Der kleine Medicus

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Der kleine Medicus ist ein Kinder- und Jugendbuch von Dietrich Grönemeyer, das in modernisierter und weiterentwickelter Neuauflage seit Juni 2021 im Nürnberger Tessloff Verlag erscheint.[1] 2005 erstmals im Rowohlt Verlag veröffentlicht, schuf der Autor und Professor für Radiologie mit dem "kleinen Medicus" ein neues Genre, das den Sachbuchcharakter auf dem Gesundheitssektor mit Science-Fiction- und Romanelementen inklusive Sach- und Romanillustrationen sowie Fotos verbindet: (Edutainment/Meditainment). Die neue Ausgabe aus dem Tessloff Verlag arbeitet ohne Fotos, sondern stattdessen mit atmosphärischen Illustrationen von Sabine Rothmund.[2] In altersgerecht aufbereiteten Abenteuergeschichten lernen die jungen Leserinnen und Leser den Bau des menschlichen Körpers, seine Funktionsweisen und medizinische Technologien kennen. Die Bücher, die auf dem gleichnamigen Kinofilm von 2014 aufsetzen[1], richten sich vor allem an Kinder ab 8 Jahren (aber auch an Eltern und Großeltern).

Die Erstveröffentlichung von Dietrich Grönemeyers Kinder- und Jugendbuch „Der kleine Medicus“ hielt sich 2005 wochenlang in den Bestsellerlisten.[3] In den Folgejahren knüpften die unterschiedlichsten, cross-medialen Adaptionen und Weiterentwicklungen an den Erfolg an. Im Tessloff Verlag sollen künftig pro Jahr jeweils vier neue Bände mit den Abenteuern des „kleinen Medicus“ erscheinen.[1]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kleine Medicus transportiert viele medizinische Botschaften und Postulate Dietrich Grönemeyers: Hightech und Naturheilkunde müssen mit liebevoller Medizin verbunden werden, im Mittelpunkt steht der Mensch. Der Autor macht seine jungen Leser mit den Geheimnissen ihres Körpers vertraut und erklärt, was sie selber tun können, um gesund zu leben und sich die Errungenschaften der Medizin zunutze zu machen. Zugleich werden in allen Bänden vielfältige medizinische Begrifflichkeiten kindgerecht erklärt. Außerdem finden zu jeder Zeit zukunftsweisende Technologien und Erkenntnisse der aktuellen Forschung Eingang in die Bücher: beispielsweise die Erzeugung von Holografien, der Einsatz von Datenhandschuhen oder schwebende, von erneuerbaren Energien angetriebene Fahrzeuge.

Im Mittelpunkt der Geschichten steht der „kleine Medicus“, ein wissbegieriger Junge namens Florian Sonntag, der gerne später einmal Arzt werden möchte. Weil er etwas klein geraten ist, trägt er den Spitznamen Nano. Er hat einen mürrischen Großvater und eine lebenskluge, italienische Großmutter, Oma Rosi, die ihn mit traditionellen Ratschlägen, naturheilkundlichen Rezepten und Herzenswärme versorgt.

Durch Zufall lernt Nano in Band 1 der neuen Reihe („Der kleine Medicus – Die geheimnisvolle Villa“) in der „Villa Nachtigall“, einem geheimnisvollen alten Gebäude, den genialen Arzt Dr. X und seine erfindungsreiche Assistentin Micro Minitec kennen. Im Labor präsentiert sie ihm stolz ihre Verkleinerungsmaschine, die Tiere und Dinge schrumpfen kann. Von der Neugier gepackt, sieht er sich den sogenannten „Turbobeamer“ in einem unbeobachteten Moment genauer an und drückt heimlich den Kopf einer Fernbedienung. Damit beginnt für den Jungen eine abenteuerliche Reise. Eine, die ihn mitten hinein in die fantastische Welt des menschlichen Körpers führt, und im zweiten Band fortgesetzt wird. Begleitet wird er dabei von Micro Minitecs rosarotem Hasen „Rappel“.[4] Die beiden finden sich – auf Miniaturgröße geschrumpft – in einer winzigen Kapsel, einer Art Mini-U-Boot, wieder. Micro Minitec schluckt die Kapsel.

