Die Swingmädchen

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Filmdaten
Deutscher TitelDie Swingmädchen
OriginaltitelLe ragazze dello swing
ProduktionslandItalien
OriginalspracheItalienisch
Erscheinungsjahr2010
LängeDt. Fassung: 210 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieMaurizio Zaccaro
DrehbuchGabriele Eschenazi
Laura Ippoliti
Maurizio Zaccaro
ProduktionLuca Barbareschi
Susanna Bolchi
MusikTeho Teardo
Besetzung

Die Swingmädchen (Originaltitel: Le ragazze dello swing, engl. The Swing Girls) ist ein zweiteiliger Fernsehfilm von Maurizio Zaccaro über die Geschichte des Trio Lescano. Die italienische Erstausstrahlung erfolgte am 27. September 2010. In dem Film hatte Sylvia Kristel ihre letzte Rolle.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Ende der 1930er Jahre wandern die drei holländischen Schwestern Alexandra, Judith und Kitty Leschan mit ihrer jüdischen Mutter Eva De Leeuwe nach Italien aus. Die beiden älteren Schwestern werden bald vom neapolitanischen Kleinkünstler Gennaro Fiore als Tänzer engagiert. Auf Vorschlag ihrer Mutter formt Fiore aus den drei Mädchen ein Gesangstrio. Das Talent der Mädchen wird bald vom Impresario Pier Maria Canapone erkannt, der die Mädchen unter Vertrag nimmt. Der italienische Rundfunk lehnt das Trio zunächst wegen ihrer Herkunft ab, ändert jedoch seine Meinung als ein anderer Musikkonzern dem Trio einen Exklusivvertrag anbietet. Der holländische Nachname der Mädchen, Leschan, wird in das italienisierte Lescano geändert. Unter dem Namen Trio Lescano treten die Drei fortan auf.

Durch den Aufstieg des Faschismus in Italien versucht Canapone die Mädchen davon zu überzeugen, ihre Popularität für die Propaganda des Regimes zu verwenden. Nach der Verkündung der italienischen Rassengesetze von 1938 werden sie aufgrund ihrer jüdischen Mutter als jüdisch deklariert. Es kommt bald aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zu Misstrauen und Beschuldigungen. Während eines Auftritts in Genua werden sie von der italienischen Gestapo verhaftet unter der Beschuldigung, verschlüsselte Nachrichten in ihren Liedern an die amerikanischen Streitkräfte versteckt zu haben. Sie werden bald wieder freigelassen, ihre Musik darf jedoch nicht mehr gesendet werden.

Alexandra nutzt ihre Beziehung zu ihrem ehemaligen Geliebten Parisi, der mittlerweile unter den Faschisten Karriere gemacht hat, um ihren Freund, den jüdischen Pianisten Funaro zu befreien. Auch für ihren ehemaligen Vorgesetzten Venezia bittet sie um die Freilassung. Während Venezia freigelassen wird, wird Funaro abtransportiert. Nach dem Krieg entschließen sich die beiden älteren Schwestern nach Südamerika auszureisen und dort ihre Karriere fortzusetzen. Die jüngere Schwester Kitty bleibt in Italien und heiratet dort ihren Freund.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italienische Erstausstrahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Ausstrahlungsdatum Zuschauerzahl Zuschaueranteil
1 27. September 2010 4.665.000 17,33 %[1]
2 28. September 2010 4.497.000 16,74 %[2]

Deutsche Erstausstrahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 19. Oktober 2012 beim deutsch-französischen Fernsehsender arte.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Swingmädchen gewannen im Jahr 2011 auf dem Festival de Télévision de Monte-Carlo die Goldene Nymphe sowie auf dem Shanghai Television Festival die Goldene Magnolia für die beste Regiearbeit.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Swingmädchen in der Internet Movie Database (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ascolti tv deludenti per Le ragazze dello swing: 4,6 milioni (17,33 %). Abgerufen am 27. Dezember 2013.
  2. Ascolti Tv martedì 28 settembre 2010: Le ragazze dello swing vincono la serata con 4.500.000 spettatori. Abgerufen am 27. Dezember 2012.