Musical

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der New Yorker Times Square mit großflächiger Werbung für verschiedene Broadway-Musicals
Das London Palladium, eines der Theater im Londoner West End

Das Musical [ˈmju:zikəl][1] ist eine in der Regel zweiaktige Form populären Musiktheaters, die Schauspiel, Musik, Tanz und Gesang in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet. Die Geschichte des modernen Musicals begann im New York der 1920er Jahre, fand jedoch neben dem New Yorker Broadway auch rasch Verbreitung im Londoner West End, die noch heute beide als Metropolen des Musicals gelten. Ausgehend von diesen Zentren, hat das Musical weltweite Verbreitung gefunden. Neben der temporären Aufnahme in Spielpläne zahlreicher großer wie kleiner Theater haben sich auch außerhalb New Yorks und Londons in vielen Städten reine Musical-Theater etabliert, die ausschließlich Musicals als meist längere und aufwendig gestaltete Produktionen (sog. En-suite-Produktionen) zeigen. Auch Tournee-Produktionen diverser Musicals sind häufig zu finden. Trotz der weltweiten Verbreitung dominieren noch heute Musicals US-amerikanischen oder britischen Ursprungs, wobei es jedoch auch erfolgreiche Musicals anderer Herkunft gibt. Aufgrund des großen Erfolgs sind viele Musicals auch verfilmt worden.

Thematisch wird eine breite Fülle von tragischen als auch humorvollen Stoffen behandelt, die zu unterschiedlichsten Zeiten und an unterschiedlichsten Orten spielen. Auch für gesellschaftlich oder politisch sensible Themen hat sich das Musical stets offen gezeigt. Viele Musicals basieren dabei auf literarischen Vorlagen verschiedener Gattungen und Epochen. Auch musikalisch ist ein breites Spektrum stilistischer Einflüsse erkennbar: von Popmusik, Tanz- und Unterhaltungsmusik bis zu Jazz, Swing, Soul und Rock ’n’ Roll, um nur einige zu nennen. Gattungsgeschichtlich haben Elemente des Dramas, der Komödie, der Revue, der Operette, des Varietés und der Oper Einfluss auf die Entwicklung des Musicals genommen. Das Musical ist ein Gesamtkunstwerk und ist sowohl eine literarische als auch eine musiktheatralische Gattung.

Etymologie und Begriffsabgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort Musical ist lediglich ein Adjektiv (engl. musikalisch) und wurde in ergänzenden Bezeichnungen zu den Stücktiteln gebraucht wie A Musical Comedy, A Musical Play, Musical Drama, Musical Fable, Musical Revue. Eine genaue Definition des Begriffes ist schwierig, da er eine große Stilfülle umfasst und sich die Vorstellungen im Lauf der Zeit geändert haben. Häufig werden „Musical“ und „Musical Comedy“ synonym verwendet. Das überwiegend ernste Musical wird Musical Play (im Stil von Show Boat, 1927) genannt. In der Regel wechseln sich Dialoge und Gesangsnummern ab. Die durchkomponierten Musicals seit den 1970er-Jahren sind eine neuere Erscheinung.

Das Broadway-Musical grenzte sich einst von den Operetten an diesem Ort ab, indem es kaum Musiknummern im 3/4-Takt enthielt. Im Gegensatz zur Revue hat das Musical in der Regel einen durchgehenden Handlungsstrang. Die Grenze zwischen diesen Gattungen ist besonders in der Frühzeit bis etwa 1940 fließend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Operetten wie The Geisha von Sidney Jones (1898) beherrschten um 1900 die Londoner und New Yorker Bühnen.

Die im 18. und im frühen 19. Jahrhundert stets noch kleinen amerikanischen Städte hatten kein wesentlich anderes Theaterangebot als in Europa, das von Paris und London abhängig war, und wie in Europa dominierten hier Mischformen aus Sprech- und Musiktheater, die von der Opéra comique herstammten. Im Bereich der Kleinkunst gab es spezifisch amerikanische Gattungen wie die Minstrel Show. Wie die europäischen Music Halls oder Singspielhallen waren die amerikanischen Vaudeville-Shows seit etwa 1880 privatwirtschaftlich organisiert.