Im zweiten Band „Der kleine Medicus – Achtung: Super-Säure!“ bleibt die Kapsel nach einem Sturz durch die Speiseröhre, am Mageneingang hängen und landet dann in einem Meer aus Magensäure. Nano und Rappel können beobachten, wie eine von Micro Minitec verspeiste Sardine langsam zersetzt wird. Dabei wird ihnen doch etwas mulmig zumute und sie verlassen den Magen in Richtung Galle, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. Schon am Blinddarm wartet jedoch das nächste Abenteuer.[5] Band 3 „Der kleine Medicus – Von Viren umzingelt“ führt Nano zunächst wieder nach Hause, wo sein immer etwas grummeliger Großvater mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen hat. Ein Rettungswagen fährt diesen in die kleine Privatklinik von Professor von Schlotter. Doch statt dem Großvater zu helfen, testet der ehrgeizige und rücksichtslose Arzt einen völlig unausgereiften Nanobot an ihm. Nano und Marie können Professor von Schlotter jedoch mit Micro Minitecs Hilfe überlisten und Opa Sonntag in die „Villa Nachtigall“ zu Dr. X bringen. Um Diagnose und Therapie zu beschleunigen, wird Nano abermals geschrumpft und auf eine neue Reise in den Körper seines Großvaters geschickt. Bei diesem Abenteuer begleitet ihn seine Schwester Marie.[6]

Auch im vierten Band „Der kleine Medicus – Ein gefährlicher Auftrag“ befinden sich Nano und Marie in ihrem Mini-U-Boot noch im Körper von Opa Sonntag. Sie verfolgen den von Professor von Schlotter eingeschleusten Nanobot bis ins Gehirn und wagen dort eine riskante Laser-Operation. Natürlich stehen ihnen Dr. X und Micro Minitec dabei immer zur Seite.[7]

Wichtige Charaktere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nano (Florian Sonntag)

Nano ist die Haupt- und Identifikationsfigur für die jungen Leser. Später möchte der etwas klein geratene Junge (daher sein Spitzname) gerne einmal Arzt werden. Er ist nicht nur wissbegierig, sondern auch sehr neugierig. Stark geschrumpft und in einem Mini-U-Boot erlebt er die Entdeckungsreisen als erster „Korponaut“ bzw. „Bodynaut“ im menschlichen Körper.

Marie Sonntag, Nanos Schwester

Sie versteht am besten Nanos Sorgen. Eine tolle Schwester, wenn sie ihren Bruder auch manchmal nervt. Marie singt, wenn sie glücklich ist, hat ein fotografisches Gedächtnis und hilft ihrem Bruder, seine Abenteuer zu bestehen.

Dr. X

Dr. X heißt eigentlich Dr. Heinz Xiang und ist Experte, wenn es um Röntgenstrahlen und Holografien geht. Seine Mutter war Amerikanerin und sein Vater Chinese. Dr. X erklärt Nano viel über den Körper und den Stand der medizinischen Forschung.

Micro Minitec

Eine geniale Wissenschaftlerin, die eine Verkleinerungsmaschine – den sogenannten „Turbobeamer“ – erfunden hat, mit der man Gegenstände, Tiere und auch Kinder auf Millimetergröße schrumpfen kann.

Hase Rappel

Rappel ist der rosarote Hase von Micro Minitec. Er begleitet Nano auf seiner ersten Reise durch den Körper der Wissenschaftlerin.

Großvater Erwin

Ein mürrischer alter Mann, der mit im Haus der Sonntags wohnt. Seit dem Tod des Vaters von Nano und Marie lebt Marlene Sonntag als Witwe.

Professor Götz von Schlotter

Der verschlagene Gegner von Dr. X, Micro Minitec und Nano. Der größenwahnsinnige Professor ist gewissenlos und machtgierig, er schreckt auch nicht davor zurück, seine Erfindungen an Menschen zu testen.

Lilly

Lilly geht in Nanos Klasse. Sie ist Nanos herzensgute Freundin und steht ihm bei allen Abenteuern zur Seite.

Literarische Vorgänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kleine Medicus (2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon bei der ersten Veröffentlichung von „Der kleine Medicus“ im Rowohlt Verlag dienen die Abenteuergeschichten des kleinen Medicus, alias Nanolino, als Vehikel, um Kindern und Jugendlichen ungewohnte Einblicke in die Abläufe und Funktionsweisen des menschlichen Körpers zu geben.

