Dickschnabel-Blattvogel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dickschnabel-Blattvogel
Dickschnabel-Blattvogel (Chloropsis sonnerati), Weibchen

Dickschnabel-Blattvogel (Chloropsis sonnerati), Weibchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Überfamilie: Passeroidea
Familie: Blattvögel (Chloropseidae)
Gattung: Blattvögel (Chloropsis)
Art: Dickschnabel-Blattvogel
Wissenschaftlicher Name
Chloropsis sonnerati
Jardine & Selby, 1827

Der Dickschnabel-Blattvogel (Chloropsis sonnerati) ist eine Vogelart aus der Familie der Blattvögel (Chloropseidae).[1]

Der lateinische Artzusatz bezieht sich auf Pierre Sonnerat.[2][3]

Der Vogel kommt in Südostasien vor in Indonesien, Malaysia, auf der malaiischen Halbinsel und in Thailand.

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tiefwald und deren Ränder.[4]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vogel ist 18–21 cm groß, das Männchen wiegt 42–48, das Weibchen 38–41 g. Die Art ist der größte und schwerste Vertreter der Blattvögel. Hauptunterscheidungsmerkmal vom Blaubart-Blattvogel (Chloropsis cyanopogon) ist der kräftige, lange, an der Spitze leicht gebogene, schwärzliche Schnabel, die gelbe Kehle und der gelbe Augenring beim Weibchen sowie die fehlende gelbe Abgrenzung des schwarzen Kehlfleckes beim Männchen. Die Iris ist braun. Das Männchen ist abgesehen vom schwarzen Gesicht mit kobaltblauem Bartstreif durchgehend grün gefiedert, auf den Handschwingen ist ein bläulich-grüner Schimmer zu sehen. Das Weibchen hat ein grünes Gesicht mit deutlicher gelber Abgrenzung zur Kehle. Jungvögel haben einen gelblichen Bartstreif.[5][4][6]

Geografische Variation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[4][7]

  • Chloropsis s. sonnerati Jardine & Selby, 1827, NominatformJava und Bali
  • Chloropsis s. zosterops Vigors, 1830 – Süden Myanmars und Südwesten Thailands südlich bis Sumatra, östlich bis zu den Natuna-Inseln und Borneo

Stimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesang des Männchens wird als variantenreiche Folge kräftiger, fließender Triller wie „wit-chew“ beschrieben.[4]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nahrung ist vielfältig, sie besteht aus Gliederfüßern, Früchten, auch Nektar. Beutetiere werden zwischen den Blättern gesucht.

Die Brutzeit liegt zwischen Januar und Juli.[4]

Gefährdungssituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bestand gilt als gefährdet (Vulnerable) aufgrund von Habitatverlust.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • V. Mason: A revised checklist for the birds of Bali, with notes on recent additions to the avifauna. In: Kukila Bd. 15, 2011, S. 1–30

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dickschnabel-Blattvogel, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank
  2. J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
  3. B. Beolens, M. Watkins: Whose Bird?: Common Bird Names and the People They Commemorate, Christopher Helm, London, 2003
  4. a b c d e Handbook of the Birds of the World
  5. Singapore Birds
  6. Oiseaux.net
  7. IOC World Bird List Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds
  8. Redlist

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dickschnabel-Blattvogel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien