Dermatochalasis

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Klassifikation nach ICD-10
Q82.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen der Haut - Cutis laxa (hyperelastica)
H02.3 Blepharochalasis
L57.4 Cutis laxa senilis
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Die Dermatochalasis (von grie. δέρμα - derma „Haut und χαλασις - chalasis „Nachlassen“. Synonym: lat. Cutis laxa = „schlaffe Haut“)' bezeichnet eine Gruppe von meist altersbedingten Bindegewebsveränderungen, nicht selten mit familiärer Häufung. Der Begriff wird oft in der Augenheilkunde, aber auch in der Dermatologie verwendet.[1][2] Gemeinsames Kennzeichen ist eine schlaffe, unelastische und oft in großen Falten herunterhängende Haut an unterschiedlichen Körperpartien, die den Betroffenen älter aussehen lässt. Bekannte Manifestationen finden sich unter anderem an den Tränensäcken, den Augenlidern oder der Rückenhaut.

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mögliche Ursachen sind:[3]

  • idiopathisch rezidivierende Schwellung der Oberlider (Blepharochalasis)
  • vererbungsbedingte (hereditäre) Erkrankungen des Bindegewebes (Cutis-laxa-Syndrom)[4][5]
  • altersbedingt (Cutis laxa senilis)
  • durch entzündliche Hautkrankheiten (Dermatitis) oder durch Einnahme von Penicillamin während der Schwangerschaft erworben (Cutis laxa acquisita)

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abgrenzung der verschiedenen Formen basiert auf dem Manifestationsalter, eventuell vorhergegangenen Veränderungen wie Urtikaria, Quincke-Ödem, entzündlichen Hautveränderungen oder allergischer Reaktionen zum Beispiel auf Medikamente. Bei Verdacht auf eine erbliche Form muss eine ausführliche Körperliche Untersuchung mit Familienanamnese, eventuell diagnostische Bildgebung und gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchgeführt werden.[3]

Differentialdiagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abzugrenzen sind ferner:[3]

Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Abhängigkeit von der Ursache der Erkrankung gibt es unterschiedliche Behandlungsansätze, wie bspw. die Haut straffende, konservative Maßnahmen (Gymnastik, Kalt-Warm-Duschen, Bindegewebsmassagen etc.) oder auch operative Interventionen (bspw. Blepharoplastik). Bei erworbenen Formen steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anselm Kampik, Franz Grehn: Augenärztliche Differenzialdiagnose. Georg Thieme, 2008, ISBN 9783131567826.
  2. a b Peter Altmeyer, V. Paech: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer, 2005, ISBN 9783540276487.
  3. a b c Dermatochalasis. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten).
  4. Institut für Medizinische Genetik und Humangenetik der Charité Berlin: Hereditäre Erkrankungen des Bindegewebes
  5. O. Braun-Falco, M. Rupec, M. J. Lindley: Angeborene Dermatochalasis als Leitsymptom eines Symptomenkomplexes. In: Archiv für Klinische und Experimentelle Dermatologie. Band 220, Nr. 2, 1964, S. 166–182, doi:10.1007/BF00571834.
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