Die erste Auflage des „Kleinen Medicus“ hielt sich 48 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste, davon 10 Wochen lang in den Jahren 2005 und 2006 auf dem Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Das Buch war zudem im Ranking der Bestseller des Jahrzehnts auf Platz 18.[8] „Der kleine Medicus“ wurde 2006 zum „Jahresbestseller“ im Bereich medizinischer Literatur. Das Buch wurde in elf Ländern veröffentlicht. Der 2005 veröffentlichte „kleine Medicus“ diente mit als Initialzündung für die Gründung der Dietrich Grönemeyer Stiftung gGmbH für Prävention und Gesundheitsförderung. Diese wurde vom Autor 2007 ins Leben gerufen. Ziele sind die Förderung der Kindergesundheit und die Etablierung von Gesundheitsunterricht: Beispielsweise durch eine Stunde Bewegung und Sport an jedem Tag, in jeder Schule. Weitere Projekte der Stiftung konzentrieren sich neben Prävention auch auf Rehabilitation. Der Arzt engagiert sich seit Jahren dafür, Kindern und auch Erwachsenen mehr Wissen über den Körper, seine Funktionen, gesunde Ernährung und die Verbindung von Körper, Seele und Geist zu vermitteln. Im Rahmen der Stiftungsarbeit dienen die Kleiner-Medicus-Bücher als didaktisch aufbereitetes, unterrichtsbegleitendes Element für Wissensvermittlung. Das Buch solle ein Beispiel geben, wie ein Gesundheitsunterricht informativ und gleichzeitig spannend gestaltet werden könne.

Die neuen Abenteuer des kleinen Medicus (2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nanolino und seine Freunde sind älter geworden. Abermals wird Nanolino mikrotisiert – alias miniaturisiert – und als erster „Korponaut“ der Welt macht er sich auf den Weg in Gelenke, Zellen und das Gehirn. Auf der Suche nach dem Unfassbaren: der Seele. Die jungen Leser erleben, wie sich Nano zum ersten Mal verliebt, wie er Nase, Ohren und andere Sinnesorgane erkundet und wie er einmal mehr mit den üblen Nano-Robotern des Professors Schlotter kämpft. Auch im zweiten Buch der Medicus-Reihe ist die inhaltliche Kombination aus Sachbuch und Unterhaltung stilprägend.

Das Körper-ABC des kleinen Medicus (2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinen Abenteuern im menschlichen Körper in „Der kleine Medicus“ und „Die neuen Abenteuer des kleinen Medicus“ veröffentlichte Dietrich Grönemeyer als ergänzendes Nachschlagewerk „Das Körper-ABC des kleinen Medicus“. Neben ausführlichen Informationen zu den Körperteilen geht der Autor nicht nur für Kinder unterhaltsamen Fragen nach wie: Wieso bekommt man blaue Flecken? Wie oft schlägt das Herz oder wie kommen die Popel in die Nase? Das Körper-ABC des kleinen Medicus ist nach Sachgebieten geordnet: Mit den Themen Kreislauf, Stoffwechsel, Bewegung und Steuerung werden alle Bereiche des Körpers erforscht. Nützliche Bilder veranschaulichen die Informationen. Rätselaufgaben und Spiele lockern die Themen auf und verfestigen didaktisch neu erworbenes Wissen. Zudem gibt es wieder viele Tipps zur Selbsthilfe: Was tun bei Fieber oder Durchfall? Was hilft bei einem verstauchten Knöchel oder einem Sturz auf den Kopf?

Wir Besser-Esser (2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit „Wir Besser-Esser“ widmet sich Grönemeyer dem Thema gesunde Ernährung. Der Autor konzentriert sich dabei auf leicht verdauliche, allgemeine Basisinformation, um seine (jungen) Leser mehr auf Augenhöhe mit dem Arzt zu bringen. Der Buchtitel „Wir Besser-Esser“ sei dabei nicht als Abgrenzung gedacht, es gehe nicht um Besserwisserei, betont der Autor. Das „wir“ sei vielmehr auf die Kinder und Erwachsene umfassende Herangehensweise auf dem Weg zu gesunder Ernährung gemünzt, jenseits aller Dogmatik. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, so Dietrich Grönemeyer, dass Kinder viel besser lernen können, wenn sie mit Spaß bei der Sache sind. Dazu gehören, laut Autor, auch Bewegung und Sport, feiern, tanzen, singen und lachen. All diese Elemente finden sich in „Wir Besser-Esser“.

