Chrome Dome

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Tägliche Bereitschaftsflüge im Zusammenhang mit der Operation Chrome Dome (Zeichnung von 1966)

Die Operation Chrome Dome war eine von mehreren Operationen des Strategic Air Command der United States Air Force in der Zeit des Kalten Krieges, um eine Präsenz der US-Atomstreitkräfte rund um die Uhr in der Luft (airborne) sicherzustellen. Zu diesem Zweck flogen ab 1960 täglich bis zu zwölf mit thermonuklearen Bomben beladene B-52 D[1] festgelegte Routen ab. Im Fall eines nuklearen Angriffes durch die Sowjetunion sollten sie einen Vergeltungsschlag ausführen. Jede Besatzung hatte festgelegte Ziele, die im Kriegsfall anzugreifen waren, und zu jeder Zeit befanden sich mehrere Bomber meist nicht mehr als zwei Flugstunden von sowjetischem Territorium entfernt.

Route[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regel war es folgender Rundkurs: Sheppard Air Force Base (Texas) → NeuenglandAtlantischer OzeanNeufundlandBaffin BayThule Air Base (Grönland) → Königin-Elisabeth-InselnAlaskaSheppard AFB. Es waren standardmäßig zwei Luftbetankungen eingeplant.[2]

Beendigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abstürzen über Spanien (Palomares, 1966) und Grönland (Thule Air Base, 1968), bei denen erhebliche Mengen radioaktive Substanzen freigesetzt wurden, wurden die Operationen Anfang 1968 eingestellt; zudem hatte sich die US-Militärdoktrin mittlerweile geändert und die US-Streitkräfte verfügten mit land- und U-Boot-gestützten Interkontinentalraketen über strategische Alternativen.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chrome Dome lässt sich als „glänzender Dom“ übersetzen – vermutlich anspielend auf die silberglänzenden B-52-Bomber, die zu dieser Zeit noch nicht mit Tarnbemalungen versehen wurden. Lediglich ihre Unterseiten waren mit einer weißen „Anti Flash“-Farbe lackiert, welche die Intensität des bei einer Kernwaffenexplosion auftretenden Blitzes reflektieren sollte, um Besatzung und Maschine zu schützen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B-52 Stratofortress Special: Celebrating 60 remarkable years. In: Airforces Monthly. 2012, ISBN 978-0-946219-28-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beiname „Stratofortress“; strategische Langstreckenbomber
  2. Nautilus.org: Chrome Dome Route Map (Memento des Originals vom 6. Oktober 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nautilus.org (PDF)