Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum

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Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum
BadO-Denkmal-072-2012-06-21-0992.jpg
Museumsgebäude
Daten
Ort Bad Oeynhausen
Art Kunstsammlung
Eröffnung 1973
Website http://maerchenmuseum.blogspot.com/
ISIL DE-MUS-008915

Das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum befindet sich in der Villa Paul Baehr, einer prachtvollen Jugendstil-Villa, am Kurpark von Bad Oeynhausen. Hervorgegangen aus der privaten Stiftung des 1992 verstorbenen Schriftstellers Karl Paetow bietet das Museum Einblicke in das weite Feld der alten Volkserzählungen und beschäftigt sich vornehmlich mit der bildlichen Umsetzung von Märchen- und Sagenmotiven. Es zeigt Illustrationen zu den bekannten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die im Weserbergland viele ihrer Märchenstoffe gefunden haben, sowie anderer Märchensammler und -erzähler ebenso wie künstlerisch weit über die Illustration hinausgehende bildliche Umsetzungen von aktuellen Künstlern und Künstlerinnen.

Geschichte des Museums und der Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973 schenkte der Kunsthistoriker und Schriftsteller Dr. Karl Paetow (1903–1992) der Stadt Bad Oeynhausen seine private Märchen- und Sagensammlung, die noch im selben Jahr in den Erdgeschossräumen der Paul-Baehr-Villa, Am Kurpark 3, in Bad Oeynhausen eröffnet wurde. Sie umfasst einen großen Bestand an Märchenbüchern, zahlreiche Märchen- und Sagenillustrationen in Form von Originalgraphiken und druckgraphischen Reproduktionen sowie einen kleinen Bestand an Märchenfiguren und Gegenständen mit Bezug zu Märchen und Sage.

1994 stiftete seine Witwe Eva Paetow der Stadt Bad Oeynhausen ein weiteres großes Konvolut an graphischen Blättern, die ihr Ehemann noch zu Lebzeiten selbst für das Museum bestimmt hatte. Die Städtischen Museen erwarben außerdem aus dem Besitz des Stifters weitere Teile seiner Bibliothek, darunter vor allem Literatur und Graphik zum Brauchtum im Jahres- und Lebenslauf und andere angrenzende kulturgeschichtliche Arbeiten. Bei diesen Beständen handelt es sich um Karl Paetows Märchensammlung im weiteren Sinne.

Seit der 1973 erfolgten Schenkung, besonders aber seit Übernahme des Museums durch einen hauptamtlichen, wissenschaftlichen Leiter Anfang der 1980er Jahre wurde die Sammlung durch weitere Ankäufe und Schenkungen ergänzt. Seitdem werden zunehmend auch größere und repräsentative Druckgraphik, wie z.B. Schulwandbilder und Märchenobjekte erworben. Der Bibliotheksbestand wurde um jüngere Ausgaben der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm wie allgemein um illustrierte Märchenbücher ergänzt. Neu hinzugefügt als Sammlungsgebiete wurden Künstler-Handdrucke, Originalillustrationen und Objekte zeitgenössischer Künstler, Plakate von Märchenveranstaltungen, Postkarten mit Märchenmotiven bzw. von Märchenparks, Nippes mit Märchenmotiven, Spiele und Spielzeug mit Märchenbezug, Tonträger mit Märchenerzählungen und andere neue Medien zu den Themen Märchen aus aller Welt in deutschsprachigen Ausgaben und Sagen des Weserraumes wie der angrenzenden Gebiete.

1978 gründete Karl Paetow zusammen mit dem Kaufmann Walter Frei den „Förderkreis des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums e.V.“ zur Unterstützung der Museumsarbeit.

Leiter des Museums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973–1981: Karl Paetow (ehrenamtlich) ...

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Museum gehört eine gut bestückte Präsenzbibliothek mit rund 14.000 Bänden zu Märchen und Sagen sowie zur Stadt- und Landesgeschichte und einzelnen Fachzeitschriften.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum Bad Oeynhausen bietet jeden 1. Freitag im Monat um 16 Uhr Märchenerzählstunden für Jung und Alt an. Nach Voranmeldung können auch Gruppen jeder Altersklasse (ab 5 Jahren) die Märchenerzählstunden erleben.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Staatsbades Bad Oeynhausen im Jahre 1998 kreierten Studenten der Fachhochschule Bielefeld märchenhafte und phantasievolle Kostüme. Eine konkrete Anlehnung an Märchenfiguren sollte vermieden werden. Die Stadt Bad Oeynhausen förderte die Aktion.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 12′ 13″ N, 8° 47′ 45″ O