Cieszków

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Cieszków
Wappen
Cieszków (Polen)
Cieszków
Cieszków
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Milicz
Geographische Lage: 51° 38′ N, 17° 21′ OKoordinaten: 51° 38′ 0″ N, 17° 21′ 0″ O
Einwohner: 1800
Postleitzahl: 56-330
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DMI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: TrzebnicaKrotoszyn
Schienenweg: Oleśnica–Chojnice
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Fläche: 100,67 km²
Einwohner: 4709
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0213012
Verwaltung (Stand: 2007)
Gemeindevorsteher: Ignacy Miecznikowski
Adresse: ul. Grunwaldzka 41
56-330 Cieszków
Webpräsenz: www.cieszkow.pl



Cieszków [ˈʨɛʃkuf] (deutsch Freyhan) ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Gemeinde im Powiat Milicki (Kreis Militsch) der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft liegt in Niederschlesien, drei Kilometer südwestlich der Stadt Zduny.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freyhan südsüdöstlich der Stadt Posen und östlich der Stadt Rawitsch auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Katholische Kirche in Cieszków
Haus am Marktplatz

Freyhan wurde im 15. Jahrhundert gegründet. Seit 1628 bildete es eine eigene Grundherrschaft. Sie wurde aus der Grundherrschaft Militsch ausgegliedert und war bis 1691 im Besitz derer von Maltzan. Bereits 1660 erlangte sie die Rechte einer Minderstandesherrschaft. Nachfolgend kam es zu häufigen Besitzerwechseln, zuletzt der Grafen Pückler. 1695 wurde das Schloss errichtet.

1825 bewohnten 491 Einwohner die Marktgemeinde, hinzu kam noch die Schlossgemeinde mit 535 Bewohnern. 1841 verlor Freyhan das Stadtrecht. Wegen seiner waldreichen Umgebung entwickelte es sich zu einem beliebten Ausflugsort.

Freyhan gehörte 1945 zum Landkreis Militsch in der Provinz Niederschlesien des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Kurz darauf wurde Freyhan unter polnische Verwaltung gestellt. In der Folgezeit wurden die deutschen Bewohner des Dorfs von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben und durch Polen ersetzt. Das deutsche Dorf Freyhan wurde in Cieszków umbenannt.

Jährliche Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Kirche, errichtet 1753. Es ist ein ausgestatteter Kreuzkuppelbau mit Apsis.
  • Evangelische Kirche, fertiggestellt im Jahr 1828.

Landgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Cieszków mit einer Fläche von 100,67 km² und 4.672 Einwohnern (2005) umfasst folgende Orte:

  • Biadaszka (Peadauschke, eingemeindet nach Freyhan ab 1937 Freyhan Ost)
  • Brzezina (Breschine-Freyhan, 1936-45: Grünweiler)
  • Cieszków (Freyhan)
  • Dziadkowo (Altenau)
  • Grzebielin (Grebline, 1937-45: Langendamm)
  • Guzowice (Kuschwitz, 1937-45: Hellefeld N. S.)
  • Góry (Guhre, 1936-45: Konradshöh)
  • Jankowa (Jantkawe, 1937-45: Hansdorf)
  • Jawor (Jawor, 1936-45: Erlgrund)
  • Nowy Folwark (Neuvorwerk)
  • Pakosławsko (Bogislawitz, 1936-45: Altmühlgrund)
  • Pustków (Schadehof)
  • Rakłowice (Rackelsdorf)
  • Sędraszyce (Sandraschütz, 1936-45: Deutschwalde)
  • Słabocin (Schlabotschine, 1939-45: Grunewald)
  • Trzebicko (Strebitzko, 1936-45: Hochrode)
  • Trzebicko Dolne (Nieder-Strebitzko, 1936-45: Niederrode)
  • Trzebicko-Piaski (Santomischel / Wohnort zu Strebitzko, 1936-45: Kleinrode)
  • Ujazd (Ujast, 1935-45: Kreisau)
  • Wężowice (Wensewitz)
  • Zwierzyniec (Thiergarten)
  • Zymanów (früher „Siemianów“; Sämannshof)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cieszków liegt an der Bahnstrecke Oleśnica–Chojnice mit den Halten Cieszków und Rakoniewice Milickie (im Ortsteil Rakłowice).

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 23. Dezember 2014.
  2. a b c http://www.geschichte-on-demand.de/militsch.html