Diskussion:Katastrophentourismus

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Hurrikan Katrina[Quelltext bearbeiten]

Im Anbetracht der Tatsache dass sämtliche Verkehrsverbindungen unterbrochen, die Stadt unter Wasser und die ganze Gegend ohne sauberes Trinkwasser und vor allem Benzin dastand möchte ich doch stark bezweifeln dass damals Katastrophentourismus in irgend einer nenneswerten Form stattgefunden hat. Hilfsgüter und -personal mussten genau deshalb mit Landungsbooten der Navy angelandet werden. Von Seuchen und marodierenden Banden mal ganz abgesehen.

Meines Erachtens reine Spekulation seitens des Autors.

Nachtrag: Fällt mir ein dass im deutschen TV mal ein Bericht zu sehen war von einem der mit einem alten Schoolbus Leute durch ein paar betroffene Quartiere von New Orleans gefahren hat. Ändert aber nichts an meiner Meinung, dass Hurrikan Katrina ein ganz schlechtes Beispiel für KT ist. Cooper 23:23, 27. Jul 2006 (CEST)

Ich habe einen Einzelnachweis hinzugefügt. --Фантом 22:58, 16. Okt. 2008 (CEST)

Zugunglück Dahlerau[Quelltext bearbeiten]

Hallo Zusammen,

mit Erschrecken musste ich grade feststellen, daß das "Zugunglück in Dahlerau" als Beispiel zum Katastrophentourismus herhalten sollte!

Dieses muß ich vehement verneinen. Auch wenn ich damals grade 6 Jahre alt war, erinnere ich mich sehr genau! Von meinem Fenster konnte ich alle Zufahrtsstraßen zum Unglücksort sehen (sehr beeindruckend im Dunkeln), ich hörte die Sirenen (Auf- und abschwellend - Katastrophenalarm früher eben) und die Martinshörner von Hunderten von Autos - 300 Meter Luftlinie entfernt, starben über 40 Kinder...

In unserem Ort (Radevormwald-Dahlerau) hat damals fast jede zweite Familie ein Kind verloren! Natürlich hat fast jeder versucht zum "Unfallort" zu kommen - aber nicht um zu "Gaffen", sondern primär um zu helfen - und weil "ganz bestimmt" ein eigenes (oder ein Kind des Nachbarn) im Zug war... Damals gab es noch keinen echten "Rettungsdienst" hier - Die meisten Eltern waren in der Feuerwehr oder im DRK, sie wurden alarmiert, konnten ihren eigenen Kindern aber nicht mehr helfen...

Ich habe diesen Abschnitt gelöscht! Und ich hoffe, daß niemand von den "Älteren", sprich den "Familien, die Kinder verloren haben", dieses gelesen haben. Es ist immer noch aktuell und in den Köpfen, aber niemand hier hat "geglotzt"- Viele trauern immernoch!

Besonders schlimm, in diesem Zusammenhang, ist auch die Formulierung: "...Jedoch lockt jede andere "kleinere" Katastrophe auch Scharen von Schaulustigen herbei, so wie etwa beim:..." - Über 40 tote Kinder - Kleinere Katastrophe...???


Nichts für Ungut, sorry,

Mirko (SARDOG)-- 91.2.175.221 04:14, 16. Nov. 2010 (CET)

(SARDOG.eu, Radevormwald-Dahlerau - Fachberater: Psychosoziale Notfallversorgung/Vermisstensuche/Erdbeben/Opferprofiling - Fragen bitte über sardog@sardog.eu)


Gelöscht:

Ich habe betreffenden Abschnitt jetzt gelöscht. Nach Aussagen der noch lebenden Einsatzkräfte waren fast alle Zuschauer mit den Opfern verwandt. Ich hoffe ein Administrator bestätigt jetzt meine Löschung.

Grüße,

Mirko (SARDOG) -- 91.2.217.7 17:39, 28. Dez. 2010 (CET)

Tschernobyl[Quelltext bearbeiten]

Ich habe mal die Stadt Pripjat mit dazugenommen; ist auch eine Geisterstadt, die besichtigt werden kann. --VicVanWeitz 14:20, 13. Mai 2011 (CEST)

Schlachtfelder bei Verdun[Quelltext bearbeiten]

Ich meine mich zu erinnern, mal etwas von einer Art Katastrophentourismus zur Zeit des ersten Weltkrieges direkt nach der Schlacht von Verdun gelesen zu haben. Besichtigungen von Schlachtfeldern im Originalzustand sozusagen. Selbst habe ich dazu aber gerade nichts finden können. LG Stefan 11:46, 11. Jun. 2013 (CEST)

Nur eine Fernsehserie, aber in "Fackeln im Sturm" wurde bei einer Schlacht im Sezessionskrieg beschrieben, wie Bürger am Rande des Schlachtfeldes picknickten und sich hastig zurückziehen mussten, als ihre Truppen verloren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so ganz erfunden war...-Cmdr.bond (Diskussion) 20:27, 5. Dez. 2015 (CET)

Konzentrationslager[Quelltext bearbeiten]

