Das Gesetz der Macht

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Filmdaten
Deutscher TitelDas Gesetz der Macht
OriginaltitelClass Action
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1991
Länge109 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieMichael Apted
DrehbuchChristopher Ames,
Samantha Shad,
Carolyn Shelby
ProduktionRobert W. Cort,
Ted Field,
Scott Kroopf
MusikJames Horner
KameraConrad L. Hall
SchnittIan Crafford
Besetzung

Das Gesetz der Macht (Class Action) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Michael Apted aus dem Jahr 1991.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedediah Tucker Ward und seine Tochter Maggie Ward sind beide Anwälte. Jedediah vertritt häufig einfache Bürger in Prozessen gegen große Konzerne während Maggie – die die Wut auf ihren Vater antreibt – für die Unternehmen tätig ist.

Jedediah reicht eine Sammelklage gegen den Autohersteller Argo ein, dessen Produkte gefährliche Konstruktionsfehler aufweisen sollen. Maggie vertritt das Unternehmen und tritt vor Gericht gegen ihren Vater auf. Im Laufe der Handlung verstirbt Estelle Ward, Ehefrau und Mutter der Hauptfiguren, im Gerichtsgebäude. Maggie wirft ihrem Vater nach der Beerdigung vor, ihre Mutter mehrmals betrogen zu haben.

Maggie erfährt, dass der pensionierte Mitarbeiter von Argo Alexander Pavel einst vor der gefährlichen Konstruktion der elektrischen Anlage der Fahrzeuge warnte. Aus Kostengründen wurde die Anlage erst später verändert. Einer der Kollegen von Maggie beriet damals das Unternehmen und gab den Ratschlag, das Risiko der möglichen Klagen hinzunehmen. Derselbe Kollege zerstört die einzige Kopie des Berichts, was bei Maggie ethische Bedenken hervorruft, während sein Vorgesetzter zum Schutz der Anwaltsfirma es billigt.

Jedediah ruft Pavel als seinen Zeugen auf, der von Maggie vor Gericht als unzuverlässig dargestellt wird, da er sich nicht mal an seine eigene Telefonnummer, Geburtsdatum sowie Postleitzahl erinnern kann, was Maggie darauf schließen lässt, er könne sich nicht mehr genau an sein ehemaliges Projekt erinnern. Danach sagt der Kollege von Maggie aus der Kanzlei unter Eid aus, der besagte Bericht habe niemals existiert. Jedediah ruft daraufhin den Chefbuchhalter des Unternehmens auf, den ihm Maggie als möglichen Zeugen nennt. Der Mann bestätigt, dass der Bericht einst existierte, was auch das Ende dieses Kollegen als Anwalt bedeutet, weil er unter Eid gelogen hat.

Am Ende gewinnt Jedediah 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz für die Betroffenen und Maggie, geschützt durch die Drohung ihres Vaters strafrechtlich gegen die Firma vorzugehen, falls sie ihr deswegen etwas antun wollen, versöhnt sich wieder mit ihrem Vater.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Brown schrieb in der Washington Post vom 15. März 1991, das Drehbuch sei „klüger als durchschnittlich“ und baue die Spannung „fachmännisch“ auf. Gene Hackman sei in der „Top-Form“.[1]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 15. März 1991, die meisten Trailer würden mehr versprechen als der Film biete. Dieser Fall sei eine Ausnahme – sein Trailer deute eine formelhafte Handlung mit Klischees an während der Film „überraschende Intelligenz“ und „Empathie“ zeige. Beide Hauptcharaktere seien in Recht, beide hätten Schwächen – der Film zeige deren Weg des Vergebens und des Sich-Änderns. Gene Hackman sei im Film „wundervoll“, aber Mary Elizabeth Mastrantonio sei der wahre Mittelpunkt des Geschehens. Ebert lobte außerdem die Nebendarsteller Joanna Merlin, Donald Moffat, Jan Rubes und Colin Friels.[2]

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der Film sei ein „oberflächliches Drama“, dem „gute Hauptdarsteller“ Profil verleihen würden. Die Darstellung von Laurence Fishburne in einer Nebenrolle wurde als „glänzend“ gelobt.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Apted wurde im Jahr 1991 für den Goldenen St. Georg des Internationalen Filmfestivals Moskau nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in San Francisco, in Oakland (Kalifornien) und im Tech Mart Building in Santa Clara (Kalifornien) gedreht.[4] Er spielte in den Kinos der USA ca. 24,3 Millionen US-Dollar ein.[5]

Eine dem Filmplot vergleichbare Kostenabwägung hatte Ford für sein Modell Pinto, dessen Tank im Heck gegen Auffahrunfälle nahezu ungeschützt war, vorgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik von Joe Brown, abgerufen am 20. Juli 2007
  2. Kritik von Roger Ebert, abgerufen am 20. Juli 2007
  3. www.cinema.de, abgerufen am 20. Juli 2007
  4. Filming locations für Class Action, abgerufen am 20. Juli 2007
  5. Box office / business für Class Action, abgerufen am 20. Juli 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]