Daydream Nation

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Daydream Nation
Studioalbum von Sonic Youth
Veröffentlichung 18. Oktober 1988
Aufnahme JuliAugust 1988
Label Enigma Records
Format LP, MC, CD
Genre Indie-Rock, Alternative Rock, Noise-Rock, Post-Punk
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 70:47

Besetzung

Produktion Nick Sansano, Sonic Youth
Studio Greene St. Recording, New York City
Chronologie
Sister
(1987)
Daydream Nation Goo
(1990)

Daydream Nation ist das fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Sonic Youth und wurde im Oktober 1988 veröffentlicht. Daydream Nation war das letzte Album der Band, das vor ihrem Deal mit Geffen bei einem Independent-Label (Enigma Records) veröffentlicht wurde. Das Coverartwork stammt vom deutschen Künstler Gerhard Richter (Frontcover: „Kerze“, 1983; Backcover: „Kerze“, 1982). Aufgenommen wurde das Album in der Greene Street in New York, der Produzent war Nick Sansano. Zwei der Albumstücke, Teen Age Riot und Silver Rocket, wurden als Single veröffentlicht. Beide zählen zu den bekanntesten Stücken von Sonic Youth.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album entstand in Studio A der New Yorker Greene Street Studios. Der Produzent Nick Sansano hatte bis dahin nur Hip-Hop-Künstler produziert, dennoch war die Band von seinen Arbeiten beeindruckt. Die Aufnahmen starteten Mitte Juli 1988 und endeten am 18. August desselben Jahres. Die Band hatte nie zuvor so viel für ihre Aufnahmen gezahlt – die Gesamtkosten betrugen etwa 30.000 Dollar.

Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Band[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Seite des 70:52 Minuten langen Doppelalbums wurde mit einem Symbol einem Bandmitglied zugeordnet:

  • Lee Ranaldo: Unendlichkeit ∞
  • Kim Gordon: Venussymbol
  • Thurston Moore: Omega Ω
  • Steve Shelley: Schlagzeugerteufel

Studio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Songs wurden von Thurston Moore, Kim Gordon, Lee Ranaldo und Steve Shelley komponiert, wobei die Songtexte aus der Feder der einzelnen Bandmitglieder stammen.

Seite 1

  1. Teen Age Riot – 6:57
  2. Silver Rocket – 3:47
  3. The Sprawl – 7:42

Seite 2

  1. ‘Cross the Breeze – 7:00
  2. Eric’s Trip – 3:48
  3. Total Trash – 7:33

Seite 3

  1. Hey Joni – 4:23
  2. Providence – 2:41
  3. Candle – 4:58
  4. Rain King – 4:39

Seite 4

  1. Kissability – 3:08
  2. Trilogy – 14:06
    • The Wonder – 4:15
    • Hyperstation – 7:13
    • Eliminator Jr. – 2:37

Bonus-Tracks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2007 erschienene Deluxe-Edition des Albums enthält zwei CDs, auf denen zusätzlich zu oben genannten Stücken Liveaufnahmen sowie fünf Bonus-Tracks zu finden sind, von denen vier Titel nicht auf dem Album enthalten sind. Diese Songs sind Coverversionen von Within You Without You von den Beatles, Touch Me I’m Sick von Mudhoney, Computer Age von Neil Young und Electricity von Captain Beefheart.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Rolling Stone (1989) [1]
Rolling Stone (2007) [2]
Allmusic [3]
Pitchfork Media [4]
The Guardian [5]
NME [6]
Musikexpress [7]
Laut.de [8]

Daydream Nation gilt wegen seines großen Einflusses auf das Alternative-Rock-Genre als eines der wegbereitenden Alben der 1980er Jahre. Das Album wurde von der Presse einheitlich gelobt und erreichte unter anderem bei Allmusic, Rolling Stone, Blender und Pitchfork Media die dortige Höchstwertung. Außerdem findet es sich in den Favoritenlisten zahlreicher Musikmagazine und Websites, so steht es bei Pitchfork Media auf Platz 1 der 100 besten Alben der 1980er, beim Rolling Stone auf Platz 329 der 500 besten Alben aller Zeiten sowie auf Platz 45 der 100 besten Alben des Jahrzehnts. Der New Musical Express führt Daydream Nation auf Platz 41 der 500 besten Alben aller Zeiten.[9] Die deutsche Zeitschrift Musikexpress wählte das Album auf Platz 9 der 50 besten Alben der 1980er.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Review von Robert Palmer auf RollingStone.com (abgerufen am 18. Juli 2015)
  2. Review von Robert Christgau auf RobertChristgau.com (abgerufen am 18. Juli 2015)
  3. Review von Mark Deming (Memento des Originals vom 13. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allmusic.com auf Allmusic.com (abgerufen am 18. Juli 2015)
  4. Review von Nitsuh Abebe auf Pitchfork.com (abgerufen am 18. Juli 2015)
  5. Review von Michael Hann auf TheGuardian.com (abgerufen am 18. Juli 2015)
  6. Review von Nathaniel Cramp auf NME.com (abgerufen am 18. Juli 2015)
  7. Review von Oliver Götz auf Musikexpress.de (nur für Abonnenten einsehbar) (abgerufen am 18. Juli 2015)
  8. Review von Christoph Dorner auf Laut.de (abgerufen am 18. Juli 2015)
  9. The 500 Greatest Albums Of All Time: 100-1 auf nme.com, abgerufen am 27. Oktober 2017
  10. Die 50 besten Alben der 80er (Musikexpress, 2003) auf indiepedia.de, abgerufen am 27. Oktober 2017