Club des Hachichins

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Der Club des Hachichins („Der Klub der Haschischesser“) war eine Gruppe französischer Wissenschaftler, Literaten und Künstler, die sich in Form von Selbstversuchen mit der Erforschung und Erprobung von Drogen – insbesondere von Haschisch – beschäftigt hat.[1] Zu den häufigen Teilnehmern dieser Herrenabende gehörten Charles Baudelaire, Théophile Gautier, Alexandre Dumas der Ältere und Gérard de Nerval.[1]

Treffpunkt des Clubs, das Hôtel de Lauzun

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Mitgliedern des „Club des Hachichins“, den es von etwa 1844 bis 1849 gab, zählte die zeitgenössische literarische und intellektuelle Elite von Paris. Der Arzt Jacques-Joseph Moreau hatte den "Klub" 1844 gegründet. Unter seiner Anleitung führten die Mitglieder des "Klubs" Selbstversuche mit Haschisch durch. Zu den "Klubgängern" zählten die Schriftsteller und Dichter Théophile Gautier, Charles Baudelaire, Alexandre Dumas, Honoré de Balzac, Victor Hugo und Gérard de Nerval, die Maler und Zeichner Eugène Delacroix und Honoré Daumier sowie der Bildhauer James Pradier. Lediglich als stille Beobachter nahmen Honoré de Balzac und Gustave Flaubert teil.[2]

Die Treffen (séances) fanden in der Wohnung des Malers Fernand Boissard im Hôtel de Lauzun (das zu dieser Zeit Hôtel Pimodan hieß) auf der Île Saint-Louis statt.

Das berauschende Haschisch wurde als eine Art Marmelade oder Konfitüre, die auch unter dem Namen Dawamesk bekannt ist, verabreicht. Bei Dawamesk handelt es sich um eine Mischung aus cannabishaltiger Butter, Zimt, Nelken, Muskatnuss, Pistazien, Zucker, Orangensaft, Butter und Kardamom.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Primärliteratur

Sekundärliteratur

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Levinthal, C. F. (2012). Drugs, behavior, and modern society. (6th ed.). Boston: Pearson College Div.
  2. Hans-Georg Behr: Von Hanf ist die Rede. Kultur und Politik einer Pflanze, S. 154.
  3. Jonathon Green: Baudelaire, Dumas and cannabis | Books | The Guardian. In: The Guardian, GMG, 12. Oktober 2002. Abgerufen am 15. Mai 2011.  „hashish, cinnamon, cloves, nutmeg, pistachio, sugar, orange juice, butter and cantharides“