Die Ursprünge des Musicals finden sich in London und New York im 19. Jahrhundert und haben mit dem Wachstum dieser Städte und der steigenden Nachfrage nach Unterhaltung zu tun. Als erstes Musical überhaupt wird oft das 1866 produzierte Spektakel The Black Crook genannt: Weil eine angereiste europäische Balletttruppe nicht auftreten konnte, da die New Yorker Academy of Music abgebrannt war, wurde das Ballett in ein Melodram von Charles Barras integriert, was unerwartet zu einem großen Erfolg führte und zahlreiche musikalisch-szenische Produktionen nach sich zog.[2]

Eine entscheidende Rolle ungefähr seit dem Ersten Weltkrieg spielte das Theaterviertel am Broadway als Schmelztiegel unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Hautfarben, Konfessionen und sozialer Schichten. So flossen verschiedene Einflüsse in die ersten Musicals ein: Swing und Jazz der Minstrel Shows, französische Revuen und Music-Hall-Konzerte, Theaterformen der britischen Einwanderer wie das aus artistischen Nummern bestehende Vaudeville und die Burlesque, die Operette aus Paris und Wien und das Flair der Wild-West-Sideshows. Zum klassischen Operngesang gesellten sich neue Techniken wie das Belting. In aufwendigen Extravaganzas hatten Bühneneffekte, Bühnenmaschinerie, Tanzeinlagen und Kostüme große Bedeutung.

Zu Beginn des Jahrhunderts bestand die Broadway-Unterhaltung noch hauptsächlich aus Revueshows wie den Ziegfeld Follies. Von einer spezifisch US-amerikanischen Gattung kann man erst seit den 1920er Jahren sprechen, als die amerikanische Operette von Victor Herbert oder Rudolf Friml an Einfluss verlor. Aus dieser Zeit stammen etwa George Gershwins Lady, Be Good (1924) und Jerome Kerns Show Boat (1927). Show Boat gilt als das erste „ernste“ Musical (Musical Play). In diesem Stück ergaben sich die Songs aus der Handlung, ohne diese zu unterbrechen. Außerdem wurde Sozialkritik mit eingeflochten, wie gegen die Diskriminierung der Afroamerikaner.

Klassische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der New Yorker Broadway gilt neben dem West End in London nach wie vor als Zentrum der Musicalwelt. Infolge der zunehmenden Konkurrenz durch den Tonfilm löste sich das Musical von der bloßen Nummernshow und erlebte von den 1930er bis zu den 1950er Jahren eine Blütezeit. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg behandelte das Musical sensible gesellschaftliche Themen, wie z. B. 1949 in South Pacific. Dies waren Stücke, die sich mit einem literarischen Buch von den bunt zusammengestellten Revuen und inhaltlich weniger zusammenhängenden Musical comedys abhoben.

Auf eine erste Generation von Komponisten, wie Cole Porter und George Gershwin (1920er bis 1940er Jahre), folgte auf dem Höhepunkt der „klassischen“ Zeit eine zweite mit Richard Rodgers oder Jule Styne (1940er bis 1960er). Mit dem Rodgers-Schüler Stephen Sondheim ging diese Tradition in den 1970er Jahren zu Ende. Als Textautor dominierte Oscar Hammerstein.

Ganz wesentlich prägte West Side Story (1957) von Leonard Bernstein die zunehmende Entfernung des Musicals von Pathos und drolliger Komik. Eine Umbruchzeit waren die 1968er Jahre mit dem Niedergang der gefühlsbetonten, oft als kitschig empfundenen Musicals, die allerdings in den 1980er Jahren wiederkehrten.

Seit den 1950er-Jahren, als viele amerikanische Musicals erfolgreich in Europa aufgeführt wurden und die Operetten in den Spielplänen altmodisch erschienen, versuchte man sich auch hier mit moderneren unterhaltenden Werken. So in Italien und vor allem im geteilten Deutschland, wo sich in der DDR aus dem Bemühen um die sozialistische Operette nach 1960 unter dem Motto Heiteres Musiktheater ein eigenständiges Musicalschaffen entwickelte. Zu den prägenden Komponisten gehörten Gerd Natschinski, Conny Odd, Rolf Zimmermann, Siegfried Schäfer, Harry Sander, Gerhard Kneifel. Helmut Bez und Jürgen Degenhardt waren das bis zum Mauerfall die Entwicklung bestimmende Autorenduo.

