Deniz Gamze Ergüven

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Deniz Gamze Ergüven

Deniz Gamze Ergüven (* 4. Juni 1978 in Ankara) ist eine türkische und französische Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihr erster Langfilm Mustang wurde 2016 für einen Oscar in der Kategorie bester fremdsprachiger Film nominiert.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deniz Gamze Ergüven ist die Tochter eines türkischen Diplomaten, der Anfang der 1980er Jahre nach Paris zog, wo er bei der UNESCO und der OECD arbeitete. Sie wuchs abwechselnd in Ankara, in den Vereinigten Staaten und in Paris auf, wo sie auch die Schule besuchte. Sie absolvierte ein Studium in Afrikanischer Geschichte in Johannesburg und daran anschließend 2002 Filmwissenschaft an der La fémis. Sie schloss dieses Studium 2006 im Fach Filmregie ab.[1] Während der Dreharbeiten zu Mustang wurde am 11. Februar 2015 ihr Sohn geboren.[2] Ihr bislang größter Erfolg ist dieser im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2015 in der Reihe „Quinzaine des Réalisateurs“ erstmals gezeigte Film. Er gewann dort den Europa Cinemas Label Award sowie ebenfalls 2015 den LUX, den Filmpreis des Europaparlaments. Der Film wurde als französischer Beitrag für einen Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.[3] Außerdem war er für einen Golden Globe Award nominiert. 2016 erhielt Ergüven den Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke (Nachwuchspreis) für Mustang

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Libérables
  • 2006: Mon trajet préféré
  • 2006: Bir damla su
  • 2015: Mustang
  • 2017: Kings

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deniz Gamze Ergüven – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Louise Riousse: 4 QUESTIONS À DENIZ GAMZE ERGÜVEN, RÉALISATRICE DE MUSTANG. Abgerufen am 5. November 2015.
  2. Yonca Talu: Cannes Interview: Deniz Gamze Ergüven. Abgerufen am 5. November 2015.
  3. Alle Nominierungen im Überblick. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Januar 2016. Abgerufen am 14. Januar 2016.