Baffin Bay
| Baffin Bay | |
|---|---|
| Verbindet Gewässer | Smithsund |
| mit Gewässer | Davisstraße |
| Trennt Landmasse | Kanadisch-arktischer Archipel (Baffininsel, Bylot Island, Devon Island, Ellesmere Island) |
| von Landmasse | Grönland |
| Daten | |
| Geographische Lage | 74° N, 67° W |
| Länge | 980 km |
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Die Baffin Bay, Baffin-Bucht oder Baffinbai (früher auch Bylotbai oder Bilettbai) ist ein nördliches Randmeer des Atlantischen Ozeans. Das Meer heißt auf Inuktitut Sannirutiup Imanga „Meer der Kreuzung“, auf Grönländisch Avannaata Imaa „Meer des Nordens (Grönlands)“, auf Französisch Baie de Baffin[1] und auf Dänisch Baffin Bugt oder Baffinbugten. Die Baffin Bay wurde 1585 erstmals vom britischen Forscher John Davis entdeckt; sie ist aber nach William Baffin benannt, der sie 1616 mit Robert Bylot durchquerte.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der breite Meeresarm liegt zwischen Grönland und dem Kanadisch-Arktischen Archipel und steht mit dem Atlantik durch die Davisstraße und mit dem Eismeer nach Norden durch den Smithsund und nach Westen durch den Lancastersund und Jonessund in Verbindung.
Das Becken der Baffinbucht ist etwa 1,5 mal so groß wie die Ostsee. Die größte Tiefe liegt auf halber Höhe zwischen der Diskoinsel und Kap Raper auf der Baffininsel und beträgt 2905 m. In der Nordspitze der Bai, am Eingang des Smithsunds, liegt eine ganzjährig offene, im Sommer bis zu 80.000 km² große Polynja, das sogenannte Nordwasser (engl. „North Water Polynya“). Die Wasserbeschaffenheit sowie der Salzgehalt und seine Farbe ändern sich oft infolge der zeitweise eintretenden Schneeschmelze. Innerhalb der Bay liegen nur wenige Inseln, meist nahe der Küste. Im 19. Jahrhundert war die Baffin Bay ein beliebtes Gebiet für den Walfang.
Durch die Baffin Bay verläuft mittig die Staatsgrenze zwischen Kanada und Grönland, dieses international vertreten durch Dänemark. Der Grenzverlauf wurde zuletzt 1973 fixiert und ist in der Bay unstrittig.
Abgrenzung zu den benachbarten Gewässern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die kanadische Geographienamensdatenbank (CGNDB) definiert auf ihrer Karte die Baffin Bay (Baie de Baffin) wie folgt:[2]
- Die Abgrenzung im Norden zum Smithsund hin stellt die Verbindungslinie zwischen Cape Isabella (⊙) an der Ostküste der Ellesmere-Insel und dem Kap Alexander (Ullersuaq) (⊙) an der Westküste Grönlands dar.
- Die Abgrenzung im Süden zur Davisstraße hin stellt die Verbindungslinie zwischen „Cape Aston“ (⊙) und dem Küstenstreifen Nuugaarsuit an der Westküste der Diskoinsel (Qeqertarsuaq) (⊙) dar. Die Meeresstraße Sullorsuaq (Vaigat), welche die Diskoinsel vom grönländischen Festland trennt, wird bei CGNDB der Davisstraße zugerechnet.
- Im Westen werden die Küstengewässer Cadogan Inlet, Goding Bay, Talbot Inlet, Smith Bay, Glacier Strait, Lady Ann Strait, Lancastersund und Pond Inlet gemäß der Karte von CGNDB nicht der Baffin Bay zugerechnet.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Baie de Baffin In: Canadian Geographical Names Data Base (CGNDB, englisch), abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Baffin Bay In: Canadian Geographical Names Data Base (CGNDB, englisch), abgerufen am 5. Dezember 2025.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Baffin Bay im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- John Ross: Volltext; Übersetzung Philipp Andreas Nemnich: Entdeckungsreise unter den Befehlen der britischen Admiralität mit den königlichen Schiffen „Isabella“ und „Alexander“, um Baffin’s-Bay auszuforschen und die Möglichkeit einer nordwestlichen Durchfahrt zu untersuchen.