Das Filmmusical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Filmmusical, das durch die Erfindung des Tonfilms seit 1927 (The Jazz Singer mit Al Jolson) möglich geworden war, machte die Gattung Musical weltweit beliebt. Zunächst waren dies hauptsächlich Revuefilme. Für das Filmmusical wurden am Anfang der dreißiger Jahre neue Aufnahmetechniken erfunden, mit denen die Betrachter aus der Perspektive des Theaterzuschauers befreit werden sollten: Die sogenannten „Overhead shots“ machten die Choreografien von Busby Berkeley, der für Warner Brothers Musicals produzierte, zum Markenzeichen. Darin bildeten – fernab jeglicher Realität – Hunderte von Tänzerinnen menschliche Ornamente. In Das Wiegenlied vom Broadway (Lullaby of Broadway) sieht man Hunderte von stepptanzenden Füßen in riesigen Art-déco-Kulissen.

Eine besondere Stellung hatte das Studio Metro-Goldwyn-Mayer. MGM – und hier vor allem die Produktionen Arthur Freeds – wurde zum Synonym für dieses Genre, das in Ein Amerikaner in Paris (1951, nach George Gershwin) seinen künstlerischen und qualitativen Höhepunkt fand und dafür mit zahlreichen Oscars bedacht wurde. Ein anderes Filmmusical, das sich zu einem Klassiker entwickelte, ist Singin’ In The Rain (1952), in dem die Filmindustrie persifliert wurde. Beginnend mit Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) benutzte Walt Disney die Musicalform auch für abendfüllende Zeichentrickfilme.

Es fand ein reger Ideenaustausch statt zwischen dem Musicalzentrum Broadway und Hollywood, dem Mittelpunkt der Filmproduktion. So wurden viele der Broadway-Erfolge verfilmt, genauso wie später Filme als Musical-Vorlage dienten. Das Medium Film eröffnete dem Musical neue Dimensionen und ermöglichte mehr Perfektion sowie üppigere Ausstattung. Durch das Verlassen der Bühne wich das Illusionstheater realistischen Landschaftsbildern. Erstmals waren rasche Szenenwechsel ohne Umbaupausen genauso realisierbar wie Nahaufnahmen, die dem Zuschauer das Gefühl vermittelten, in der ersten Reihe des Theaters zu sitzen.

Das Film-Musical konnte durch einprägsame Lieder, Witz, akrobatische Tanzkünste, kostspielige Ausstattung und technische Effekte eine abwechslungsreiche Unterhaltung für ein Massenpublikum bilden. So wurde das Musical zur Handelsware und entwickelte sich zu einer „Kulturindustrie“. Die Blütezeit des Filmmusicals waren die späten 1940er und die 1950er Jahre, danach wurde dieses Genre allmählich unpopulär. Als erfolgreichster Musicalfilm aller Zeiten folgte jedoch noch The Sound of Music (1965), die Verfilmung einer Broadway-Produktion. Filme wie Das zauberhafte Land (1939), Doktor Dolittle (1967) nach Hugh Lofting oder Mary Poppins (1964) ließen mitunter den (falschen) Eindruck entstehen, dieses Genre sei vor allem für Kinder geeignet.

Das Rock-Musical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Rocky Horror Show

Ende der 1960er Jahre gingen neue Ideen und Klänge, beeinflusst durch Woodstock, Underground-Musik, auch an den Musicals nicht vorbei. Zu dieser Entwicklung gehörte das Musical Hair von 1967, das sich intensiv mit den Problemen Jugendlicher und deren aktueller Lage, wie dem kritisch betrachten Vietnamkrieg, beschäftigt. Durch eingebaute Mitspielszenen wurde die Barriere zwischen (jugendlichen) Darstellern und dem Publikum gebrochen. Auch der musikalische Stil und die Instrumentation passten sich den neuen Anforderungen an. Aktuelle Rockmusik verdrängte die sinfonischen Merkmale und die Jazzelemente in der Musik. Das Orchester wurde durch elektroakustische Instrumente wie die E-Gitarre ergänzt oder ersetzt.

Hair (1967) oder Oh! Calcutta! (1969) ersetzten den Handlungsrahmen durch ein provokatives inhaltliches Konzept, das sich wieder mehr der Revue annäherte. Eine neue Art der Satire wie in Richard O’Briens The Rocky Horror Show (1973) wandte sich gegen die mittlerweile als brav empfundene Komik der Musical Comedy.

