Claus Rainer Bartram

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Claus Rainer Bartram (* 2. August 1952 in Hamburg) ist ein deutscher Humangenetiker und Molekularbiologe an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bartram studierte ab 1972 an der Universität Hamburg Philosophie und Medizin. 1978 schloss er sein Studium der Medizin mit dem Staatsexamen ab und promovierte mit der Arbeit Cytogenetische Untersuchungen an Chromosomen des Menschen nach Markierung mit 5-Bromdeoxyuridin mit Auszeichnung zum Dr. med. Zwischen 1979 und 1985 absolvierte er die Facharztausbildung zum Padiater (Kinderarzt) am Universitätsklinikum Düsseldorf und am Universitätsklinikum Ulm, unterbrochen von einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsaufenthalt an der Abteilung für Zellbiologie und Genetik (Dirk Bootsma) an der Erasmus-Universität Rotterdam. 1985 habilitierte Bartram sich mit der Arbeit Molekulargenetische Charakterisierung von Leukämien des Menschen[1] im Fach Pädiatrie.

1987 erhielt Bartram eine Professur für Molekularbiologie an der Universität Ulm, 1993 erhielt er einen Ruf auf den dortigen Lehrstuhl für Klinische Molekularbiologie. Im selben Jahr erwarb er den Facharzttitel für Humangenetik. Seit 1995 ist er Direktor des Instituts für Humangenetik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Einen Ruf 1999 an die Erasmus-Universität Rotterdam lehnte er ab.

Bartram ist verheiratet. Er hat drei Kinder.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bartram beschäftigt sich wissenschaftlich vor allem mit Tumorgenetik, insbesondere mit der molekulargenetischen Charakterisierung von Leukämien und erblicher Neigung zu Krebserkrankungen. Er arbeitet interdisziplinär und translational zwischen Grundlagenforschung und Behandlung am Krankenbett. Weitere Schwerpunkte Bartrams sind ethische Fragen der Humangenetik, insbesondere der pränatalen und prädiktiven genetischen Diagnostik.

Zwischen 2001 und 2004 war Bartram Prodekan der medizinischen Fakultät in Heidelberg, zwischen 2004 und 2014 Dekan.[2] Zwischen 2002 und 2006 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH).

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. E. Kulozik, W, M. Hentze, C. Hagemeier, C. R. Bartram: Molekulare Medizin. Grundlagen, Pathomechanismen, Krankheitsbilder. Walter de Gruyter, 2000. ISBN 978-3110150971
  • C. R. Bartram, J. P. Beckmann, F. Breyer, G. H. Fey, C. Fonatsch, B. Irrgang, J. Taupitz, K. M. Seel, F. Thiele: Humangenetische Diagnostik. Wissenschaftliche Grundlagen und gesellschaftliche Konsequenzen. Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung. Band 7, Springer Verlag, 2000. ISBN 978-3540679455
  • W. Hiddemann, H. Huber, C. R. Bartram: Die Onkologie. Springer Verlag 2004. ISBN 978-3540646488; 2. Auflage 2010. ISBN 978-3540797241

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DNB 946345945
  2. UniversitätsKlinikum Heidelberg: Pressemitteilungen. Professor Dr. Claus R. Bartram verabschiedet sich als Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg. In: klinikum.uni-heidelberg.de. 1. Oktober 2014, abgerufen am 22. August 2015.
  3. Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis 2010/2011 (PDF); abgerufen am 22. August 2015.
  4. Doktor Robert Pfleger - Stiftung. In: pfleger-stiftung.de. Abgerufen am 27. Februar 2016.
  5. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Claus R. Bartram (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 29. Juni 2016.