Dirk Toepffer

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Dirk Toepffer, 2013

Dirk Toepffer (* 6. Juni 1965 in Hannover) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Mitglied des Niedersächsischen Landtags.

Kindheit und Familie[Bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte Dirk Toepffer in der Hannoveraner Südstadt. Später zog er nach Wettbergen. Dort wohnt er heute mit seiner Frau und mit seinem Sohn.[1]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Ratsgymnasium Hannover im Jahre 1985 absolvierte Toepffer seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr. Anschließend verpflichtete er sich für zwei Jahre als Zeitsoldat. Aktuell ist er Oberleutnant der Reserve.

1987 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hannover. Währenddessen lebte er im hannoverschen Stadtteil Linden. Seit 1995 ist er als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht tätig.

Politik[Bearbeiten]

Wahlkampf mit Ministerin Ursula von der Leyen (2011, 2.v.l. und Dirk Toepffer, 2.v.r.)
Dirk Toepffer in Hannover am Maschsee (2012)

Toepffers politische Laufbahn begann in der Jungen Union. 1987 wurde er Mitglied des Bezirksrates Linden-Limmer, später wurde er Mitglied des Stadtrates von Hannover. Von 1990 bis 1993 war Toepffer Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Linden-Limmer. 2002 wurde er als Nachfolger von Hanns-Georg Fricke Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Hannover-Stadt. Zu Beginn seiner Amtszeit setzte er sich für eine Beendigung der Flügelkämpfe innerhalb der CDU ein [2]. Ein weiteres Anliegen war ihm das Ordnen der Parteifinanzen [3][4]. Bei der Landtagswahl 2003 trat er als CDU-Direktkandidat des Wahlkreises 36 Hannover-Linden an und verlor gegen den SPD-Kandidaten Wolfgang Jüttner.

Im August 2003 wurde innerhalb der CDU die Aufforderung laut, Toepffer solle für die Wahl zum Oberbürgermeister kandidieren [5][6]. Am 11. September 2006 trat er als Oberbürgermeisterkandidat von Hannover an, scheiterte mit 35,5 Prozent der Stimmen jedoch deutlich gegen den SPD-Kandidaten Stephan Weil mit 52,3 Prozent der Stimmen.[7]

Am 5. Februar 2007 wurde Toepffer für die Landtagswahl 2008 als CDU-Direktkandidat des Wahlkreises 24 Hannover-Döhren nominiert und gewann. Seit dem 26. Februar 2008 ist er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Auf seine Initiative hin wurde die jetzige Bundesarbeitsministerin, Ursula von der Leyen, nach Hannover geholt, wo sie über die Landesliste für den Bundestag kandidierte.[8][9] Auch die Abgeordnete Swantje Hartmann erfuhr bei ihrem Wechsel in den Kreisverband der CDU Hannover-Stadt Unterstützung von Toepffer.[10][11]

Im Juli 2010 wählte ihn die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören dabei auch Häfen und Schifffahrt, Bundes- und Europaangelegenheiten. [12] Wirtschaftspolitisch setzt er sich für Mindestlöhne in der Leiharbeit und gegen Missstände in den Arbeitsbedingungen ein.[13][14][15] Toepffer steht beispielsweise der Ansiedlungspolitik Hannovers zum Logistikzentrum am Kronsberg westlich von Wülferode und zu der 2008 eingeführten Umweltzone kritisch gegenüber.[16][17]

Von März 2008 bis Juni 2010 war er Mitglied im Landtagsausschuss für Wissenschaft und Kultur.[18] Er bemängelte die zu geringe Kulturförderung in der Landeshauptstadt Hannover und setzt sich für eine kulturelle Vielfalt in Hannover ein, die neben den sogenannten „Leuchtturmprojekten“ wie dem Sprengelmuseum oder dem Schloss Herrenhausen insbesondere soziokulturelle und alternative Kulturveranstaltungen zulasse, sodass jeder seinen eigenen Zugang zu Kultur finden könne. [19] Im Bezug auf Wissenschaftspolitik ist es Toepffer besonders wichtig, die bestehenden Einrichtungen, wie etwa die Universitäten der Landeshauptstadt, weiter an die internationalen Standards anzupassen.

Ab August 2009 war Toepffer Mitglied des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) „Asse“ und sprach sich für eine Bergung des Atommülls und für eine nachhaltige, dauerhafte Lösung aus und forderte im Februar 2010 ein Ende des Ausschusses.[20] [21][22]

Trotz seines Engagements für Menschen mit Migrationshintergrund setzt sich Toepffer für Kruzifixe im öffentlichen Raum ein[23]. Für seine Aussage: „Jeder sollte mal eine Moschee besuchen“,[24] erhielt Toepffer jedoch im März 2011 „Hassmails“ [25].