In den 1970er Jahren setzte sich eine neue Tendenz in der Kompositionsweise durch: Die handlungstragenden gesprochenen Dialoge im alten Stil der Opéra comique verschwanden. Es wurde nun, wie in „durchkomponierten“ großen Opern, durchgehend gesungen. Die Musik schuf einen lückenlosen Zusammenhang. In dieser Zeit entstanden Musicals wie Andrew Lloyd Webbers Jesus Christ Superstar (1971) und The Whos Tommy (1969) und Quadrophenia (1973).

Moderne Musicals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Stücken von Andrew Lloyd Webber wie Cats (1980), Starlight Express (1984) oder Das Phantom der Oper (1986) setzte seit Beginn der 1980er Jahre eine neue Musicalmode in Europa ein. Diese Musicals waren fast ausnahmslos durchkomponiert. Noch konsequenter als bei den klassischen Musicals dienten die szenische Realisierung ebenso wie die Musik als unveränderliche Vorlagen für alle Produktionen.

Aufgrund der hohen Investitionen mussten sehr lange Laufzeiten erreicht werden. Ende des 20. Jahrhunderts wurden in vielen Städten spezielle Musical-Theater gebaut, um dort ein bestimmtes Musical optimal zu präsentieren. Prägnantestes Beispiel hierfür ist das 1988 für 24 Millionen DM fertiggestellte Starlight Express Theater in Bochum, dessen Installation der gesamten Bühnentechnik in nur 4 Monaten angefertigt worden ist und das in nur 13 Monaten erbaut wurde. Das Theater am Stadionring steht damit zweimal im Guinness-Buch der Rekorde: Zum einen, weil es das am schnellsten gebaute Theater, zum anderen, weil es das erste speziell für ein bestimmtes Stück gebaute Theater ist.[3] (Den Rekord des weltweit erfolgreichsten Musicals an einem Spielort hat die Bochumer Produktion übrigens nach 20 Jahren und über 12 Millionen Zuschauern längst eingefahren.[4])

Stilistisch hatten die Musicals des ausgehenden 20. Jahrhunderts eine große Bandbreite und orientierten sich wieder mehr an hergebrachten Theatergattungen wie der Revue, der Extravaganza, dem Melodram, dem Musical Play oder dem Film. Rock- und Jazzelemente wurden mit sinfonischen Klängen vermischt und der Operngesang mit dem Belting. Les Misérables (1980) ist dafür ein gutes Beispiel oder Aida (2000).

Der Komponist und Textdichter Stephen Sondheim verfasste auch nach 1970 noch Musical plays mit anspruchsvollen Stoffen, die von der Kritik sehr gelobt wurden, wie Sunday in the Park with George (1984). Am bekanntesten ist sein verfilmtes Musical Sweeney Todd (1979).

Mamma Mia! am Broadway

In neuerer Zeit zeigte sich eine Annäherung des Bühnenmusicals an das Konzert in Gestalt des Jukebox-Musicals, für das bekannte Musiktitel eines Interpreten, einer Stilrichtung, o. ä. teilweise mit Anpassungen verwendet werden. Beispiele sind etwa Buddy (1989, Buddy Holly), Saturday Night Fever (1998, Bee Gees), Mamma Mia! (1999, ABBA), We Will Rock You (2002, Queen), Jersey Boys (2005, The Four Seasons), Priscilla, Queen of the Desert (2006, Disco-Musik, basierend auf dem Film Priscilla – Königin der Wüste), Ich war noch niemals in New York (2007, Udo Jürgens), Ich will Spaß (2008, NDW), Über Sieben Brücken (2009, Ostrock) oder Hinterm Horizont (2011, Udo Lindenberg).

Kindermusical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „Kindermusical“ erscheint zuerst Anfang der 1970er Jahre im Bereich des professionellen Kinder- und Jugendtheaters.[5] Musikalische Theaterformen für Kinder und Jugendliche sind seit dem Jesuitentheater der Renaissance verbreitet. Im Rahmen des Religionsunterrichtes und in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchen werden gern Kindermusicals erarbeitet. Neueren Datums sind die Stücke des Braunschweiger Domkantors Gerd-Peter Münden und des Komponisten Klaus Heizmann (Der verlorene Sohn, Der Stern von Bethlehem, Suleilas erste Weihnacht) sowie das Werk Unterwegs mit David von Michael Benedict Bender und Ingo Bredenbach nach einem Text von Brigitte Antes.

