Danckelmannstraße

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Danckelmannstraße
Wappen
Straße in Berlin
Danckelmannstraße
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Charlottenburg
Angelegt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Anschluss­straßen Gardes-du-Corps-Straße,
Kaiserdamm
Querstraßen Knobelsdorffstraße,
Seelingstraße,
Christstraße,
Horstweg
Plätze Klausenerplatz
Bauwerke siehe Bebauung
Nutzung
Nutzergruppen Straßenverkehr
Technische Daten
Straßenlänge 1000 m[1]

Die Danckelmannstraße ist eine Straße im Berliner Ortsteil Charlottenburg. Sie beginnt an der Gardes-du-Corps-Straße und verläuft in südlicher Richtung bis zum Kaiserdamm. Auf einem Bebauungsplan der Umgebung Berlins aus dem Jahr 1862 (Hobrecht-Plan) ist die Straße schon eingezeichnet, jedoch fehlt jegliche Bebauung.[2]

Folgende Straßen kreuzen: Knobelsdorffstraße, Seelingstraße, Christstraße und Horstweg. Zwischen Horstweg und Gardes-du-Corps-Straße ist die Straße verkehrsberuhigt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zuvor noch unbenannte Straße wurde am 14. April 1885 nach dem Politiker Eberhard von Danckelman (1643–1722, korrekte Schreibweise mit nur einem „n“ am Ende) benannt, der auch Hauslehrer des ersten preußischen Königs, Friedrich I., war.

Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude der ehemaligen Kaiser-Brauerei
Höhere Mädchenschule III (Oberstufenzentrum für Recht)

Wie aus einem Bebauungsplan von 1930 hervorgeht,[3] wurden die angrenzenden Flächen der Danckelmannstraße größtenteils zwischen 1862 und 1889 bebaut.

Einige prägnante jüngere, größtenteils unter Denkmalschutz stehende Bauten sind:

Außerdem stehen unter Denkmalschutz die Gebäude Danckelmannstraße 13–20, 40–42 und 48–51 als Ensemble[11] sowie die Einzeldenkmale Danckelmannstraße 1, 10 und 21.

Ziegenhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziegenhof

In der Mitte der Straße auf der westlichen Seite findet man unter der Hausnummer 16 den Eingang zum Charlottenburger Ziegenhof. Es handelt sich hier um eine Grünanlage mit Kinderspielplatz und einem Gehege für Ziegen sowie einer Bienenzucht, die im Zuge der behutsamen Stadtsanierung des Architekten Hardt-Waltherr Hämer im entkernten Wohnblock 128 eingerichtet wurden. Ende der 1970er Jahre gab es hier eine aktive Hausbesetzerszene, die dieses Projekt tatkräftig unterstützte und damit die geplante vollständige Entkernung verhinderte.[12] Ziegenhof und Freifläche werden von der Blockinitiative 128 e. V. und anderen interessierten Mitbürgern betreut.[13] Die Bepflanzung der großen Fläche ist vielfältig.

Die Anwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Danckelmannstraße ist eine Straße des Klausenerplatz-Kiezes. Diese Ortslage, die von dem in der Nähe gelegenen Sophie-Charlotten-Straße wohnenden Heinrich Zille oft in seinen Zeichnungen als „Berliner Milljöh“ dargestellt wurde, wohnten überwiegend Handwerker, kleine Angestellte und Arbeiter. Auch das Ledigenheim deutet auf die desolate Wohnsituation der Arbeiter in dieser Gegend hin (s. o.). 1999 wurde ein Bürgerbündnis zur Verbesserung des Wohnumfeldes und zur Information gegründet. Seit Ende der 2000er Jahre ist der Kiez stark von Gentrifizierung betroffen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Danckelmannstraße (Berlin-Charlottenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Brock (Hrsg.): Berliner Straßen neu entdeckt. 33 Streifzüge durch die Hauptstadt. Jaron Verlag Berlin, 2003, ISBN 3-89773-114-2; Seiten 45–50: Danckelmannstraße. Das Milljöh
  2. Bebauungsplan der Umgebung Berlins, Abteilung V, Charlottenburg; genehmigt durch Allerhöchste Cabinets Ordres 26. Juli 1862
  3. Die Bebauung Charlottenburgs, Anlage 9
  4. Höhere Mädchenschule III in der Berliner Landesdenkmalliste
  5. Ehemalige Engelhardt Brauerei im Bezirkslexikon auf berlin.de
  6. Der Kiezer Weblog vom Klausenerplatz
  7. Wohnheim Danckelmannstraße 46 & 47 in der Berliner Landesdenkmalliste
  8. Ehemaliges Ledigenheim im Bezirkslexikon berlin.de, abgerufen am 3. Januar 2012.
  9. Wohnheim Nr. 46/47
  10. Wohnanlage Charlottenburg IIa und b in der Berliner Landesdenkmalliste
  11. Denkmalbereich in der Berliner Landesdenkmalliste
  12. Ziegenhof (Kinderbauernhof) im Bezirkslexikon auf berlin.de, abgerufen 15. Dezember 2011
  13. Blockinitiative 128 e. V. im Bezirkslexikon auf berlin.de, abgerufen 12. Februar 2012

Koordinaten: 52° 30′ 54″ N, 13° 17′ 26,9″ O