das Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) ist ein sprachliches, humanistisches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium in Bayreuth. Es ist sowohl das kleinste als auch das älteste Bayreuther Gymnasium.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Schulgebäude an der Stadtkirche
Zweites Schulgebäude im ehemaligen Waisenhaus in der Friedrichstraße, um 1910

Das heutige Gymnasium Christian-Ernestinum wurde 1664 unter dem Namen Gymnasium illustre Collegium Christian-Ernestinum vom Bayreuther Markgrafen Christian Ernst gegründet. Dabei wurde bei der Ausarbeitung des Lehrplans besonders auf alte Sprachen – vor allem Latein – und Philosophie geachtet.

Ursprünglich war das Gymnasium neben der Stadtkirche angesiedelt, dem heutigen Historischen Museum der Stadt. Im 1615 bis 1618 errichteten Gebäude war die Lateinschule untergebracht, die am 27. Juli 1664 zum Gymnasium erhoben wurde.[1] 1804 bezog die Lehranstalt das 1732/33 unter dem Markgrafen Georg Friedrich Karl errichtete vormalige Waisenhaus in der Friedrichstraße 14.[2] Nach dem Verkauf der Stadt an das Königreich Bayern im Jahr 1810 hieß die Schule bis 1899 Königlich Bayerische Studienanstalt. Den Namen seines Gründers erhielt das Humanistische Gymnasium erst 1952 zurück.[3]

Da das Schulgebäude in den 1960er Jahren nicht mehr genug Platz für alle Schüler bot, wurde der Bau des neuen Schulhauses, das näher am Hauptbahnhof liegt, beschlossen. Nach zweijähriger Bauzeit wurde es 1966 fertiggestellt[4][5] und im Oktober übergeben.[6]

Fächerwahl (G8)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ab Klasse 5: Englisch oder Latein als erste Fremdsprache
  • Ab Klasse 6: Die jeweilig nicht gewählte Fremdsprache
  • Ab Klasse 8: Wahl zwischen dem naturwissenschaftlich-technologischen, dem humanistischen und dem sprachlichen Zweig[7]

Lehrangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlfächer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunst, Musik und Theater: Unterstufenchor, Gemischter Chor, Orchester, „Nearly Big Band“, Kammermusik, Foto-AG, Kunst, Theater-AG
  • Naturwissenschaften: Jugend forscht, Programmieren mit Python, Computer AG, Robotik, Astronomie, Forschung macht Schule, Naturwissenschaftliches Forschen und Experimentieren, AG Schulgarten, Aquarien-AG, Mathematik Plus
  • Sprachlich: AG Schülerzeitung, AG Lesen, Deutsch Plus, Französische Konversation, Vorbereitung auf schulinterne Tests, Creating Podcasts
  • Sport: Bewegte Mittagspause, Tennis-AG, Ballspiele, Golf-AG, Basketball
  • Weitere: Diskussion aktueller politischer Probleme, Psychologie, Schach

Gymnasium Illustre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um begabte Schüler zusätzlich zu fördern, wurde im April 2010 das Gymnasium Illustre, dessen Name sich an den ursprünglichen Namen der Schule anlehnt, ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein vom Klassenverband unabhängiges Zusatzprogramm mit besonderen Kursen wie beispielsweise „Ausgewählte Themen aus der Astronomie“ oder „Klassiker der Filmgeschichte“.[8][9]

Schülerverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Gymnasium Christian Ernestinum gab es – vor allem im 19. Jahrhundert – einige Schülerverbindungen. Aktuell existiert noch eine davon, die 1851 gegründete „Abituria von 1851 zu Bayreuth“.Die Verbindung hat sich unter anderem die Fortführung der Freundschaften aus Schulzeiten als Ziel gesetzt.[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Stirner, Ausschnitt aus einer Karikatur von Friedrich Engels (1842)[11]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth. Ellwanger, Bayreuth 1998, ISBN 3-925361-35-9, S. 19.
  2. Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth, S. 54.
  3. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 215.
  4. Schulprofil. In: gce-bayreuth.de, abgerufen am 2. Juli 2012.
  5. Geschichtsseite. In: gce-bayreuth.de, abgerufen am 2. Juli 2012.
  6. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 118.
  7. Zweigwahl. In: gce-bayreuth.de, abgerufen am 2. Juli 2012 (PDF; 548 kB).
  8. Gymnasium Illustre. In: gce-bayreuth.de, abgerufen am 3. Juli 2012.
  9. Programm des Gymnasiums Illustre. In: gce-bayreuth.de, abgerufen am 3. Juli 2012 (PDF; 408 kB).
  10. Geschichtsseite der Abituria 1851. Abgerufen am 30. Juli 2013.
  11. „Ruge bei den Berliner ‚Freien‘ (1842)“. Marx-Engels-Werke. Bd. 27, gegenüber S. 400
  12. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 148.
  13. Biografie Max Stirner. In: whoswho.de, abgerufen am 30. November 2014
  14. Bernd Mayer: Albert Einstein: Das Genie mit dem immer lachenden Mund. In: Heimatkurier des Nordbayerischen Kuriers, 1/2005, S. 6
  15. Kerstin von Lingen: Kesselrings letzte Schlacht, 2004, S. 34.
  16. Sie würde sich im Grab umdrehen. In: Nordbayerischer Kurier, 10. November 2016, S. 11