Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie

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Seriendaten
OriginaltitelDie Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie
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ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)seit 2011
Produktions-
unternehmen
Joker Productions GmbH (2011–2015)
Geiss TV GmbH (seit 2015)[1]
Längeca. 45 Minuten
Episoden218 und 10 Specials in 14+ Staffeln
GenreReality-TV
Titelmusik
  • Robert Vasey – The Time of New York (erste Staffel)
  • Carmen Geiss – Jetset (Staffeln 2 bis 10)
  • Carmen Geiss – Was kostet die Welt (Staffel 11 bis 13)
  • Carmen Geiss - Runners (Ab Staffel 13)
IdeeMartina Taubert
ProduktionP. Ach, F. Reinhardt
MusikLeon Sander
ModerationMichael Betz (Stimme)
Erstausstrahlung3. Januar 2011 auf RTL II

Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie ist eine von RTL II ausgestrahlte Fernsehsendung mit der Millionärsfamilie Robert und Carmen Geiss in der Hauptrolle.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung gibt vor, die Reisen und den luxuriösen Alltag der Familie Geiss zu dokumentieren. Der Sender und die Familie Geiss behaupten, es handle sich bei dem Format im Wesentlichen um eine Dokumentation des echten Familienlebens.[2][3] Kritiker sehen in der Sendung dagegen eine Pseudo-Doku.[4] In dieser wird herausgestellt, dass – im Gegensatz zum Alltag eines Großteils der Bevölkerung – die Erwerbsarbeit bei den Geissens nur eine untergeordnete Rolle spielt; überwiegend werden die Protagonisten bei der Alltags- und Freizeitgestaltung im Jetset-Milieu porträtiert.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Geiss stammt aus Köln; sie hat ihren Hauptwohnsitz im Fürstentum Monaco und Ferienhäuser in Saint-Tropez, Kitzbühel und Valberg. Robert Geiss, der im Januar 1986 gemeinsam mit seinem Bruder Michael das Sportbekleidungslabel „Uncle Sam“ gegründet hatte, verkaufte im Januar 1995 gemeinsam mit seinem Bruder sämtliche Firmenanteile, die jeweils 50 Prozent betrugen, für geschätzte 140 Millionen DM.[5] Seine Frau Carmen Geiss wurde 1982 zur „Miss Fitness“ gewählt. Ihre beiden Töchter besuchen eine internationale Schule in Monaco. Anfang März 2013 kehrte Robert Geiss mit der neuen Marke Roberto Geissini ins Modegeschäft zurück.[6] Während in den ersten Staffeln Robert Geiss' Eltern, Oma Margret und Opa Reinhold, auftraten, sind sie in den neueren Folgen nicht mehr zu sehen. Grund ist ein Zerwürfnis mit Carmen Geiss, weshalb zwischen den Familien seit Jahren kein Kontakt mehr besteht.[7]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Serie wird primär der Familienalltag geschildert, sei es der Einkaufsbummel zum Erwerb von Luxusgütern, beim Kauf repräsentativer Immobilien oder beim Kindergeburtstag. Die Familie präsentiert sich mit ihrer einfach strukturierten kölschen Mentalität in einer mondänen Welt in Form des Reality-TV. Dabei gibt sie Einblicke in ihren vom Luxusleben geprägten Tagesablauf.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung wurde mehrfach in der Comedy-Show Switch reloaded und in der 1LIVE-Comedyreihe Global Geiss persifliert.[8]

Die Welt charakterisierte die Welt der Geissens als „… immer ein wenig zu groß, zu Bling-Bling, zu viel Glitzer“. So stelle man sich „in Kleinappelsbüttel die ‚reichen Leute‘“ vor. Immer wieder breche „der Kleinbürger aus ihnen“ heraus.[9] Sie schreibt: „Die Sendung bietet Sehnsuchtsbilder exotischer Reiseziele – und mehr als das: ein lustvolles Fremdschämen, das schöne Gefühl, auch als Hartz-IV-Empfänger mehr Niveau zu haben als diese prolligen Millionäre.“[10]

