Das Kindermädchen (1990)

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Kindermädchen
Originaltitel The Guardian
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 93 (gekürzt 87) Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (gekürzt 16)
Stab
Regie William Friedkin
Drehbuch Stephen Volk
Dan Greenburg
William Friedkin
Produktion David Salven
Joe Wizan
Musik Jack Hues
Kamera John A. Alonzo
Schnitt Seth Flaum
Besetzung

Das Kindermädchen (The Guardian) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von William Friedkin aus dem Jahr 1990. Er ist eine Verfilmung des Psychothrillers Satans Frau (The Nanny) von Dan Greenburg.

Handlung[Bearbeiten]

Die Eheleute Kate und Phil ziehen von Chicago nach Los Angeles, wo Phil einen guten Job in der Werbebranche bekommt. Für die Betreuung ihres neugeborenen Sohnes stellen sie die sympathische Camilla als Kindermädchen ein. Allerdings hat Camilla keine guten Absichten, denn sie will das Kind während eines druidischen Rituals ihrem Baumgott opfern. An Camillas freien Abend folgt ihr Nachbar Ned Runcie unbemerkt in den Wald und beobachtet, wie Camilla nackt einen Baum anbetet. Er wird entdeckt und von Kojoten verfolgt, vor denen er in sein Haus flieht. Nachdem Runcie die Polizei benachrichtigt hat, hinterlässt er seinen Nachbarn Kate und Phil eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, um sie vor Camilla zu warnen. Anschließend flüchtet Ned bewaffnet in den Keller, wo er von mehreren Kojoten getötet wird.

Am nächsten Tag hört Phil den Anrufbeantworter ab, auf dem zwei Nachrichten hinterlassen wurden. Die erste Nachricht stammt von Molly Sheridan, deren Tochter Lea (zu Beginn des Films) von Camilla entführt wurde. Die zweite Nachricht von Ned kann Phil nur teilweise abhören, da ihn Camilla unterbricht. Bei einem Treffen mit Molly Sheridan berichtet sie Phil von der Entführung ihrer Tochter. Zudem fand sie heraus, dass die Kinder mehrerer Kunden der "Guardian Angel"-Agentur verschwunden sind. Die Personenbeschreibung des Kindermädchens, die sie sich während der Telefonate mit den Familien geben ließ, stimmt exakt mit Camilla überein. Phil muss feststellen, dass in seinem Haus dasselbe Kindermädchen sein Unwesen treibt. Er fährt unverzüglich nach Haus zurück und konfrontiert Camilla mit den Anschuldigungen. Ebenfalls spielt er ihr die zweite Nachricht des Anrufbeantworters vor.

Nachdem Camilla von den Eltern des Hauses verwiesen wurde, erkrankt das Kind sehr stark. Die Untersuchung im Krankenhaus ergibt, dass das Kind womöglich nicht mehr lange leben wird. Am Krankenbett des Kindes taucht plötzlich Camilla auf, die das Kind mitnehmen will, dabei jedoch von Phil gestoppt werden kann. Kate und Phil flüchten mit dem Kind aus dem Krankenhaus und suchen Schutz in ihrem Haus. Jedoch warten dort bereits mehrere Kojoten, die Phil mit dem Kind in den Wald treiben. Kate, ebenfalls von den Tieren attackiert, fährt ihnen mit dem Jeep in den Wald nach. Bevor Camilla das Kind aus Phils Armen entreißen kann, wird sie vom Jeep gerammt, zwischen die Bäume geschleudert und getötet.

Auf dem Polizeirevier schenkt man Kate und Phil keinen Glauben, da die Polizeibeamten im Wald keine Leiche gefunden haben, und somit kein Verbrechen vorliegt. Daher beschließt Phil, auf eigene Faust dem Spuk ein Ende zu bereiten. Bewaffnet mit einer Motorsäge sucht er im Wald den Baum auf, dem Camilla über Jahre hinweg Kindsopfer dargebracht hat. Mit Hilfe der Kettensäge beginnt Phil, den Baum zu zersägen, der sich jedoch erbittert wehrt. Während des Kampfes ertönen die Schreie der geopferten Kinder, deren Gesichter mit dem Baum verschmolzen sind. Schließlich gelingt es Phil, den Baum zu vernichten. Währenddessen wird seine Familie, die zuhause auf ihn wartet, von Camilla angegriffen. Durch die Zersägung des Baumes zerfällt Camilla zeitgleich in ihre Einzelteile und wird dadurch ebenfalls vernichtet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in Valencia (Kalifornien) gedreht.[1] Er spielte in den Kinos der USA ca. 17,0 Millionen US-Dollar ein.[2]

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 27. April 1990, der Film wiederhole zahlreiche Klischees der Horrorfilme wie im Wind flatternde Vorhänge, seltsame Musik und andere. Ebert vermutete, der jahrelang gegen das System kämpfende William Friedkin habe einen kommerziellen Film drehen wollen. Der Kritiker lobte lediglich die Spezialeffekte und die Kameraarbeit.[3]

Richard Harrington schrieb in der Washington Post vom 30. April 1990, der Film sei „überraschend absurd“. Die Handlung sei „einfach albern“.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film als Bester Horrorfilm, Jenny Seagrove und Jack Hues für die Filmmusik wurden im Jahr 1991 für den Saturn Award nominiert.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filming locations für The Guardian, abgerufen am 17. Juli 2007
  2. Box office / business für The Guardian, abgerufen am 17. Juli 2007
  3. Kritik von Roger Ebert, abgerufen am 17. Juli 2007
  4. Kritik von Richard Harrington, abgerufen am 17. Juli 2007