Christophe de Beaumont

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Christophe de Beaumont, duc de Saint-Cloud, comte de Lyon

Christophe de Beaumont du Repaire (* 26. Juli 1703 in Schloss La Roque bei Saint-Cyprien; † 12. Dezember 1781 in Paris) war ein französischer Geistlicher. Er wurde 1741 Bischof von Bayonne, 1745 Erzbischof von Vienne und 1746 Erzbischof von Paris.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn von François de Beaumont, Comte de La Roque, und dessen zweiter Ehefrau Anne-Marie de Lostanges, Dame de Saint Alvaire (ca. 1667–1747).

Am 19. Juni 1734 empfing er die Priesterweihe für das Bistum Blois. Die Bischofsweihe spendete ihm am 24. Dezember 1741 Louis-Jacques Chapt de Rastignac, der Erzbischof von Tours; Mitkonsekratoren waren Gaspard de La Valette de Thomas, Bischof von Autun, und François de Crussol d’Uzès, Bischof von Blois, der ihn bereits zum Priester geweiht hatte.

Bekannt ist Christophe de Beaumont als Gegner des Jansenismus und für seine Auseinandersetzungen mit dem französischen Parlement, das ihn wegen seiner Anordnung, Sterbenden nur gegen Vorzeigen eines Beichtzettels die Sakramente zu spenden, insgesamt viermal verbannte. Schließlich zwang ihn der König im August 1754 per Lettre de cachet, sich in ein ehrenvolles Exil (Hausarrest) zurückzuziehen. Beaumont warnte erfolglos vor der Gefahr der Revolution und war in diesem Zusammenhang ein erklärter Gegner Jean-Jacques Rousseaus. In einem scharfen Schreiben wandte er sich gegen dessen in Frankreich sofort nach Erscheinen konfiszierten und vom Pariser Parlement verdammten großen Erziehungsroman Émile ou De l'éducation (Emile oder über die Erziehung). 1763 antwortete ihm Rousseau in einem Verteidigungsschreiben (La lettre à Christophe de Beaumont).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Secret: Chateaux en Périgord. Jacques Delmas et Cie., 1955.
  • Henning Ritter (Hrsg.), Jean-Jacques Rousseau: Schriften, 1. (von 2). Ullstein Materialien 35120. Ullstein, München 1978; wieder 1993 ISBN 3-548-35120-4, S. 497–589: Brief zur Verteidigung des „Émile“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christophe de Beaumont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographische Daten
Vorgänger Amt Nachfolger
Jacques-Bonne Gigault de Bellefonds Erzbischof von Paris
1746–1781
Antoine Eleonore Léon Leclerc de Juigné
Henri Oswald de la Tour d’Auvergne Erzbischof von Vienne
1745–1746
Jean d’Yse de Saléon
Jacques-Bonne Gigault de Bellefonds Bischof von Bayonne
1741–1745
Guillaume d’Arche