An nicht religiösen Musicals, die zur Aufführung durch Kinder bestimmt sind, gibt es etwa die Ritter-Rost-Serie von Jörg Hilbert und Felix Janosa, dann die Musicals des Ehepaars Veronika te Reh und Wolfgang König sowie die Musicals von Mechtild von Schoenebeck. Musicals von Peter Schindler (Geisterstunde auf Schloss Eulenstein, Weihnachten fällt aus, Max und die Käsebande, König Keks, Zirkus Furioso und Schockorange) zählen zu den meistgespielten Werken ihrer Art bei Kinder- und Jugendchören in Theatern und Schulen.[6] Schindler gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Kinderliederkomponisten unserer Zeit.[7] Zum Mozartjahr 2006 erschien das Kindermusical Amadeus legt los von Thekla und Lutz Schäfer. Musicals für die Aufführung durch Jugendliche schreibt u. a. Claus Martin (Pinocchio, Heidi, Dracula, das Grusical)

Neben den für jugendliche Amateure bestimmten Kindermusicals gibt es professionelle Produktionen für Kinder, meist nach Kinderbüchern und -filmen wie Pippi Langstrumpf, Das Sams, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Tabaluga, Yakari. Einer der meistgespielten Autoren in diesem Bereich ist Christian Berg (viele seiner Werke mit der Musik von Konstantin Wecker). 2013 wurde das Kindermusical Yakari – Freunde fürs Leben des Komponisten Thomas Schwab in der Liederhalle Stuttgart uraufgeführt.

Wichtige Musical-Komponisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste ist alphabetisch sortiert nach dem Namen des Komponisten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschsprachige Musical-Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musicals – Das Musicalmagazin
  • Da Capo
  • Blickpunkt Musical
  • Musical Cocktail