Bei der Landtagswahl 2013 konnte er sein Direktmandat im Wahlkreis 24 Hannover-Döhren verteidigen.

Engagement[Bearbeiten]

Seit 2001 ist Dirk Toepffer Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Hannover.[26] 2006 wurde er Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Verwaltungsrates der Sparkasse.

Von Juli 2010 bis Juli 2013 war er Mitglied des Verwaltungsrates des Studentenwerks Hannover.[27] Seit 2011 ist er auch Mitglied des Beirates der Deutschen Messe AG.

Verkehrsteilnahme unter Alkoholeinfluss[Bearbeiten]

2010 wurde Toepffer während einer Autofahrt im Rahmen einer Verkehrskontrolle von der Polizei angehalten. Es wurde eine Blutalkoholkonzentration von 1,2 ‰ festgestellt.[28] Die CDU stützte ihn.[29]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dirk Toepffer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dirk-toepffer.de/person/
  2. „Wiedemanns Rücktritt machte die CDU kopflos“, Hannoversche Allgemeine Zeitung
  3. CDU-Pressemitteilung vom 17. Juni 2003
  4. „CDU-Parteichef legt sein Amt nieder“, Hannoversche Allgemeine Zeitung
  5. „Toepffer begeistert die CDU: Viel Applaus für OB Kandidaten“, Neue Presse, 29. August 2003
  6. „CDU drängt Toepffer“, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 5. Februar 2003
  7. http://de.wikinews.org/wiki/Nur_geringe_Wahlbeteiligung_bei_den_Kommunalwahlen_in_Niedersachsen
  8. „CDU-Parteitag stimmt für von der Leyen“, 23. Mai 2008, Neue Presse, S. 16
  9. „Zwei Frauen streiten 2009 um den Süden“, 24. Mai 2008, HAZ
  10. „Soll Swantje Hartmann Weil herausfordern?“, 14. Mai 2011, HAZ
  11. „CDU schaut auf Hartmann“, 16. Mai 2011, Neue Presse
  12. http://www.dirk-toepffer.de/person/)/(http://www.helmstedter-tageblog.de/2012/01/06/4137/dirk-toepffer-cdu-informiert-sich-ueber-lokale-projekte/
  13. http://www.dirk-toepffer.de/infobrief-januar-2011/#08
  14. http://www.cdu-niedersachsen.de/aktuell/pressemeldungen/2011/10/toepffer-%E2%80%9Emarktwirtschaftlicher-und-verbindlicher-mindestlohn-st%C3%A4rkt
  15. http://www.newsletter-zeitarbeit.de/artikel/8112
  16. http://wwwverkehrsrundschau.de/hannover-umweltzonen-entschaerfung-ab-dienstag-in-kraft-915963.html
  17. http://www.dirk-toepffer.de/blog/cdu-chef-kritisiert-ansiedlungspolitik-zum-logistikzentrum/, Redebeitrag vom 18. Januar 2012 im Stenobericht des Niedersächsischen Landtags, Redebeitrag vom 22. Februar 2012 im Stenobericht des Niedersächsischen Landtags, Mündliche Anfrage: „Welche Folgen hat der Bau eines Distributionszentrums von Netrada für den Arbeitsmarkt in Hannover?“ Drucksache 16/4975
  18. http://www.dirk-toepffer.de/politische-ziele/#wissenschaft
  19. Rede von Dirk Toepffer im Niedersächsischen Landtag, Plenarprotokoll, 25. Sitzung (16/25), 11. Dezember 2008
  20. http://www.landtag-niedersachsen.de/alle/,cms_id,341,ausschuss_id,65,ret_id,340.html
  21. http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/CDU-Abgeordneter-plaediert-fuer-Ende-des-Asse-Ausschusses
  22. http://www.abendblatt.de/region/article1388314/CDU-Abgeordneter-plaediert-fuer-Ende-des-Asse-Ausschusses.html
  23. „CDU-Chef rügt Michael Fürst“, 22. Mai 2010, HAZ
  24. Neue Presse Interview
  25. http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Hannovers-CDU-Chef-kriegt-Hass-Mails-nach-Islam-Vorstoss
  26. https://www.sparkasse-hannover.de/sparkasse/ihre-sparkasse/wir-stellen-uns-vor/verwaltungsrat/index.php?n=%2Fsparkasse%2Fihre-sparkasse%2Fwir-stellen-uns-vor%2Fverwaltungsrat%2F
  27. http://www.studentenwerk-hannover.de/organe.html
  28. Andreas Schinkel & Vivien-Marie Drews: CDU-Chef Toepffer bei Alkoholfahrt in Hannover erwischt. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 12. November 2010
  29. Bernd Haase & Tobias Morchner: CDU Hannover stützt Toepffer trotz Alkoholfahrt. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 14. November 2010