Mit sechs Grundschulkindern, den „Mini-Reportern“, unternimmt der Autor eine Expedition zu den verschiedensten Schauplätzen gesunder Ernährung. Begleitet wird er dabei erneut von seinem Assistenten, dem „kleinen Medicus“. Zusammen erforschen sie, wie Nahrung entsteht, wie sie verarbeitet und zubereitet wird, was die Organe damit machen, wozu Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch gebraucht wird und, warum es so wichtig ist, gesundes Essen zu genießen. In witzigen Dialogen, neckischen Streitereien mit dem nimmersatten „Spekki Bulletti“, einem großen „Fressdachs“, bei phantastischen Reisen durch den Verdauungstrakt und bei Ausflügen auf den Bauernhof lernen die Leser, wie man besser essen kann. Historische Reminiszenzen und Abstecher in die Geschichte runden das Bild einer Esskultur ab, bei der auch die Tischsitten nicht zu kurz kommen. Es gibt Lieblingsrezepte, praktische Tipps zum Kochen und Erklärungen der verschiedensten Bestandteile der Nahrung verbunden mit naturheilkundlichem Wissen.

Die „Minireporter“ sind Figuren, die der Autor eingeführt hat, um Kindern das Thema nahe zu bringen. Diese Minireporter sind nur angelehnt an reale Kinder, die im Rahmen der Aktivitäten der Dietrich Grönemeyer Stiftung an einer Ausbildung zu so genannten Gesundheitsbotschaftern teilgenommen hätten. Die Minireporter erleben in Anlehnung an den Kleinen Medicus eine Reise der Speise durch den Körper und berichten als „Korponauten-Reporter“ aus dem Körper. Dazu gibt es viele Gespräche mit dem „Doc“ und dem kleinen Medicus. Wie Prof. Schlotter beim Kleinen Medicus darf auch hier der Gegenpart nicht fehlen: „Spekki Bulletti“.

„Wir Besser Esser“ ist in sechs Schulstunden und mehrere Pausen gegliedert und bietet sich als Unterrichtsmaterial für Schulen an.

Crossmediale Adaptionen und Weiterentwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gesundheits-Musical wurde auf Basis des Buches von 2005 entwickelt und in verschiedenen deutschen Großstädten aufgeführt. Dabei handelt es sich nicht um ein reines Musical, sondern abermals um ein Werk, bei dem der pädagogisch-didaktisch Impetus im Vordergrund steht und mit dramaturgisch-unterhaltsamen Elementen verbunden wird. Die Premiere war am 15. November 2009 in Hamburg. Weitere Aufführungen des mehr als zweistündigen und sehr aufwändigen Musicals fanden u. a. in Hannover, Stuttgart, Berlin, Wien, Frankfurt, Bochum und Duisburg statt. Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Netz. Mit von der Partie war auch Reinhard Horn. Erreicht wurden mit dem Musical, welches in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse und dem Hessischen Kultusministerium konzipiert und aufgeführt wurde, insgesamt rund 150.000 Schülerinnen und Schüler.[1]

Medi-Circus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Medi-Circus, ein Gesundheitsmusical auch für kleinere Bühnen, basiert auf Grönemeyers großem Musical „Der Kleine Medicus“ – dem ersten Kinder-Gesundheitsmusical überhaupt. Das Mitmach-Theater Medi-Circus ist eine verkürzte Form des Musicals und ein Projekt der Dietrich Grönemeyer Stiftung. Im Mittelpunkt steht wieder Nano. Themen sind u. a.: Gesundheitsunterricht, Musik, Bewegung und Artistik – all das mit vielen Unterhaltungselementen.

Im November und Dezember 2012 erreichte der Medi-Circus mit seinen medizinischen Botschaften 52 hessische Schulen und damit mehr als 5000 Schüler. Es folgte eine Küstentour an der Nord- und Ostsee im Juli 2013. Im September schließlich erklomm der Medi-Circus die Schulbühnen in Nordrhein-Westfalen und zog samt der Nordost-Tour mehr als 10.000 Zuschauer zu den Vorstellungen.

