Der Black

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Lebenslauf schwach belegt
Lothar Lechleiter

Der Black, bürgerlich Lothar Lechleiter (* 13. Mai 1942 in Stallupönen, Ostpreußen) ist ein deutscher Liedermacher, Musiker, Liedtexter, Sänger und Moderator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lothar Lechleiter wurde 1942 als fünftes Kind der Eheleute Albert und Minna Lechleiter geboren. Sein Vater Albert Lechleiter gilt im Zweiten Weltkrieg als vermisst. Der älteste Sohn Heinz wurde ebenfalls Soldat. 1944 verlor der zweitälteste Sohn Horst als 14-Jähriger sein Leben; er wurde von Partisanen erschossen. Minna Lechleiter floh Ende 1944 mit den Kindern Günther, Siegfried und Lothar aus Stallupönen. 1945 kamen sie nach Dassow in Mecklenburg-Vorpommern und blieben dort zweieinhalb Jahre, bis sie weiter nach Westen zogen. Nach Aufenthalten in vier Flüchtlingslagern endete im Februar 1952 die Flucht, als die Familie in Reuschenberg bei Neuss eine kleine Wohnung erhielt. Der älteste Bruder Heinz kam 1952 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück.

Lothar Lechleiter beendete in Reuschenberg die Schule und begann eine Lehre als Dreher. Er spielte Gitarre und sang seit 1957 mit den Neussern (später Die Pontocs) südamerikanische und afrikanische Musik und Madrigale von Luca Marenzio und Clemens non Papa in vierstimmigen Sätzen. Er wurde durch Sonneneinstrahlung sehr schnell braun und von Freunden deshalb „Black“ genannt.

1961 bis 1962 verbrachte er zusammen mit der Gruppe „Spielschar Burg Waldeck“ – Theater spielend und singend – in Südamerika. Daher kommt auch seine Neigung zur südamerikanischen Volksmusik. Zurück in Deutschland holte er in Westberlin die Fachschulreife nach, um ein Ingenieurstudium zu beginnen.

Im Herbst 1965 lernte Lothar „Black“ Lechleiter Wolfgang „Schobert“ Schulz bei einem Konzert im Parktheater Lüdenscheid kennen. Beide verstanden sich auf Anhieb und gründeten noch im Herbst 1965 das Duo Schobert & Black.[1] Zu Pfingsten 1966 traten sie auf der Burg Waldeck erstmals als Schobert & Black auf.[2]

Das Ingenieurstudium gab Lechleiter zu Gunsten der Musikerkarriere auf.

Schobert & Black waren fortan ein erfolgreiches Gesangsduo in der Liedermacherszene. Sie hatten jährlich bis zu 300 Auftritte und füllten dabei auch große Veranstaltungshallen. 1985 beschlossen beide, zukünftig getrennte Wege zu gehen. Black machte zunächst eine längere künstlerische Pause und engagierte sich über Jahre als Unternehmer. 2008 kehrte er als „Der Black“ auf die Bühne zurück.

Geprägt durch die Erfahrung der eigenen Flucht aus Ostpreußen, engagiert sich Black für Flüchtlinge und politisch Verfolgte.

Lothar Lechleiter lebt mit seiner Lebenspartnerin Helga in wilder Ehe in Bonn.

Genre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Konzerten interpretiert er ernste, nachdenkliche, humorige, witzige aber auch politische Lieder mit viel Spaß, dem nötigen Ernst und ohne erhobenen Zeigefinger. Seine Auftritte sind geprägt durch neue Limericks[3], ostpreußische Geschichten und Lieder zur Erinnerung an „Schobert & Black“. Den weitaus größeren Teil seines Repertoires hat „Der Black“ um Texte erweitert, die meist von mit ihm befreundeten Autoren stammen – kritische, politische und satirische Texte – u. a. von Klaus De Rottwinkel, Pit Klein, Volker Ludwig, Klaus Pawlowski, Bungter und Frorath, Tom Stüve sowie den Südamerikanern Víctor Jara und Atahualpa Yupanqui.

Bei seinen Konzerten wird „Der Black“ durch den Musiker Philipp Römer (Gitarre, Gesang) – „Barth & Römer“ – begleitet. Seit 2012 gibt er gemeinsam mit Ingo Insterburg[4] Konzerte mit dem Titel „Höhepunkte aus zwei Künstler Leben“.[5][6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Hört mal her ihr Zeitgenossen (BLACK & Pit Klein, Graßhoff Lieder)
  • 2008: Meschugge
  • 2011: Weitersagen
  • 2014: Der BLACK singt
  • 2014: Die Gedanken sind frei (zusammen mit Ingo Insterburg)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conträr Musik Rolf Limbach: Schobert & Black – Biographie – Conträr Musik. Abgerufen am 22. Januar 2018.
  2. Zur Person In: general-anzeiger-bonn.de, abgerufen am 30. Januar 2018.
  3. Schobert & Black – Limerick III. Abgerufen am 22. Januar 2018 (englisch).
  4. Black. Abgerufen am 22. Januar 2018.
  5. INGO INSTERBURG & Der BLACK | Naturschutz und Kunst – Leipziger Auwald e.V. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  6. Sophia Möbes: Ingo Insterburg und Black in Bernburg: „Ich liebte ein Mädchen ...“ In: Mitteldeutsche Zeitung. 6. November 2017 (mz-web.de [abgerufen am 24. Januar 2018]).
  7. PASSIERT – NOTIERT | Deutsches Kabarettarchiv In: kabarettarchiv.de, 3. November 2017, abgerufen am 29. Januar 2018.