Copps Coliseum

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Copps Coliseum
CoppsColiseumYorkBoulevard.JPG
Daten
Ort Hamilton, Ontario, Kanada
Koordinaten 43° 15′ 32,9″ N, 79° 52′ 21,4″ W43.259144444444-79.872608333333Koordinaten: 43° 15′ 32,9″ N, 79° 52′ 21,4″ W
Eigentümer Stadt Hamilton
Betreiber Hamilton Entertainment and Convention Facilities Inc
Baubeginn 1983
Eröffnung 1985
Kosten 33,5 Millionen US-Dollar
Kapazität 17.383 (Eishockey)
19.000 (Konzerte)
Verein(e)

Hamilton Steelhawks (OHL, 1985–1988)
Dukes of Hamilton (OHL, 1989–1991)
Hamilton Canucks (AHL, 1992–1994)
Hamilton Bulldogs (AHL, seit 1996)
Ontario Raiders (NLL, 1998)

Außenansicht

Das Copps Coliseum (vollständiger Name Victor K. Copps Trade Centre and Arena) ist eine Multifunktionsarena in Hamilton, Ontario, und das Heimstadion der Hamilton Bulldogs aus der American Hockey League. Die Arena wurde 1985 eröffnet und ist benannt nach Victor Copps, einem früheren Bürgermeister der Stadt Hamilton.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bauarbeiten an der Arena begannen im Jahr 1983 und wurden 1985 abgeschlossen, die Baukosten beliefen sich bis dato auf 33,5 Millionen US-Dollar. Hinzu kamen zusätzliche 2,3 Millionen Dollar für die Errichtung des nahegelegenen Parkhauses. Die Anzeigetafel befand sich vorher in der Winnipeg Arena und wurde für 214.000 Dollar erworben.

Nach anfänglichen Hoffnungen, dass sich ein NHL-Franchise in Hamilton niederlassen könnte, wurde die Halle zunächst lediglich von Juniorenmannschaften aus der Ontario Hockey League genutzt. Mit den Hamilton Canucks bekam die Stadt 1992 schließlich ein eigenes Team in der American Hockey League, das allerdings nach nur zwei Spielzeiten nach Syracuse, New York, umzog und dort als Syracuse Crunch weiterspielte. Seit Oktober 1996 ist das Copps Coliseum das Zuhause des AHL-Franchises Hamilton Bulldogs, einem ehemaligen Farmteam der Edmonton Oilers aus der NHL und seit 2002 Kooperationspartner der Montreal Canadiens. Seit dem Umzug nach Hamilton konnte die Mannschaft über zwei Millionen Zuschauer ins Copps Coliseum locken, zudem ist die Mannschaft nach den Toronto Maple Leafs das zweitälteste Eishockey-Profiteam in Southern Ontario. Mit einem Sieg über die Hershey Bears gewannen die Bulldogs im Jahr 2007 ihren ersten Calder Cup, die Meisterschaft der American Hockey League.

1986 war das Copps Coliseum zudem Austragungsort der Junioren-Weltmeisterschaften. Im entscheidenden Spiel schlug die UdSSR die Gastgeber aus Kanada und wurde damit bei der zehnten Austragung zum siebten Mal U20-Weltmeister. Im folgenden Jahr war das Stadion zudem Hauptaustragungsort des Canada Cups sowie Spielstätte bei der Austragung 1991.

Am 24. January 1988 wurde in der Arena das erste Royal Rumble in der Geschichte der World Wrestling Entertainment ausgetragen. Gewonnen wurde der Massenkampf von Jim Duggan.

Im Jahr 1990 fand im Copps Coliseum die Finalrunde um den Memorial Cup, die offizielle kanadische Juniorenmeisterschaft, statt. Mit 17.388 Zuschauern konnte am 13. Mai bei der Begegnung Oshawa Generals gegen Kitchener Rangers der Zuschauerrekord für ein Spiel dieses Turniers aufgestellt werden. Obwohl das Stadion niemals ein NHl-Team beherbergte, fanden in den Spielzeiten 1992/93 und 1993/94 mehrere reguläre Saisonspiele der in der Nähe beheimateten Toronto Maple Leafs und Buffalo Sabres im Coliseum statt.

Zusammen mit dem SkyDome und dem Maple Leaf Gardens in Toronto war das Copps Coliseum 1994 Austragungsort der Basketball-Weltmeisterschaft 1994, zudem trugen die Toronto Raptors in den späten 1990er-Jahren einige NBA-Heimspiele in der Arena aus.

Vom 3. bis 11. März 2007 war das Stadion Spielstätte der kanadischen Curling-Meisterschaften. Im selben Jahr machte der Milliardär Jim Balsillie, Vize-Geschäftsführer von Research In Motion, ein 220-Millionen-Dollar-Angebot zum Kauf der Nashville Predators aus der NHL. Sein Plan war es, dass Franchise in Hamilton anzusiedeln und während der Errichtungsphase einer neuen Arena im Copps Coliseum unterzubringen oder die alte Spielstätte nach NHL-Vorgaben zu renovieren. Das Kaufangebot wurde allerdings nicht angenommen.

Weblinks[Bearbeiten]