Das ganze Stadion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Das ganze Stadion
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 63 Minuten
Stab
Regie Felix Grimm
Drehbuch Felix Grimm
Ascan Breuer
Sven Langner
Produktion Josef Wutz
Kunsthochschule für Medien Köln
Musik div.
Kamera Julia Berg, Laura von Bierbrauer, Markus Fiedler, Oliver Gemballa, Felix Grimm, Kai Hager, Jessy Herden, Christian Hornung, Tim Kaiser, Carsten Knoop, Karsten Krause, Bernd Schoch, Ole Wendel, Benjamin Werth, Marc Witkowski
Schnitt Sönke Saalfeld

Das ganze Stadion ist ein Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Felix Grimm aus dem Jahr 2011. Der Film zeigt im Zusammenschnitt ein fiktives Fußballspiel des FC St. Pauli auf Grundlage von zwei dokumentierten Heimspielen. Die Premiere war am 4. Oktober 2011 im Rahmen des Filmfest Hamburg. Der Film erschien bei Aries Images in zwei Auflagen auf DVD.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballfilm zeigt die Fans des FC St. Pauli bei einem Heimspiel in der 2. Fußball-Bundesliga während der Aufstiegssaison 2009/10 im Millerntor-Stadion. Es gibt hauptsächlich Aufnahmen während des Spiels gegen die TuS Koblenz vom 32. Spieltag (Endergebnis 6:1) und während des Abendspiels gegen den FC Augsburg (30. Spieltag, Endergebnis 3:0).

Während des Films werden keine Spielszenen oder Tore gezeigt, der Spielverlauf erschließt sich ausschließlich aus den Kommentaren und Reaktionen der Fans. Ergänzt werden die Aufnahmen mit Bildern vor und aus dem Stadion sowie der Leitzentrale der Polizei. Neben den Live-Mitschnitten während des Spiels ist der Film noch unterlegt mit Kommentaren aus dem aktiven Umfeld des Vereins sowie dem Blindenradio der Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM).

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt kamen bis zu 12 Kameras und Aufnahmegeräte zum Einsatz. Aus den insgesamt 80 Stunden Filmmaterial wurde der Film auf 63 min geschnitten. Die Produktion wurde gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW, Produzenten sind Aries Images, Hamburg, und die Kunsthochschule für Medien Köln.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Kamera hüpft mit den Ultras in der Südkurve, hängt mal am Megaphon vorm Anpeitscher am Zaun, verfolgt den Biertransport beschürzter Kellner in die VIP-Separees oder schwebt hoch oben über den Köpfen der Fahnenschwenker hin und her. Ein gut gemachter Dokumentarfilm aus der Kunsthochschule in Köln über diejenigen, die für die Atmosphäre im Stadion verantwortlich sind und den Fußball wirklich ausmachen. Für Menschen, die noch nie im Stadion waren, ist das laut und ungewohnt, für echte Fußballfans fast wie auf der Gegengeraden.“

Zitty[1]

„Nicht nur die Bilder bleiben haften – auch die eigenwillige Machart des Films. Felix Grimm verzichtet darauf, die Fanvertreter, die er interviewt hat, ins Bild zu setzen. Folglich steht das Geschehen auf den Rängen und nur indirekt das auf dem Rasen im Mittelpunkt der 60 Minuten. Ein Film über Fans und kritische Fankultur, den so wohl kein Verein zu bieten hat.“

Knut Henkel: Die Tageszeitung[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das ganze Stadion. In: Zitty. Nr. 03, 2012, ISSN 0179-9606.
  2. Knut Henkel: local shortcuts. In: Die Tageszeitung. 29. September 2011, abgerufen am 6. November 2015.