Cordy Millowitsch

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Cordy Millowitsch in Gräfin Mariza, Johann-Strauß-Theater, Wien, Juni 1916[Anm. 1]

Cordy Millowitsch, auch Cordy Milowitsch, geborene Dugne oder Dugue (* 8. April 1890 in Köln[1]; † wohl nach 1974[2] und möglicherweise in West-Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cordy Millowitsch hatte eine Gesangsausbildung erhalten. Ihre Bühnenkarriere erhielt seit ihrer Ankunft in Berlin einigen Schwung. Als Operettensängerin feierte sie ihre ersten großen Erfolge noch vor dem Ersten Weltkrieg am Metropol-Theater an der Seite von damals populären Künstlern wie Joseph Giampietro und Guido Thielscher.

Von November 1915 bis Ende März 1918 ist sie in Wien nachweisbar, dort gab sie mit der Paula Gräfin Rottersheim in dem Familiendrama Die Tragödie auf Schloß Rottersheim von Jakob Fleck und Luise Kolm 1916 auch ihr Filmdebüt.

Anfang April 1918 meldete sie sich wieder aus der k.u.k.-Hauptstadt ab und ging auf Reise nach Konstantinopel (heutiges Istanbul). Wieder zurück in Berlin, wirkte Cordy Millowitsch zunächst (Anfang der 20er Jahre) mehrmals in Filmen mit, oftmals in hochherrschaftlichen Rollen. So war sie die Esther, Königin von Judäa, in Jeremias, Zarin Eudoxia in Peter der Große an der Seite von Emil Jannings und Kaiserin Maria-Theresia in dem Preußenstoff Trenck. Der Mittelpunkt ihrer beruflichen Aktivitäten blieb jedoch (vor allem nach 1922) auch weiterhin die Bühne. Auch im Tonfilm trat die Kölnerin nur sporadisch auf.

Cordy Millowitsch hat auch schon frühzeitig Erfahrungen beim reichsdeutschen Fernsehen gesammelt. So konnte man sie im Dritten Reich beispielsweise als Frau Arvik in einer Inszenierung von Wenn der junge Wein blüht im Fernsehsender Paul Nipkow sehen.[3]

Über den Verbleib von Cordy Millowitsch ist derzeit nichts bekannt; ihre letzte bekannte Wohnadresse war 1960 in Berlin-Charlottenburg.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cordy Millowitsch war die Schwägerin von Peter Wilhelm Millowitsch (* Düsseldorf (Geburtshaus ist die heutige Brauerei „Zum Uerige“) 24. Januar 1880; † Remagen 14. Januar 1945)[1] und die Tante von Lucy und Willy Millowitsch. Ihr Großneffe ist der Schauspieler und Theaterleiter Peter Millowitsch, ihre Großnichte die Schauspielerin und promovierte Veterinärin Mariele Millowitsch.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b präzise Daten lt. Filmarchiv Kay Weniger
  2. Amtliches Fernsprechbuch für Berlin 1974-1975, S. 117 (ohne Wohnsitzangabe)
  3. Paul Nipkow in informaworld

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Am 25. Juni 1916 trat Millowitsch erstmals in dem auf dieser Bühne bereits über 210 Mal aufgeführten Stück auf (Rolle: Sylva Varescu). – Siehe: Theater- und Kunstnachrichten. (…) In der morgigen Aufführung der „Csardasfürstin“ (…). In: Neue Freie Presse, 24. Juni 1916, S. 13, oben rechts. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp.