Corenno Plinio

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Corenno Plinio
Artgate Fondazione Cariplo - Monti Cesare, Corenno Plinio - Lago di Como.jpg
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Lecco (CO)
Gemeinde Dervio
Koordinaten 46° 5′ N, 9° 19′ OKoordinaten: 46° 5′ 22″ N, 9° 18′ 37″ O
Höhe 220 m s.l.m.
Telefonvorwahl 0341 CAP 23824
Website Offizielle Website

Corenno Plinio ist eine Fraktion der Gemeinde Dervio in Italien direkt am Ostufer des Comer Sees. Mit Dervio gehört es zur Provinz Lecco in der Region Lombardei. Der Name geht auf Plinius den Älteren zurück.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im nördlichen Teil der Gemeinde Dervio in einer zum Comer See abfallenden Hanglage am Fuß des Monte Legnone auf halbem Weg zum Nachbarort Dorio, etwa 12 km nordöstlich von Bellagio und 5 km von Colico.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Corenno war ursprünglich Teil der Pfarrei Dervio an der Riviera di Lecco, die zur Provinz des Herzogtums Mailand gehörte.

Bei der Aufteilung der österreichischen Lombardei in Provinzen wurde Corenno 1786 der Provinz Como und 1791 zu dessen Provinz Mailand zugeteilt.

In napoleonischer Zeit (1809) wurde Corenno eine Fraktion von Dervio, erlangte aber mit der Gründung des Königreichs Lombardo-Venetien (1816) wieder die Unabhängigkeit.

Bei der Vereinigung Italiens (1861) hatte die Gemeinde 252 Einwohner. 1864 übernahm sie den heutigen Namen Corenno Plinio als offizielle Bezeichnung[1]. 1927 kam Corenno Plinio wieder zu Dervio[2].

Kirche und Burg
Fresko Sankt Gotthard aus dem 14. Jahrhundert

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Häuser des alten Festungsdorfes mit den engen Gassen sind um Kirche und Burg gruppiert. Ihr mittelalterlicher Charakter mit den Laubengängen und Verzierungen ist weitgehend erhalten geblieben.

Die Burg von Corenno wurde im 14. Jahrhundert auf dem Gipfel der Landspitze von Corenno auf den Ruinen einer Vorgängerburg für die Grafen Andriani als Verteidigungsanlage errichtet. Sie hat zwei Türme und einen Ausgang auf die Piazza von Corenno.

Die um 1290 im Kirchenbuch erwähnte Pfarrkirche Sankt Thomas von Canterbury beherbergt Fresken aus dem 14. bis 16. Jahrhundert.

Auf dem alten Saumpfad, der Landverbindung zwischen den Dörfern am See, wurde der Wanderweg Sentiero del Viandante eingerichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michele Casanova, Giovannimaria Pensa: Corenno Plinio. Ass. Cultura Comune di Dervio, Verlag Bellavite Missaglia 2005, ISBN 88-7511-056-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Corenno Plinio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Königlicher Erlass: Regio Decreto 4 febbraio 1864, n. 1678
  2. Königlicher Erlass; Regio Decreto 11 dicembre 1927, n. 2506vom 11. Dezember 1927, n. 2506