De Marne

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Gemeinde De Marne
Flagge der Gemeinde De Marne
Flagge
Wappen der Gemeinde De Marne
Wappen
Provinz Groningen
Bürgermeister Koos Wiersma
Sitz der Gemeinde Leens
Fläche
 – Land
 – Wasser
240,31 km²
167,45 km²
72,86 km²
CBS-Code 1663
Einwohner 10.071 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 42 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 22′ N, 6° 24′ OKoordinaten: 53° 22′ N, 6° 24′ O
Bedeutender Verkehrsweg N361
Vorwahl 0595
Postleitzahlen 9963–9978
Website www.demarne.nl
LocatieDeMarne.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

De Marne ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Groningen. Sie hat 10.071 Einwohner (Stand 1. April 2016), verteilt über 21 kleine Dörfer. Die wichtigsten davon sind Eenrum, Kloosterburen, Lauwersoog, Leens, Pieterburen, Ulrum, Wehe-den Hoorn und Zoutkamp.

Die Gemeinde entstand im Jahre 1990 auf Grund einer Zusammenlegung der vormaligen Gemeinden Eenrum, Kloosterburen, Leens und Ulrum. Sie nannte sich zum Zeitpunkt ihres Zusammenschlusses nach einem ihrer größten Orte Ulrum, änderte aber zwei Jahre später den Namen in den des Landesteils Marne des ehemaligen friesischen Gaus Hunsingo, auf dem sich der größte Teil der Gemeinde erstreckt. De Marne liegt nahe dem niederländischen Wattenmeer, großenteils im sogenannten Hogeland, und hat viele regiontypische Wasserwege und Kanäle. Die Wasserläufe, von denen einige „Mare“ genannt werden, werden u. a. für Bootsfahrten genutzt.

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist der Haupterwerbszweig. Es gibt jedoch auch Fischerei und etwas Industrie. Fast alle diese Dörfer entstanden um eine mittelalterliche Kirche auf einer Warft (niederl.: Wierde).

Touristisch erschlossen, birgt die Region neben Unterkünften und Gastronomie namhafte Fernwanderwege, Wattwanderungen und Radwege. 2012 zählte die Gemeinde 200.000 Übernachtungen.[2]

Besuchermenge der verschiedenen Touristenziele in De Marne [2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name der Touristenattraktion Ort Jahr der Erhebung Besucherzahl
Lauwersmeer 2010 1.800.000
Lauwersoog 2010 1.000.000
Seehundeauffangstation Pieterburen 2014 110.000 [3]
Teefabrik Houwerzijl 2010 50.000
Käserei Wilhelmina Eenrum 2010 44.500
DoeZoo (Insekten) Leens 2012 42.000
Landgut Verhildersum Leens 2014 23.742 [4]
Senfherstellung Abraham's Eenrum 2010 7.500
Pfarreigärten Pieterburen 2012 6.000
Fischereimuseum Zoutkamp 2012 4.000

Die neun wichtigsten Dörfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern die Einwohnerzahl (Stand: 31. Dezember 2014): [5]

  • Eenrum (1490): malerisches Dorf, auf einer "wierde" (Warft) gelegen, verfügt über einen Yachthafen und einige kleine Museen
  • Leens (1791): alter Name: Lydenze = an dem Wasserlauf gelegen, Sitz der Gemeindeverwaltung, Kirche aus dem 11. Jahrhundert, Landsitz ("borg") Verhildersum
  • Wehe-den Hoorn (780): protestantisch-katholisches Zwillingsdorf, "Wehe" kommt von altsächsisch wiha: geweihte Stätte
  • Ulrum (1387): größtes Dorf der Gemeinde, auf zwei Warften gebaut. Der reformierte Dorfpfarrer aus dem Jahr 1834, De Cock, begann eine Kirchentrennung (siehe: Niederländisch Reformierte Kirche).
  • Zoutkamp (1213): entstanden an einer Stelle der Wattenmeerküste, wo früher Meersalz gewonnen wurde, Zwischen 1575 und 1884 Festung, ehemaliges Fischerdorf, Jachthafen beim eingedeichten Lauwersmeer
  • Pieterburen (345): touristisch das wichtigste Dorf der Gemeinde, mit einer Auffangstelle für verwaiste Seehunde namens Zeehondencreche Pieterburen, Ausgangspunkt für Bootsfahrten und Wattwanderungen auf dem Wattenmeer, Anfangspunkt des etwa 490 km langen Fernwanderwegs "Pieterpad", der von Pieterburen zum Pietersberg bei Maastricht verläuft
  • Kloosterburen (668): katholische Enklave im protestantischen Groninger Land. Von 1163 bis 1595 gab es ein Mönchskloster, von 1204 bis 1960 ein Nonnenkloster, welches aktuell als Hotel genutzt wird.
  • Warfhuizen (275): In der Eremitenkirche wird die Mutter Gottes besonders verehrt, weswegen Warfhuizen auch der nördlichste Marienwallfahrtsort Europas genannt wird.
  • Lauwersoog (129): nach der Eindeichung des Meerbusens Lauwerszee zum Lauwersmeer 1969 entstanden, Fischereihafen an der Grenze zur Provinz Friesland

Als "inoffizielles 22. Dorf" gilt der Ort Marnehuizen nahe Lauwersoog. Er hat keine Einwohner und dient als militärisches Übungsgelände (Häuserkampf) des Niederländischen Heeres (siehe auch Truppenübungsplatz). Es ist die größte Anlage ihrer Art in Europa.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde sind neben der Seehunde-Aufzuchtstation in Pieterburen und dem Wattwanderzentrum, Borg Verhildersum in Leens, Abrahams Senfmuseum in Eenrum sowie eine Vielzahl von Kirchen, Türmen, Gehöften, Wurten und denkmalgeschützten Dörfern. Ebenfalls bekannt sind die Kirchenorgeln von Orgelbauern wie Dirk Lohmann, Arp Schnitger und Albertus Antonius Hinsz.

Das ungefähr 9.000 Hektar große Gebiet um den Lauwerssee entstand im Jahre 1969 nach der Abdämmung vom Meer, und wird von Anglern, Vogelkundlern, Wanderern, Fahrradfahrern und Wassersportlern genutzt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dötlingen (Deutschland), seit 1986 (vor Gemeindezusammenschluss mit Ulrum) [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: De Marne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. a b Politische Planung zur touristischen Entwicklung vom 19. September 2013, PDF 850 kB (niederländisch), abgerufen 13. April 2016
  3. Seehundstation Jahresbericht 2014 PDF 1,63 MB (niederländisch)
  4. Jahresbericht Verhilversum 2014 PDF 921 kB (niederländisch)
  5. Dorfeinwohnertabelle 2014 PDF 194 kB
  6. Das militärische "Oefendorp Marnehuizen" (niederländisch)
  7. Internetseiten der Partnergemeinde Dötlingen.