Daniel Magnus Gronau

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Daniel Magnus Gronau (* um 1685 vermutlich in Insterburg; † 2. Februar 1747 in Danzig) war ein deutscher Kirchenmusiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gronaus Herkunft und Ausbildung liegen im Dunklen. Ab 1717 ist er als Organist in Danzig nachgewiesen. Hier war er 1717 bis 1719 an der kleinen Orgel in der St.-Annen-Kapelle, 1719 bis 1724 an der kleinen Orgel der Katharinenkirche, 1724 bis 1730 an der Chororgel der Marienkirche und von 1730 bis zu seinem Tod an der großen Orgel der Johanniskirche tätig.

Gronau komponierte Lieder, Präludien und mehr als 500 Fugen im Stil der norddeutschen Orgelschule. Seine Choralvariationen sind wegen ihrer umfangreichen Registrieranweisungen eine wichtige Quelle zum Orgelspiel des 18. Jahrhunderts. Das Manuskript, zwei Bände mit Choralvariationen über etwa 100 Choräle, galt seit 1945 als verschollen, bis 2012 ein 1981 angefertigter Mikrofilm in der Newberry Library entdeckt wurde, der erstmals eine Gesamtausgabe ermöglichte.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Choralvariationen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gronau, Daniel Magnus. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 4, de Gruyter/Saur, Berlin 2006, ISBN 978-3-11094654-3, S. 168.
  • Martin Rost, Krzysztof Urbaniak: Die Registriervorschriften von Daniel Magnus Gronau’s Choralvariationen für Orgel : eine Quelle zur Interpretation der norddeutschen Orgelmusik des 18. Jahrhunderts. Baltisches Orgel Centrum Stralsund, Kraków/Unum/Stralsund 2013, ISBN 978-83-7643-098-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zur Edition auf der Website des Ortus-Musikverlages