Diamond DA20

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Diamond DA20
DA20-100 Katana
Typ: Leichtflugzeug
Entwurfsland:

OsterreichÖsterreich Österreich

Hersteller:

Diamond Aircraft

Erstflug:

1991

Die DA20 Katana / DV20 Katana ist ein zweisitziges Leichtflugzeug des österreichischen Herstellers Diamond Aircraft. Es wird sowohl in Österreich als auch in Kanada hergestellt.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Flugzeug ist eine Weiterentwicklung des Reisemotorseglers HK36 und besitzt daher sehr gute aerodynamische Eigenschaften. Dabei unterscheidet es sich vor allem durch die kürzere Spannweite von 10,9 Metern und die fehlenden Bremsklappen von dem Motorsegler mit einer Spannweite von 16,3 Metern.

Technisch nicht entscheidend ist die Unterscheidung zwischen den Ausführungen DA20 und DV20. Aufbauend auf der seit 1993 in Wiener Neustadt gebauten, erfolgreichen DV20 Katana entwickelte, zertifizierte und produzierte Diamond Aircraft Kanada 1994 ein leichtes, zweisitziges Verbundflugzeug: die DA20 Katana. Das Flugzeug ist hauptsächlich aus faserverstärktem Kunststoff gebaut und für seine Wirtschaftlichkeit bekannt. Daher wird es als Schulflugzeug für private und kommerzielle Piloten eingesetzt. In Deutschland weit verbreitet ist die DA20-A1 (DV20-A1) mit einem Rotax-Motor, der sowohl mit MoGas als auch mit AvGas betrieben werden kann. Die in Deutschland weniger verbreitete DA20-C1 mit einem Motor von Teledyne Continental benötigt dagegen zwingend AVGAS / 100LL. Diese Version ist vor allem in Nordamerika verbreitet.

Große Schwester der Katana ist das viersitzige Motorflugzeug DA40, welches alternativ mit Benzin- oder Dieselmotor ausgerüstet werden kann.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 20. Juli 2008 stürzte eine DV20 Katana kurz nach dem Start vom Flugplatz Schwenningen aus circa fünfzehn Metern Höhe in Messerfluglage mit der rechten Tragfläche voran ab. Der 47-jährige Pilot wurde bei dem Aufprall getötet und die Maschine zerstört.[1]
  • Am 30. Juni 2015 kollidierte eine DA-20-A1 Katana kurz nach dem Start vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach mit der Oberleitung der am Ende der Startbahn gelegenen Bahnstrecke und stürzte daraufhin auf einen vorbeifahrenden Güterzug. Dabei wurde ein Kabelstrang der Oberleitung auf einer Länge von rund 150 Metern abgerissen. Der 64-jährige Pilot wurde bei dem Unfall schwer, seine Passagierin tödlich verletzt.[2]
  • Am 2. Februar 2017 wurden die zwei Insassen einer DA-20 Katana bei einem Absturz in der Nähe von Melle tödlich verletzt.[3]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße DV20 DA20-A1 DA20-C1 DV20 E
Länge 7,16 m 7,17 m 7,15 m
Spannweite 10,78 m 10,84 m 10,87 m
Höhe 2,10 m 2,19 m 2,10 m
Flügelfläche 11,6 m²
Flügelstreckung 10,0 10,1 10,2
Motor ein Rotax 912A3 oder S3 ein Rotax 912A3, F3 oder S3 ein Continental O-240-B (Einspritzer) ein Rotax 912 iSc3 Sport (Einspritzer)
Leistung 58 kW oder 69 kW 93 kW 73,5 kW
Tankinhalt 77 l 76 l 76 bis 91 l (tankabhängig) 93 l
Reisegeschwindigkeit 116 kt (215 km/h) 118 kt (219 km/h) 121 kt (224 km/h)
Höchstgeschwindigkeit 157 kt (291 km/h) 164 kt (304 km/h)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Diamond DA20 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Untersuchungsbericht BFU 3X076-08. (pdf) Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, abgerufen am 22. März 2020.
  2. Untersuchungsbericht BFU15-0789-3X. (pdf) Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, 12. Dezember 2016, abgerufen am 22. März 2020.
  3. Bulletin – Unfälle und Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge. (pdf) Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, Februar 2017, S. 7, abgerufen am 22. März 2020.