Das Ende der Welt

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Das Ende der Welt bezeichnet die in älteren Kulturen herrschende geografische Vorstellung, dass die Welt, in der sie lebten, an einem Punkt oder entlang eines Randes abrupt endet.

Geografie und Weltenende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Vorstellung ist typisch für Völker, die sich der kugelförmigen und somit quasi „endlosen“ Gestalt der Erde nicht bewusst waren. Sie hat aber noch in der Zeit der Entdeckungen viele Kapitäne veranlasst, vor der Umrundung Afrikas umzukehren. Die Vorstellung einer Erdscheibe war unter den Wissenschaftern seit etwa 500 v. Chr. überwunden, unter weniger Gebildeten aber bis etwa 1500 weit verbreitet.

Umgangssprachlich bezeichnet man mit dem Ende der Welt heute einen besonders abgelegenen Ort („Das ist hier wirklich das Ende der Welt!“).

Zeitlich wird mit dem Begriff der Weltuntergang assoziiert.

Verwendung in alten Kulturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute verwendete Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das End der Welt bei Engelberg
Hinweistafel am „Weltende“ bei Alhausen, Westerwald, Deutschland

Andere Kontinente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • An der Südküste Feuerlands, in der Nähe der Stadt Ushuaia befindet sich das Ende der argentinischen Bundesstraße 3, das als Fin del mundo, Ende der Welt, bezeichnet wird. Hier befindet sich auch der südlichste Endpunkt der Panamericana.
  • Aus heutiger und vor allem deutscher Sicht wird häufig Neuseeland als das Land am anderen Ende der Welt bezeichnet. Geografisch gesehen und mit einer Reisezeit von rund 30 Stunden liegt das Land von Europa aus am weitesten entfernt.[5][6]
  • In China wird ein Strand an der Südküste Hainans als Ende der Welt bezeichnet. Der Name rührt daher, dass vor 1000 Jahren in Ungnade gefallene Staatsdiener dorthin verbannt wurden.[7]
  • Das Kap der Guten Hoffnung bzw. Kapstadt in Südafrika werden als „das Ende der Welt“ bezeichnet.

Literarische Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Ende der Welt. Transitorisches Museum zu Pfyn, archiviert vom Original am 24. April 2013; abgerufen am 5. April 2018 (englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar).
  2. Die Eroberung des Unbekannten, Der Standard, 21. Februar 2010
  3. Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1191 Engelberg
  4. Schlossgarten Schwetzingen – Das Ende der Welt bei der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V., abgerufen am 29. August 2011
  5. Rüdiger Barth: Das schönste Ende der Welt. In: Stern. Gruner & Jahr, 8. März 2008, abgerufen am 12. März 2019.
  6. Neuseeland – Geschichten vom Ende der Welt. In: Die Welt. 10. Oktober 2012, abgerufen am 9. Juli 2013.
  7. Sönke Krüger: Hainan – Wo China ein bisschen auf Hawaii macht, Die Welt online, 28. April 2009, abgerufen am 29. August 2011