Die Süddeutsche Zeitung vermutete den Grund für den Erfolg des Formates darin, dass dem Zuschauer das Gefühl gegeben werde, „echten Menschen zu begegnen“, die ein spannenderes, sorgenfreieres und pralleres Leben als er selbst erleben würden. Zudem klassifizierte die Zeitung die Sendung als „Trash-Format“.[11] Stefan Winterbauer von Meedia kritisiert die Nähe von Robert Geiss zum Rotlichtmilieu, mit dessen Protagonisten er in Kontakt gestanden habe und dessen schlechte Umgangsformen und Vorurteile er übernommen habe.[12] In einem Artikel von Lars-Marten Nagel und Tim Röhn in der Welt am Sonntag wurden vor allem die aggressiven Umgangsformen von Robert Geiss kritisiert.[13]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst produzierte die Sendung die Kölner Produktionsfirma Joker Productions. Carmen und Robert Geiss erhielten für ihr Auftreten eine Gage. Ab Mitte 2014 wollte Robert Geiss einen Anteil an der Produktionsfirma, weshalb er zusammen mit Carmen und EndemolShine sowie einem kleineren Partner die Firma GeissTV GmbH gründete, an der Carmen und Robert Geiss 40 % der Anteile hatten. Nach 10 Monaten stieg EndemolShine wieder aus. Im Oktober 2015 übernahm die Roberto Geissini Holding AG die Kontrolle über GeissTV. Alleiniger Chef ist jetzt Robert Geiss.[14]

Ausstrahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstrahlung der ersten Staffel begann am 3. Januar 2011 und endete am 14. Februar 2011. Die erste Staffel enthielt sieben Episoden, die montags um 20:15 Uhr auf RTL II ausgestrahlt wurden. Die Zuschauerzahlen der ersten Sendung lagen bei ca. 1,5 Millionen.

Staffel Episoden Ausstrahlung (Deutschland) auf RTL II
1 7 3. Januar 2011 bis 14. Februar 2011
2 12 19. September 2011 bis 5. Dezember 2011
3 17 26. März 2012 bis 1. Oktober 2012
4 16 8. Oktober 2012 bis 21. Januar 2013
5 13 22. April 2013 bis 24. Juni 2013
6 26 30. September 2013 bis 17. Februar 2014
7 15 21. April 2014 bis 17. November 2014
8 15 24. November 2014 bis 23. Februar 2015
9 15 23. Februar 2015 bis 20. April 2015
10 18 14. September 2015 bis 28. Dezember 2015
11 15 4. Januar 2016 bis 25. April 2016
12 15 26. September 2016 bis 16. Januar 2017
13 13 16. Januar 2017 bis 6. März 2017
14 16 16. Oktober 2017 bis 19. März 2018

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staffeln 1 bis 13 liegen als DVD-Veröffentlichungen vor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.endemol.de/endemol-gruendet-joint-venture-geiss-tv/
  2. Die Geissens - So echt ist unsere Sendung wirklich [1] Abgerufen am 22. April 2014
  3. Carmen Geiss wehrt sich: "Wir spielen nichts." - express.de [2] Abgerufen am 22. April 2014
  4. Z. B.: [3] Augsburger Allgemeine vom 7. Juni 2013: Trash bei "Wetten, dass..?": Die Geissens ersetzen Jackson. Abgerufen am 22. April 2014
  5. Spiegel-Online vom 28. September 2008, Pamelas Prinz
  6. Geissens-Comeback! Das ist ihre neue Mode, abgerufen am 25. Juli 2014
  7. Focus online vom 12. August 2015
  8. Global Geiss auf einslive
  9. Cordula Schmitz in der Welt vom 10. September 2012: Die Geissens sind der Schrecken aller Millionäre. Abgerufen am 21. Oktober 2013
  10. Lars-Marten Nagel und Tim Röhn in der Welt vom 4. Juli 2016 Rooobäärt, der schreckliche zornige Chef, abgerufen am 22. Mai 2017
  11. Ruth Schneeberger in Süddeutscher Zeitung vom 11. September 2012: Haste mal ’nen Millionär. Abgerufen am 21. Oktober 2013
  12. „Die Geissens“: die dunkle Seite des TV-Kults, Meedia, 12. Juni 2012
  13. Rooobäärt, der schrecklich zornige Chef, welt.de, 4. Juli 2016
  14. Lars-Marten Nagel und Tim Röhn in der Welt vom 4. Juli 2016 Rooobäärt, der schreckliche zornige Chef, abgerufen am 22. Mai 2017