CropEnergies

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CropEnergies AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A0LAUP1
Gründung 2006
Sitz Mannheim, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
  • Joachim Lutz, CEO
  • Michael Friedmann, CSO
  • Stephan Meeder, CFO
  • Fritz Georg von Graevenitz, Nachfolger CSO[1]
Mitarbeiterzahl 433[2]
Umsatz 779 Mio. Euro (GJ 2018/19)[2]
Branche Energie
Website www.cropenergies.com
Stand: 28. Februar 2019

BW

Die CropEnergies AG ist ein deutsches Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche, das zur Südzucker-Gruppe gehört. CropEnergies verfügt über eine Produktionskapazität von über 1,3 Millionen Kubikmetern Bioethanol für Kraftstoffanwendungen und über 1 Million Tonnen Lebens- und Futtermittel pro Jahr. Das Hauptprodukt ist Bioethanol. Dieser ersetzt Ottokraftstoff. Das Unternehmen produziert aber auch Bioethanol beispielsweise für andere technische Anwendungen. Neben Bioethanol produziert die CropEnergies AG aus den bei der Bioethanolproduktion anfallenden Produktionsresten proteinreichen Lebens- und Futtermittel wie beispielsweise Weizengluten. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Mannheim.

Vorstand und Aufsichtsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus Joachim Lutz (CEO), Michael Friedmann (Chief Sales Officer) und Stephan Meeder (CFO). Zum 1. Oktober 2019 wurde zudem Fritz Georg von Graevenitz in den Vorstand berufen, er folgt Michael Friedmann als CSO. Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus Markwart Kunz (Vorsitzender), Thomas Kölbl (stellvertretender Vorsitzender), Hans-Jörg Gebhard, Wolfgang Heer, Franz-Josef Möllenberg und dem Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler.[3]

Produktionsstandorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz, Sachsen-Anhalt, ist mit einer Ethanol-Produktionskapazität von rund 400.000 Kubikmeter pro Jahr derzeit eine der größten Ethanol-Anlagen in Europa. Im Jahr 2015 wurde am Standort eine Anlage mit einer Produktionskapazität von 60.000 Kubikmetern Neutralalkohol pro Jahr in Betrieb genommen. Zur Erzeugung des Ethanols wird, gemäß Umweltbundesamt, ein Braunkohlekraftwerk betrieben.[4]
  • BioWanze SA, Wanze, Belgien, mit einer Bioethanol-Produktionskapazität von bis zu 300.000 Kubikmetern pro Jahr.
  • Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage, Frankreich, mit einer Bioethanol-Produktionskapazität von über 100.000 Kubikmetern Bioethanol für Kraftstoffanwendungen und bis zu 90.000 Kubikmetern Neutralalkohol pro Jahr für traditionelle und technische Anwendungen.
  • Ensus Ltd., Yarm: Im Juli 2013 der Carlyle Group abgekauft. Im Gegenzug wurde Carlyle durch eine Kapitalerhöhung Aktionär von CropEnergies. CropEnergies verschaffte sich damit Zugang zum britischen Markt und erhöhte seine bisherige Bioethanolproduktion um 50 Prozent auf über 1,3 Millionen Kubikmeter.

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2018/19 (1. März 2018 bis 28. Februar 2019) erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 779 Millionen Euro (Vorjahr: 882 Millionen Euro). Es wurden über 967.000 Kubikmeter (Vorjahr 1,1 Mio. Kubikmeter) erneuerbares Ethanol und 574.000 Tonnen (Vorjahr 662.000 Tonnen) Lebens- und Futtermittel hergestellt. Das EBITDA fiel auf 72,1 Millionen Euro, der Jahresüberschuss sank auf 21,3 Millionen Euro.[5]

Aktie und Anteilseigner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 29. September 2006 ist das Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard notiert und seit 4. Juni 2007 mit Unterbrechungen im ÖkoDAX. Bei Aufnahme in den ÖkoDAX im Jahre 2007 kostete eine Aktie 7,59 Euro. Auf der Hauptversammlung am 15. Juli 2010 wurde die erste Dividende in der Geschichte des Unternehmens von 0,05 Euro je Aktie beschlossen.[6] Nach einem starken Werteverlust 2014 bis unter die 3 Euro Grenze erholte sich die CropEnergies Aktie wieder und stieg im ersten Halbjahr 2017 sogar bis auf über 10 Euro.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgeteilt in rund 87 Millionen Inhaberaktien.[7] Die Aktien befinden sich mehrheitlich im Festbesitz durch die Südzucker AG mit 69,19 % und die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mit einem Anteil von 5,17 %.[7] Die übrigen rund 25,64 % gelten als Streubesitz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorstand > Unternehmen > CropEnergies AG. Abgerufen am 3. Oktober 2019.
  2. a b Geschäftsbericht 2018/19, abgerufen am 2. Oktober 2019.
  3. Die Einkünfte von Abgeordneten aus Unternehmensposten. (PDF; 66 KB) In: abgeordnetenwatch.de. 2. August 2017, S. 2, abgerufen am 6. August 2017.
  4. Daten und Fakten zu Braun- und Steinkohlen. (PDF; 6,8 MB) Umweltbundesamt, Dezember 2017, S. 60, abgerufen am 11. August 2019.
  5. Konzernzahlen > Investor Relations > CropEnergies AG. Abgerufen am 3. Oktober 2019.
  6. CropEnergies Hauptversammlung beschließt erstmals Dividende dpa-AFX abgerufen am 16. Juli 2010.
  7. a b Stammdaten > Die Aktie > Investor Relations > CropEnergies AG. Abgerufen am 2. Oktober 2019.

Koordinaten: 49° 28′ 58,1″ N, 8° 29′ 6,1″ O