Christoph Heinrich Hirzel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Christoph Heinrich Hirzel (auch Heinrich Hirzel; * 22. März 1828 in Zürich; † 15. November 1908 in Leipzig) war ein Buchautor, Erfinder, Hochschullehrer und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studium der Chemie 1845 bis 1849 in Zürich war er Assistent am Chemischen Laboratorium der Universität Leipzig, promovierte dort 1851 zum Dr. phil. und habilitierte sich im Bereich der pharmazeutischen Chemie an der Universität Leipzig 1852. Infolge der fortgesetzten Tätigkeit wurde er dort von 1865 bis 1891 außerordentlicher Professor und nahm 1867 die sächsische Staatsbürgerschaft an.

Parallel wurde er zwischen 1850 und 1860 Mitherausgeber der Zeitschrift für Pharmacie und 1865 bis 1874 des Jahrbuchs der Erfindungen und Fortschritte.

Die Mitgliedschaften als Korrespondierendes Mitglied des Würzburger Polytechnischen Vereins, in der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig, des Naturwissenschaftlichen Vereins Halle und seine Tätigkeit als Sekretär der Polytechnischen Gesellschaft sowie die Funktion als Vorstandsmitglied des Deutschen Pharmazeuten-Vereins belegen seine vielfältigen Interessen.

Verheiratet war Heinrich Hirzel mit Wella Selma Therese Helbing.

Unternehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit spätestens 1882 vertrieb er, als Unternehmer, unter dem Hinweis in der Werbung[1] und Anzeigen eine mehrfach patentierte Oelgas-Anlage „Rauchlos brennenden Argandbrenner für alle Arten Leuchtgas“. Ein Nachtragspatent unter der R.P.Nr. 20086 zu dem Patent R.P.Nr. 12240 vom 4. Juli 1880 unter der Klassifizierung „Gas-Bereitung und Erleuchtung“ wurde ihm am 12. Mai 1882 erteilt.

Patente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hirzel erhielt für den „Rauchlos brennenden Argandbrenner für alle Arten Leuchtgas“ das Nachtragspatent mit der R.P.Nr. 20086 im Mai 1882 zu dem Patent R.P.Nr. 12240 vom 4. Juli 1880 unter der Klassifizierung „Gas-Bereitung und Erleuchtung“.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Führer in die unorganische Chemie: mit besonderer Berücksichtigung ihrer Beziehungen zur Pharmacie, Medicin und Toxikologie. Leipzig 1852.
  • Das Hauslexikon 6 Bde., Leipzig 1858–1862
  • Katechismus der Chemie. 3. Aufl., Leipzig 1873
  • Die Toiletten-Chemie. 3. Aufl., Leipzig 1874

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Hirzel, Plagwitz-Leipzig, Anzeiger zum Centralblatt der Bauverwaltung, 25. März 1882, S. 8, abgerufen am 23. Januar 2013
  2. Hochschullehrer und Bezug auf die Patentschrift, abgerufen am 23. Januar 2013
  3. Pharmazeutische Zeitung online, abgerufen am 24. Januar 2013
  4. Pharmazeutische Zeitung 81., 1936