Corona Bamberg

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Corona Bamberg OSB (* 18. April 1921 in Fürth als Irmgard Bamberg; † 3. Mai 2018 in Herstelle) war eine deutsche Benediktinerin der Abtei vom Heiligen Kreuz in Herstelle und Autorin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1939 bis 1945 studierte Irmgard Bamberg Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie. 1945 wurde sie zum Dr. phil. promoviert. Am 8. Juli 1945 desselben Jahres trat sie in die Abtei Herstelle/Weser ein und nahm den Ordensnamen Corona an. Am 24. Februar 1947 legte sie die Profess ab.[2] Bamberg setzte sich in dieser Zeit unter anderem mit der Mysterientheologie Odo Casels (1886–1848) auseinander, der bis zu seinem Tod Spiritual des Klosters war. Maßgeblich sollte für Corona Bamberg aber vor allem der Chefredakteur der Zeitschrift „Geist und LebenFriedrich Wulf SJ (1908–1990) werden, den sie selbst als „spirituell[en] Berater und als Freund“ bezeichnete.[3]

Von 1972 bis 1974 war sie Mitglied der Würzburger Synode.[4] Ab 1981 war sie Mitglied der Bayerischen Benediktinerakademie und von 1991 bis 1998 war sie als Beraterin der Deutschen Bischofskonferenz tätig.[5]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Er [der Gott Jesu Christi] schenkt sich einem, der sich unter Seinem Blick vergisst, aber so zu seinem wahren Ich erwacht. Wie die Blume, die im Dunkeln unsichtbar bleibt, erst im Licht sichtbar wird, so etwa ergeht es dem Menschen im Licht des göttlichen Angeschaut-Werdens.“

Corona Bamberg OSB: „Sei du dein, dann werde ich dein sein“[6]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frauenorden vor der Gegenwart – Überlegungen zu Standort und Funktion in der Kirche von heute. Pallotti-Verlag, Friedberg (Bayern) 1967.
  • Was Menschsein kostet – Aus der Erfahrung des frühchristlichen Mönchtums gedeutet Echter Verlag, Würzburg 1971, ISBN 3-429-00206-0.
  • Wer sich dem Anspruch stellt – Zum Gebetscharakter des Lebens. Echter Verlag, Würzburg 1976, ISBN 3-429-00430-6.
  • In deiner Größe bin ich groß – Vom Sinn-Geheimnis des Menschen. Echter Verlag, Würzburg 1980, ISBN 3-429-00643-0.
  • Unter der Führung des Evangeliums. Dem Gedächtnis Sankt Benedikts 480–1980, Echter Verlag, Würzburg 1982, ISBN 3-429-00675-9.
  • Mönchtum in einer heimatlosen Welt. Echter Verlag, Würzburg 1984, ISBN 3-429-00893-X.
  • Askese – Faszination und Zumutung. EOS-Verlag, St. Ottilien 2008, ISBN 978-3-8306-7329-3.
  • Schauen – Gesichter der Gnade. EOS-Verlag, St. Ottilien 2013, ISBN 978-3-8306-7607-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heimgang unserer Sr. Corona – Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz. In: Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz. 11. Mai 2018 (abtei-herstelle.de [abgerufen am 11. Mai 2018]).
  2. Corona Bamberg [Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz]. Abgerufen am 28. Dezember 2017.
  3. Corona Bamberg: Was ich noch sagen wollte − Lebensrückblick einer Benediktinerin. In: OrdensNachrichten, Heft 5. 2011, S. 59-68, abgerufen am 12. November 2017 (PDF; 0,4 MB).
  4. Nachruf in Erbe und Auftrag, Jg. 94 (2018), S. 245.
  5. BAMBERG, Corona (Irmgard) OSB – Orden-online.de. Abgerufen am 10. November 2017.
  6. Corona Bamberg: „Sei du dein, dann werde ich dein sein“. Abgerufen am 11. Oktober 2017 (PDF; 0,1 MB).