Dürrwangen (Balingen)

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Dürrwangen
Stadt Balingen
Koordinaten: 48° 14′ 25″ N, 8° 53′ 17″ O
Höhe: 575 m
Einwohner: 1541 (31. Dez. 2021)
Eingemeindung: 1937
Eingemeindet nach: Frommern
Postleitzahl: 72336
Vorwahl: 07433
Dürrwangen (2019)

Dürrwangen ist ein Stadtteil von Balingen im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Er liegt am Fuße der Schwäbischen Alb.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürrwangen liegt rund fünf Kilometer südöstlich von Balingen. Die Orte Frommern, Weilstetten, Balingen, Stockenhausen und Heselwangen liegen in unmittelbarer Nähe.

Südlich fließt die Eyach an Dürrwangen vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürrwangen wurde 1064 als Durniwach erstmals erwähnt. Dürrwangen gehörte ursprünglich zur Scherragrafschaft. Ab 1306 sind Herren von Dürrwangen genannt.

Die Grundherrschaft war schon früh geteilt und kam an die Grafen von Zollern und Herren von Bubenhofen.Ein Maierhof wird 1347 zusammen mit Meßstetten und Tieringen von den Tierbergern erworben.[1][2] Walter von Ramsberg kaufte 1327 den Tierbergern einen Hof in Dürrwangen ab.[3] Die Rechtsnachfolger derer von Bubenhofen waren die Herren von Stotzingen. Diese verkauften 1533 ihren Teil an Württemberg, dem der zollerische Teil Dürrwangens bereits seit 1403 gehörte. Dürrwangen unterstand dem Amt Balingen, welches 1758 zum Oberamt Balingen erhoben und ab 1806 in erweitertem Umfang Bestandteil des Königreichs Württemberg wurde.

Dürrwangen kam 1934 zum Kreis und 1938 mit Frommern zum Landkreis Balingen, der bei der Kreisreform 1973 Bestandteil des neu gebildeten Zollernalbkreises wurde.

1937 wurde Dürrwangen nach Frommern eingemeindet und wird seither von Frommern mit verwaltet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirchengemeinde Dürrwangen, Teilgemeinde der Evangelische Kirchengemeinde unter dem Böllat (Zusammenschluss mit Frommern, Stockenhausen, Zillhausen und Streichen), Petruskirche[4]

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Reuß (2017)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Dürrwangen

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petrus-Kirche

Die evangelische Kirche Dürrwangen wurde 1912 bis 1914 erbaut, nachdem die Vorgängerkirche nach einem Erdbeben abgebrochen werden musste.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Haus der Volkskunst gibt es eine historische Werkstatt mit Museum mit einer Sammlung von Hirtenhörner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Dürrwangen zeigt unter goldenem Schildhaupt, eine liegende schwarze Hirschstange, in Grün auf blauem Grund, zwei Tannen auf einem Hügel.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volkstanzgruppe Frommern
  • Schwäbischer Albverein
  • Obst- und Gartenbauverein Frommern-Dürrwangen
  • Modellbahntreff Zollernalb

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 463 Balingen–Sigmaringen führt an Dürrwangen vorbei. Dürrwangen ist über eine Ausfahrt angeschlossen. Die Landesstraße 442 führt via Stockenhausen, Zillhausen direkt nach Albstadt-Pfeffingen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottlieb Rau (1816–1854), 1848er Revolutionär, Fabrikant
  • Otto Mörike (1897–1978), Pfarrer und Gegner des Nationalsozialismus

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dürrwangen. In: Julius Hartmann, Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Balingen (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 60). W. Kohlhammer, Stuttgart 1880, S. 314–321 (Volltext [Wikisource]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dürrwangen (Balingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hirtenhörnersammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bestand A 602 Nr 6595 = WR 6595: Württembergische Regesten, Weltl. und geistliche Ämter, Balingen G. V.
  2. Oberbadischen Geschlechterbuch S222
  3. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen - Findbuch Dep. 38 T 1: Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden - Strukturansicht. In: .landesarchiv-bw.de. Abgerufen am 6. Juni 2020.
  4. Evangelische Kirchengemeinde Unter dem Böllat. Abgerufen am 20. Juni 2021 (deutsch).