Die Medicus Gesundheitsspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie lassen sich Sport und Spiel mit Gesundheitsunterricht verbinden? In Kooperation mit Sportvereinen organisierte die Dietrich Grönemeyer Stiftung regionale Gesundheitstage in allen Bundesländern, zu denen sie Schulen aus der ganzen Region einlud. Bis zu 1500 Kinder durchliefen dabei in acht Gruppen eine Vielzahl von Stationen, die sich an den Themen Rückenschule, Stoffwechsel, Ernährung, Herz-Kreislauf, Muskulatur und sportlicher Bewegung orientieren. Die Gesundheitsspiele sollten Kinder und Lehrer motivieren, auf ihren Körper zu hören und ihm – mit Spaß – Beine zu machen. Das alles ohne Leistungsstress und erhobenen Zeigefinger. So sollen die Themen Bewegung, Sport und Wohlbefinden, körperliche und geistige Gesundheit auf den Stundenplan kommen.

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der kleine Medicus (2006), Der Hörverlag
  • Die neuen Abenteuer des kleinen Medicus (2007), Der Hörverlag

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Auswahl): „Der kleine Medicus“, Spiel für den PC (2006), Cornelsen Verlag
  • „Der kleine Medicus“, Experimentierkasten (2007), Kosmos Verlag
  • „Der kleine Medicus“, Brettspiel (2007), Kosmos Verlag
  • „Der kleine Medicus“, Reisespiel (2008), Kosmos, Verlag
  • „Erwin, der kleine Patient“, Stoffpuppen und Lern-Spielzeug, Sigikid

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der kleine Medicus – Kinderlieder-CD zum gleichnamigen Musical (2009), Edel Records

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Oktober 2014 kam Der kleine Medicus – Bodynauten auf geheimer Mission im Körper als 3-D-Animationsfilm, inhaltlich und optisch modifiziert, in die Kinos. Die Verfilmung wurde 2015 mit dem Curt-Siodmak-Preis als beste deutsche Science-Fiction-Produktion ausgezeichnet.

Zum Inhalt: Der zwölfjährige Nano wird Zeuge einer finsteren Tat: Der fiese Professor Schlotter injiziert seinem Opa den Gobot, einen winzigen Roboter, um damit sein Opfer fernsteuern zu können. Nano will Hilfe bei Dr. X holen, dem Hausarzt seiner Familie. Doch auch in der Praxis von Dr. X gehen unglaubliche Dinge vor. Gemeinsam mit Micro Minitec, einer genialen Wissenschaftlerin, hat der Arzt ein Mikrotisierungsverfahren entwickelt, mit dem er ein U-Boot schrumpft und es auf medizinische Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper schickt. Zusammen mit seiner Freundin Lilly lässt Nano sich verkleinern und begibt sich auf die riskante Reise in den Körper seines Opas, um den Gobot zu besiegen. Doch Professor Schlotter und sein Gehilfe Serge geben so schnell nicht auf. Sie stürmen Dr. X’ Praxis und bringen die Wissenschaftler in ihre Gewalt. Nun sind Nano und Lilly im Inneren des Körpers von Nanos Opa auf sich gestellt. Dort müssen sie nicht nur gegen den Gobot antreten, sondern auch gefährliche Killerzellen, die ätzende Magensäure und das verwirrende Labyrinth des Gehirns überstehen. Und die Zeit drängt, der Sauerstoff im U-Boot ist begrenzt. Nur gut, dass es das sprechende rosa Versuchskaninchen Rappel gibt, das noch eine Rechnung mit Professor Schlotter offen hat.

Zudem erschienen: Der kleine Medicus, DVD zum Musical, Covermount, Focus Schule, 2009

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Autor macht den „Nachwuchsarzt“ Nano regelmäßig zum Thema bei seinen Lesungen in Kinderuniversitäten. Ein besonders großes Gesundheitsprojekt rund um den Kleinen Medicus fand Eingang ins Guinness-Buch der Rekorde[9]: 2009 unterrichtet Dietrich Grönemeyer „die größte Schulklasse der Welt“ mit knapp 10.000 Kindern und Jugendlichen in der SAP Arena, Mannheim. Die 2007 vom Autor gegründete Dietrich Grönemeyer Stiftung nutzte den „Kleinen Medicus“, um bei Stiftungsprojekten wie der Ausbildung zum Gesundheitsbotschafter (in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium), den Gesundheitsspielen oder beim Projekt „Medi-Circus“ (Kooperationspartner Techniker Krankenkasse, TK), um Kinder für ihren Körper und ihre Gesundheit zu sensibilisieren.

