Colico

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Colico in Italien. Für den gleichnamigen chilenischen See siehe Lago Colico.
Colico
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Colico (Italien)
Colico
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Lecco (LC)
Lokale Bezeichnung: Còlegh / Còlich
Koordinaten: 46° 8′ N, 9° 22′ OKoordinaten: 46° 8′ 0″ N, 9° 22′ 0″ O
Höhe: 214 m s.l.m.
Fläche: 35 km²
Einwohner: 7.724 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 221 Einw./km²
Postleitzahl: 23823
Vorwahl: 0341
ISTAT-Nummer: 097023
Volksbezeichnung: colichesi
Schutzpatron: Sankt Georg (23. April)
Website: Colico
Colico

Colico ist eine Gemeinde am Comer See in der Provinz Lecco in der Lombardei, Italien und liegt 76 km nördlich von Mailand am nordöstlichen Ufer des Comer Sees. Die Adda, der größte Zufluss, mündet hier in den See.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Fläche von 35,3 km² und einer Bevölkerungszahl von 7724 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) ist Colico die wichtigste Stadt im Norden des Comer Sees. und umfasst die Fraktionen Colico Piano (Hauptort), Curcio, Laghetto, Olgiasca, Piona, Villatico, Posallo, Fontanedo, Palerma, Borgonuovo, La Cà, Fumiarga, Corte und San Rocco.

Die Nachbargemeinden sind Consiglio di Rumo (CO), Delebio (SO), Domaso (CO), Dongo (CO), Dorio, Gera Lario (CO), Gravedona (CO), Musso (CO), Pagnona, Pianello del Lario (CO), Piantedo (SO), Tremenico und Vercana (CO).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Festung Fuentes nach ihrer Fertigstellung

1603 / 1604 wurde in Colico die Festung Fuentes gebaut. Colico kam 1735 unter österreichische Herrschaft. Während der Zeit des Lombardisch-Venezianischen Reiches (1815–1866) wurden die großen Verbindungsstraßen Mailand-Lecco-Colico, des Adda- und Meratals sowie Straßen über die Alpenpässe nach Mitteleuropa gebaut. 1861 wurde Colico mit der Lombardei ein Bestandteil des neuen Königreichs Italien.

Bevölkerungsentwicklung
1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 2007 2013
3013 3877 3866 3967 4154 4458 5093 5934 6257 7203 7683
Quelle: ISTAT

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Colico liegt an der Bahnstrecke MailandLeccoTirano, wo Anschluss an die Berninabahn besteht. Außerdem gibt es eine Bahnverbindung nach Chiavenna.
  • In Colico treffen zwei überörtlich wichtige Autostraßen aufeinander: durch den Ort führt die SS 36 von Mailand über Lecco nach Chiavenna, wo es Fortsetzungen über den Malojapass ins Engadin und über den Splügenpass ins Tal des Hinterrheins gibt; die SS 38 stellt eine Fortsetzung des Westuferstraße (SS 340 und SS 340dir) dar, die, von Como kommend, den Comer See begleitet. Die SS 38 führt von Colico durchs Valtellina über Sondrio und Bormio auf das Stilfser Joch und von dort hinunter nach Meran und Bozen in Südtirol.
  • Über den See gibt es regelmäßige Schiffsverbindungen nach Como, mit normalen Kursschiffen und mit dem schnelleren Katamaran.

Sportmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbereitung zum Kitesurfen am Strand von Colico

Seiner Lage verdankt Colico den Breva mit im Sommerhalbjahr relativ beständigen Windverhältnissen, die dafür sorgen, dass der Ort bei Surfern und Kitesurfern beliebt ist.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenruine der Festung Fuentes
Abtei Piona
Abtei Piona, Fresken
  • Ein wichtiges Kulturdenkmal ist das gut erhaltene Zisterzienser-Kloster „Abbazia di Piona“, auch Priorato di Piona genannt, eine Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert auf einer Halbinsel, etwa 3 km südwestlich von Colico. Die Mönche verkaufen dort Klosterprodukte.[3]
  • Auch die Festung Fuentes und das zwischen 1912 und 1914 entstandene Forte Montecchio Nord werden zu den Sehenswürdigkeiten gerechnet.[4][5]
  • Kirche San Giorgio
  • Kirche Maria in der Fraktion Fontanedo
  • Kirche San Nicola in der Fraktion Olgiasca
  • Kirche San Bernardino in der Fraktion Villatico
  • Romanische Kirche San Rocco am Füsse des Monte Legnones
  • Kirche Santi Angeli Custodi in der Fraktion Curcio
  • Villa Malpensata
  • Villa Osio
  • Schloss Mirabello in der Fraktion Olgiasca
  • Verschiedene Wachtürme
  • Verschiedene Jagdtürme (Roccoli)

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Colico pflegt seit 1986 partnerschaftliche Beziehungen zu Wolfegg in Oberschwaben (Deutschland).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 343.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Còlico Online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Colico – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Eberhard Fohrer: Reiseführer Comer See. 2015, S. 69f. (online)
  3. Abbazia di Piona (Foto)
  4. Forte Montecchio (Foto)
  5. Museum Festung Montecchio bei Colico