ClickandBuy

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ClickandBuy International Limited
Logo
Rechtsform Limited
Gründung 1999
Sitz London, Großbritannien
Leitung Peter Vesco
Website www.clickandbuy.com
Anfang 2010 abgelöstes Logo

Die ClickandBuy International Limited [ˈklɪkˌəndˈbaɪ] (engl. wörtlich „Klick’ und kauf’“) ist einer der führenden E-Geld-Anbieter und Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Vor der Erstnutzung registrieren sich Internetkäufer und hinterlegen ihre Bankverbindung oder Kreditkartendaten bei ClickandBuy. Die Registrierung erfolgt einmalig und ist kostenlos. Bei anschließenden Online-Käufen werden zur Übertragung von E-Geldguthaben vom Käufer an den Verkäufer nur noch ClickandBuy Benutzername und Passwort angegeben, die Zahlungsmittelinformationen liegen bei ClickandBuy. Die Bezahlabwicklung über ClickandBuy erfolgt per Lastschrift, Kreditkarte oder mit „aufgeladenem“ Prepaid-Guthaben. Über ein Ausgabelimit können Nutzer monatliche Maximalbeträge für Zahlungen per ClickandBuy festlegen. Die Verwaltung persönlicher Daten erfolgt über ein Online-Kundenkonto, über das die Nutzer auch ihren ClickandBuy-Kontostand und ihre getätigten Zahlungen einsehen können. Eröffnung und Führung eines ClickandBuy-Kontos sowie Zahlungen sind für Kunden grundsätzlich kostenlos, einem Konto mit Guthaben werden jedoch Bereitstellungsgebühren belastet, wenn ein Jahr lang keine Transaktion (Kauf oder Einzahlung) erfolgt. Für das Aufladen von Guthaben können Gebühren anfallen. Je nach Online-Händler können Erst- und Gelegenheitsnutzer ihre Online-/Mobil-Käufe auch per vereinfachter Registrierung ohne vollständige Anmeldung über ClickandBuy bezahlen. Seit Mitte 2012 können ClickandBuy-Nutzer über die ClickandBuy-Mobile-App Online-Käufe über ihr Smartphone tätigen. Die App ist kostenfrei für iOS- und Android-Geräte erhältlich.

Verbreitung[Bearbeiten]

Beispiele von Onlineshops, die Zahlungen über ein ClickandBuy akzeptieren: Apple iTunes Store, bwin, RTL.

Geschichte[Bearbeiten]

1999 in Köln gegründet, entwickelte die Firstgate Internet AG das Geschäftsmodell des Internet-Bezahlsystems ClickandBuy.

2006 wurde das operative Geschäft auf ein in Großbritannien neu gegründetes Unternehmen übertragen (ClickandBuy International Limited) und von diesem auf der Grundlage einer britischen Lizenz zur Ausgabe und Verwaltung von E-Geld fortgeführt.

2010 wurde ClickandBuy eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Die Gesellschaften der ClickandBuy-Gruppe beschäftigen an ihren Standorten weltweit mehr als 150 Mitarbeiter.

Bezahlarten[Bearbeiten]

DirektÜberweisung (direkter Link zum Onlinebanking eines Nutzers) Nutzer zahlen Online-/Mobil-Käufe über das PIN- und TAN-Verfahren ihrer jeweiligen Hausbank. Voraussetzung ist ein Onlinebanking-fähiges Konto mit entsprechenden Zugangsdaten. Direkt.Ident Anbieter nicht jugendfreier Inhalte prüfen mit ClickandBuy Direkt.Ident online die Bankverbindung und das Alter eines Käufers. Firstgate Nutzer zahlen online oder mobil ohne Registrierung und über frei wählbare Bezahlmethoden. Online-Shops werden über Schnittstellen an Kreditkarten-Acquirer oder Banken angebunden und Zahlvorgänge über gängige internationale Zahlmethoden technisch abgewickelt.

Datensicherheit[Bearbeiten]

ClickandBuy ist als geprüftes Zahlungssystem TÜV-zertifiziert sowie als E-Geldinstitut gemäß den Electronic Money Regulations 2011 autorisiert. Mit der PCI-DSS-Level 1-Zertifizierung erfüllt ClickandBuy den höchsten Sicherheitsstandard der Kreditkartenindustrie. Dies bescheinigt Deutschlands führender Auditor SRC im Auftrag von VISA, MasterCard und AMEX der ClickandBuy. Die Webseite trägt das McAfee-Secure-Siegel. Dieses bestätigt, dass die Webseite sowie das Backend-Portal täglich von McAfee auf mögliche Zugriffe auf personenbezogene Daten, Phishing oder andere Online-Gefahren geprüft wird. Bereits mehrmals wurden Sicherheitslücken entdeckt, die allerdings nach Bekanntwerden umgehend geschlossen wurden. [1]

Käuferschutz[Bearbeiten]

Trifft ein per ClickandBuy bezahlter Versandartikel nicht auf dem Postweg beim Käufer ein, vermittelt ClickandBuy zwischen Anbieter und Käufer und erstattet nach Prüfung und Annahme des Käuferschutzantrags den Kaufpreis inklusive der Lieferkosten.

Kritik[Bearbeiten]

Im Dezember 2000 enthüllten die Journalisten Tom Brankamp und Michael Tobias im Handelsblatt, dass das Bezahlsystem ClickandBuy Sicherheitslücken hat.[2] Die Autoren wiesen nach, dass sie die Sicherheitssysteme ganz leicht umgehen konnten und unbehelligt zu Lasten Dritter hätten über ClickandBuy einkaufen können. Die Sicherheitsarchitektur von ClickandBuy wurde nach Erscheinen des Artikels umgehend nachgebessert.

In der jüngsten Vergangenheit wiederholten sich Betrugsfälle mit iTunes-Accounts, die über ClickandBuy bezahlt wurden. Hierbei wurden von fremden Personen Käufe getätigt und teilweise erhebliche Beträge unautorisiert über das ClickandBuy-Konto abgerechnet. Apple reagiert im Regelfall kulant. Auffallende Gemeinsamkeit aller Geschädigten ist, dass es sehr häufig InApp-Käufe sind. Eine Anzeige bei der deutschen Polizei ist im Regelfall wenig hilfreich, da die Beträge der einzelnen Geschädigten oft zu gering sind, um Ermittlungen im Ausland ernsthaft durchzuführen. Hilfreicher wäre eine Mitteilung an die britische Bankenaufsicht Financial Services Authority (FSA).

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens-Werner Hinrichs, Malte Krüger und Sebastian van Baal: Der Internet-Zahlungsverkehr aus Sicht der Händler: Ergebnisse der IZH4, Köln 2008, ISBN 978-3-935546-37-9.
  • Sebastian Konrad Nürnberg: Elektronische Bezahlsysteme im Internet: Eine Untersuchung am Beispiel von "Paybox", "Moxmo" und "FIRSTGATE click & buy" , ISBN 978-3-8300-1430-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.heise.de/security/meldung/Erneut-Sicherheitsluecke-bei-ClickandBuy-1874953.html Abgerufen am 3. Juni 2014
  2. Handelsblatt Nr. 234 vom 4. Dezember 2000, Seite N02

Weblinks[Bearbeiten]