Cibotium

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Cibotium
Cibotium menziesii

Cibotium menziesii

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Baumfarne (Cyatheales)
Familie: Cibotiaceae
Gattung: Cibotium
Wissenschaftlicher Name der Familie
Cibotiaceae
Korall
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Cibotium
Kaulf.

Cibotium ist die einzige Gattung der Pflanzenfamilie Cibotiaceae innerhalb der Ordnung der Baumfarne (Cyatheales). Die Arten werden auch Schatullenfarne genannt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arten der Gattung Cibotium wachsen terrestrisch. Sie haben ein massives Rhizom, das kriechend, aufsteigend oder aufrecht ist und bis 6 Meter hoch wird. Das Rhizom besitzt eine Solenostele oder Dictyostele. Am oberen Ende tragen sie weiche gelbe Haare. Das ganze Rhizom ist mit den bleibenden Blattbasen der abgefallenen Blätter besetzt.

Die Blätter sind meist 2 bis 4 Meter lang. Die Blattstiele sind an der Basis behaart. Sie besitzen drei gewellte Leitbündel, die gemeinsam ein Omega bilden. Die Blattspreiten sind doppelt gefiedert oder doppelt fiederteilig, auch mehrfach. Die sekundären und tertiären Blattachsen sind an der Oberfläche gefurcht. Die Nerven endigen frei, sie sind einfach oder gegabelt oder fiedrig. Sie Spaltöffnungen haben drei Begleitzellen.

Die Sori stehen am Blattrand (marginal) an den Enden der Nerven. Die Indusien sind zweiklappig, jede mit einem äußeren, nichtgrünen Indusium und einem inneren, zungenförmigen Indusium. Die Paraphysen (sterile Fäden) sind fadenförmig. Die Sporen sind kugelig-tetraedrisch, mit deutlichen Kanten und einer deutlichen äquatorialen Krempe.

Die Antheridien-Wände sind fünfzellig.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 68.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Cibotium Kaulf. wurde durch Georg Friedrich Kaulfuss aufgestellt.[1] Die Familie Cibotiaceae Korall wurde 2006 durch Petra Korall in A classification for extant ferns. In: Taxon, Volume 55, Issue 3, Seite 712 aufgestellt.

Die Gattung Cibotium kommt auf beiden Seiten des Pazifiks vor: von Ost- bis Südostasien, Malesien, Hawaii und vom südlichen Mexiko bis Zentralamerika. In China gibt es zwei Arten.[2]

Die Gattung Cibotium ist monophyletisch. Die Familie Cibotiaceae steht der Familie Dicksoniaceae nahe.

Die Gattung Cibotium enthält etwa elf Arten.[2] Darunter sind (Auswahl):

Ein fossiles Rhizom wurde 1933 als Cibotium iwatense Ogura aus der Späten Kreidezeit aus der japanischen Präfektur Iwate beschrieben.[2]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alan R. Smith, Kathleen M. Pryer, Eric Schuettpelz, Petra Korall, Harald Schneider, Paul G. Wolf: A classification for extant ferns. In: Taxon. Band 55, Nr. 3, 2006, ISSN 0040-0262, S. 705–731, Abstract, PDF-Datei.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cibotiaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 23. Februar 2019.
  2. a b c Zhang Xianchun, Harufumi Nishida: Cibotiaceae, S. 132-133 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 2–3: Lycopodiaceae through Polypodiaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2013, ISBN 978-1-935641-11-7.
  3. a b Vascular Plants of the Americas: Cibotiaceae bei Tropicos.org. In: 83. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  4. Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cibotiaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Cibotium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien