Dean’s Blue Hole

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Dean’s Blue Hole 2011

Dean's Blue Hole liegt in einer Bucht westlich von Clarence Town auf Long Island, einer der Inseln der Bahamas im Nordatlantik. Es ist mit 202 m Tiefe das mit Abstand tiefste Blue Hole der Welt.

Entstehung[Bearbeiten]

Der 202 m tiefe Trichter ist kreisförmig und 25 bis 30 Meter breit. Nach 20 Metern Tiefe beginnt die eigentliche Höhle mit einem Durchmesser von bis zu 100 m. Diese ist die zweitgrößte bekannte Unterwasserhöhle und die neuntgrößte Höhle der Welt.[1] Es gibt mehrere Hypothesen darüber, wie diese Höhle entstanden ist: Eine besagt, dass versickerndes Regenwasser während der letzten beiden Eiszeiten vor rund 15.000 Jahren in Risse im Kalksteinboden des Meeres gelangte und mit diesem reagierte.[2]

Eine andere Vermutung geht davon aus, dass eine noch größere unterirdische Höhle kollabierte und dabei eine kleinere entstand.[3]

Tauchsport[Bearbeiten]

William Trubridge beim Apnoetauchen im Dean’s Blue Hole

Aufgrund seiner Vielzahl an Korallen und Rifffischen sowie seinen guten Zugangsmöglichkeiten ist Dean’s Blue Hole ein beliebtes Ausflugsziel bei Freizeit- und Apnoetauchern. Bei den jährlich hier stattfindenden Vertical-Blue-Wettbewerben im Apnoetauchen stellte am 25. April 2010 der Österreicher Herbert Nitsch mit 124 m Tiefe einen neuen Weltrekord in der Apnoetauch-Disziplin Konstantes Gewicht auf.

Jim King gelang es im September 1992 als bisher Einzigem, mit einem Gemisch aus Sauerstoff und anderen Gasen bis zum Boden der Höhle zu tauchen.

Der weltweit führende Apnoetaucher in der Disziplin constant weight without fins (CNF) William Trubridge hat auf Long Island eine eigene Tauchschule speziell für die Apnoeausbildung eröffnet. Er stellte am Dean’s Blue Hole mit einer Tiefe von 101 Metern einen Rekord in dieser Disziplin auf.

Bei einem am 17. November 2013 hier stattgefundenen Rekordversuch verunglückte der Apnoetaucher Nicholas Mevoli tödlich.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Morphometry and hydrology of Dean's Blue Hole, Long Island. Bahamas Journal of Science. Vol. 2, no. 1, S. 10–14. 1994
  2. [1]
  3. Caribbean geology: into the third millenium. transactions of the Fifteenth Caribean Geological Conference
  4. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/freitaucher-nicholas-mevoli-auf-den-bahamas-gestorben-a-934138.html

Weblinks[Bearbeiten]

23.106388888889-75.008611111111Koordinaten: 23° 6′ 23″ N, 75° 0′ 31″ W