Mit einem „New Health Deal“ erneuert Dietrich Grönemeyer mitten in der Corona-Pandemie seine zentrale Forderung einer zukunftsorientierten Gesundheitsbildung an Schulen. Er sieht die Politik in der Pflicht, Gesundheit zu einem zentralen Bildungsziel zu erklären und in den Lehrplänen zu verankern. Das Ganze mache nicht nur aus rein medizinischer Sicht, sondern vor allem auch aus wirtschaftlicher Perspektive Sinn, betont er in seinem Plädoyer. Gesundheitsunterricht sei das effektivste, pragmatischste und günstigste Präventionsprogramm, das man sich nur vorstellen kann. Es helfe, in Zukunft Milliarden Euro zu sparen, die aktuell aufgewendet werden müssten, um die Versäumnisse der Vergangenheit in den Arztpraxen und Krankenhäusern notdürftig zu reparieren.[10]

Rezeption/Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Eine fesselnde Expedition. Teilnehmer und Leser merken gar nicht, mit welcher Leichtigkeit sie unterwegs Anatomie und Biochemie lernen.“ (Die Zeit)

„Medizinische Begriffe für Kinder und Jugendliche (und ihre Eltern) verständlich zu erklären, das kann der prominente Arzt richtig gut.“ (Stern)

„Was wie eine Abenteuergeschichte für Kinder klingt, ist ein Buch von Dietrich Grönemeyer, Professor der Uni Witten/Herdecke, der den meisten Menschen als Autor von Bestsellern wie ‚Menschen bleiben‘ oder ‚Mein Rückenbuch‘ bekannt sein dürfte. Er tritt für eine ganzheitliche Medizin ein, die Hightech-Medizin mit Naturheilverfahren verbindet. Ähnlich ganzheitlich ist auch dieses Buch angelegt, das nicht nur die inneren Körperwelten zeigen will, sondern auch erklärt, was es mit verschiedenen Diagnoseverfahren auf sich hat, was etwa eine Mandelentzündung ist und was Großmutter in ihrer Hausapotheke dafür bereithält. Die jungen Leser (sicherlich auch viele größere) lernen auf diese Weise nicht nur die menschliche Anatomie kennen, sondern erfahren auch, wie der Körper funktioniert, welche Störungen es geben kann und was Patient und Arzt dagegen tun können. Dadurch vermittelt Grönemeyer nicht nur aktuelles medizinisches Wissen, sondern auch ein Bewusstsein für den eigenen Körper und für einen verantwortlichen Umgang mit ihm. Und am Ende macht sich Nano sogar noch auf die Suche nach der Seele in Großvaters Körper, aber der Ausgang dieser Geschichte wird noch nicht verraten.“ (Henrik Flor, literaturtest.de)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Grönemeyer schreibt weiter. Abgerufen am 15. Juni 2021.
  2. buchhandel.de. Abgerufen am 15. Juni 2021.
  3. „Der kleine Medicus“ neu bei Tessloff. In: das Spielzeug. Meisenbach GmbH Verlag, 28. April 2021, abgerufen am 15. Juni 2021.
  4. Der kleine Medicus. Band 1: Die geheimnisvolle Villa | TESSLOFF Online-Shop | schnell, sicher & bequem Einkaufen. Abgerufen am 15. Juni 2021.
  5. Der kleine Medicus. Band 2: Nano taucht ab | TESSLOFF Online-Shop | schnell, sicher & bequem Einkaufen. Abgerufen am 15. Juni 2021.
  6. Der kleine Medicus. Band 3: Von Viren umzingelt | TESSLOFF Online-Shop | schnell, sicher & bequem Einkaufen. Abgerufen am 15. Juni 2021.
  7. Der kleine Medicus. Band 4: Ein gefährlicher Auftrag | TESSLOFF Online-Shop | schnell, sicher & bequem Einkaufen. Abgerufen am 15. Juni 2021.
  8. Der Spiegel (Hrsg.): Bestseller des Jahrzehnts. Band 53/2009.
  9. „Die SAP ARENA als die größte Schulklasse der Welt“
  10. Bayerischer Runfunk: Dietrich Grönemeyer, Arzt und Autor - Blaue Couch. Abgerufen am 25. August 2021.