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charles B. Axton, Otto Zehnder: Reclams Musicalführer. 10. Auflage. Stuttgart 2009, ISBN 3-15-010697-4.
  • Günter Bartosch: Das Heyne Musical-Lexikon. Heyne, 1995.
  • Marc Bauch: Selbstreflexivität im amerikanischen Musical. Wiku-Verlag, Köln, 2013. ISBN 978-3-86553-414-9 [Buch hat einen hervorragenden Überblick über die Entwicklung des amerikanischen Musicals; mit Selbstreflexivität meint Bauch, wie Musicalautoren – auf Grund fehlender Abhandlungen – in ihren eigenen Werken eine Theorie des amerikanischen Musicals artikulieren.]
  • Marc Bauch: Das amerikanische Meta-Musical. Wiku-Verlag, Köln, 2013. ISBN 978-3-86553-415-6
  • Marc Bauch: Europäische Einflüsse im amerikanischen Musical. Tectum Verlag, Marburg 2013. ISBN 978-3-8288-3209-1
  • Marc Bauch: The American Musical. Tectum Verlag, Marburg 2003. ISBN 3-8288-8458-X
  • Marc Bauch: Themes and Topics of the American Musical after World War II. Tectum Verlag, Marburg 2001. ISBN 3-8288-1141-8
  • Rüdiger Bering: Schnellkurs Musical. DuMont, 2006, ISBN 978-3-8321-7723-2
  • Helmut Bez, Jürgen Degenhardt, H. P. Hofmann: Musical. Geschichte und Werke, Berlin 1981: VEB Lied der Zeit Musikverlag
  • Roland Dippel: Heiteres Musiktheater – Operette in der Deutschen Demokratischen Republik (1949–1989). In: Die Welt der Operette. Frivol, erotisch und modern. Herausgeber: Marie-Theres Arnbom, Kevin Clarke, Thomas Trabitsch, S. 213 bis 239, ISBN 978-3-85033-581-2
  • Roland Dippel: Was von damals übrig blieb. Gerd Natschinski und Guido Masanetz waren nicht die Einzigen (Serie „Operette und Musical der DDR“, Folge 1) in: Leipziger Volkszeitung, 29. Jan. 2016, Nr. 24, S. 9. (Online)
  • Armin Geraths, Christian Martin Schmidt: Musical – Das unterhaltende Genre. Laaber, 2002.
  • Peter Hahnen: Sinnvolle Visionen. Filmmusical und Theologie. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 2. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76733-2, S. 53–65.
  • Wolfgang Jansen: Cats & Co. – Die Geschichte des Musicals im deutschsprachigen Theater. Henschel, Leipzig 2008, ISBN 978-3-89487-584-8.
  • Wolfgang Jansen: My Fair Lady, Die deutsche Erstaufführung 1961 im Berliner Theater des Westens. Kleine Schriften der Gesellschaft für unterhaltende Bühnenkunst, Band 1. Weidler, Berlin 1992, ISBN 3-925191-85-2.
  • Wolfgang Jansen: Musical kontrovers. Der 1. Deutsche Musical-Kongress, Eine Dokumentation. Herausgegeben von Wolfgang Jansen. Kleine Schriften der Gesellschaft für unterhaltende Bühnenkunst, Band 3. Weidler, Berlin 1994, ISBN 3-925191-90-9.
  • Wolfgang Jansen: Musicals in der Produktion, Zur Realisierungspraxis als Konstituens des Werkes. In: Armin Geraths, Christian Martin Schmidt (Hrsg.): Musical – Das unterhaltende Genre. Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert, Band 6. Laaber, Laaber 2002, ISBN 3-89007-426-X.
  • Wolfgang Jansen: Theater – Musicals – Produzenten, Zur Entwicklungsgeschichte des Musicals in Nordrhein-Westfalen. In: Andreas Vollberg (Hrsg.): Von Trizonesien zur Starlight-Ära, Unterhaltungsmusik in Nordrhein-Westfalen. Musikland NRW, Band 4. Agenda, Münster 2003, ISBN 3-89688-172-8.
  • Wolfgang Jansen: Das Musical kommt nach Deutschland, Zur Rezeption des populären amerikanischen Musiktheaters im deutschsprachigen Feuilleton der fünfziger Jahre. In: Christiane Schlote, Peter Zenzinger (Hrsg.): New Beginnings in Twentieth-Century Theatre and Drama, Essays in Honour of Armin Geraths. CDE Studies, Band 10. Wissenschaftlicher Verlag, Trier 2003, ISBN 3-88476-639-2.
  • Stephan Pflicht: Musical-Führer. Serie Musik, Atlantis-Schott, 2001, ISBN 3-254-08365-2. (Parallelausgabe unter gleichem Titel bei Piper-Schott, 2001, ISBN 3-7957-8206-6).
  • Siegfried Schmidt-Joos: Das Musical. dtv, 1965.
  • Thomas Siedhoff: Handbuch des Musicals – Die wichtigsten Titel von A-Z. Schott, 2007.
  • Joachim Sonderhoff, Peter Weck: Musical – Geschichte, Produktionen, Erfolge – Die 55 beliebtesten Musicals. Braunschweig: Georg Westermann Verlag, Augsburg: Weltbild Verlag, verschiedene Auflagen aus verschiedenen Jahren.
  • Hubert Wildbihler, Sonja Völklein: The musical: an international annotated bibliography ; eine internationale annotierte Bibliographie, München: Saur 1986.
  • Hubert Wildbihler: Das internationale Kursbuch Musicals – Ein kritischer Begleiter durch 500 Werke, mit über 700 Musical-CD-Empfehlungen, Passau 1999.
  • Hubert Wildbihler: Musicals! Musicals! - Ein internationaler Führer zu 850 Musicals und 3000 Tonträgern, Passau 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Musical – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Musical – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Musical. Pons-Verlag, abgerufen am 9. September 2013.
  2. Howard Taubman: The Making of the American Theatre, McCann, New York 1965, S. 105f.
  3. Daten zum Starlight Express Theater Bochum
  4. Feierlichkeiten zum Anlass des 20. Geburtstages von STARLIGHT EXPRESS in Bochum
  5. Zur Geschichte des Kinder- und Jugendmusicals
  6. schwarzwaelder-bote.de: Peter Schindler gibt Konzert in der Heimat. Abgerufen am 4. April 2014.
  7. nmz.de. Abgerufen am 4. April 2014.