Ich vermisse unter den Beispielen die ehemaligen Konzentrationslager aus der NS-Zeit (z.B. beim KZ Dachau jährlich ganze 800'000 Besucher). Oder gilt das nicht als Katastrophentourismus? - Mr.Addi (Diskussion) 19:43, 19. Dez. 2017 (CET)

Es ist wohl kein typisches Beispiel, weil – hoffentlich! – die allermeisten Besucher nicht aus Voyeurismus (was zum klassischen Katastrophentourismus gehört) dorthin gehen, sondern aus historischem oder politischem Interesse. Vielleicht täusche ich mich da, aber ich hoffe nicht. Beste Grüße —[ˈjøːˌmaˑ] 09:31, 20. Dez. 2017 (CET)
Ein Museum an einem x-Beliebigen Ort hätte sicher nur einen Bruchteil der Besucher als ein KZ am originalen Ort des geschehens. Die Konzentrationslager gehören für mich in die gleiche Kategorie wie Tschernobyl bzw. Prypjat. Der heutige Tourismus wird ausschliesslich durch die vergangenen Katastrophen an diesen Orten generiert. Bleibt noch die Frage, ob es sich beim Holocuast um eine Katastrophe im eigentlichen Sinne handelt... - Mr.Addi (Diskussion) 21:21, 21. Dez. 2017 (CET)
Wie gesagt, das sehe ich etwas anders. Zu Katastrophentourismus gehört mehr als mir „Katastrophe+Tourismus“, es gibt auch eine voyeuristische Komponente. Ansonsten würde – Deiner Argumentation folgend – dasselbe wie fürs KZ Buchenwald auch für die versteinerten Dinosaurier-Fußspuren im Wiehengebirge bei Barkhausen gelten: Die Leute gehen hin, um den tatsächlichen Ort des Geschehens auf sich wirken zu lassen und das Original zu sehen – bleibt die Frage, ob spazierende Dinos eine Katastrophe sind. ;-) Ich bleibe also bei dem Standpunkt, dass es bestimmt Katastrophentouristen zu KZs gibt, die KZs selbst aber so lange kein Katastrophentourismus-Beispiel per se darstellen, bis diese Art von Besuchern die Mehrzahl stellt. Beste Grüße —[ˈjøːˌmaˑ] 10:11, 22. Dez. 2017 (CET)
Eine gewisse voyeuristsiche Komponente - wenn villeicht nicht unbedingt im "bösen" Sinne - ist bei den meisten KZ-Besucher bestimmt dabei. Das "sehenswerte" sind halt leider nun mal die Baracken, die Brennöfen, Die Gaskammern etc. Wo liegt denn für dich der Unterschied zu Tschernobyl, welches ja als eine Art des Katastrophentourismus genannt wird? Versteinerte Dinosaurierspuren gehören selbstverständlich nicht zum Katastrophentourismus. Dass da vor langer Zeit mal Dinosaurier langspaziert sind, hat ja wirklich nichts mit einer Katastrophe zu tun. Dass die Dinosaurier später durch eine Katastrophe ausgestorben sind, ist ja völlig unabhängig von den Spuren. - Mr.Addi (Diskussion) 18:00, 29. Dez. 2017 (CET)

Ich muss Mr.Addi recht geben, beispielsweise steht unter Angstlust#Sonstige mediale Wirklichkeit: Ein offensichtliches Bedürfnis nach Genuss des Schreckens zeigt sich etwa auch im Besuch von ehemaligen Konzentrationslagern, Richtstätten, Unglücksorten. Wo ist die genaue Grenze und wie unterscheidet man die Besucher? --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 17:20, 2. Jan. 2018 (CET)

Dann habe ich keine Schmerzen, mich der Mehrheit zu beugen. Beste Grüße —[ˈjøːˌmaˑ] 11:38, 3. Jan. 2018 (CET)
Nein, KZ-Gedenkstätten als Katastrophentourismus zu klassifizieren würde einen Sturm der Entrüstung hervorrufen. Der neudeutsche Euphemismus lautet wohl https://www.google.de/search?q=dark+tourism Die Diskussion darüber oder ein zitierfähige Abgrenzung würde den Artikel sicher bereichern. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 13:09, 4. Jan. 2018 (CET)

Organisierter und Individualtourismus?[Quelltext bearbeiten]

Sie findet sowohl für organisiert anreisende Gruppen als auch für massenweisen Individualtourismus zu der Katastrophenstelle Anwendung.

Gibt es dafür Belege oder Beispiele?

--Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 16:57, 2. Jan. 2018 (CET)

Der Reiseanbieter, mit dem ich mit meinem Oldtimer in der Tschernobyl-Sperrzone war, bietet sowohl tägliche Busreisen von Kiew aus durch die Sperrzone an als auch dass man einen Guide im eigenen Auto am Schlagbaum einsteigen lässt und selbst entscheidet, wohin man (im Rahmen des Zulässigen) fährt. Wäre das ein Beispiel für Massen- und Individualtourismus? Der Anbieter heißt SoloEast Travel. —[ˈjøːˌmaˑ] 11:42, 3. Jan. 2018 (CET)

Dark tourism / Schwarzer Tourismus[Quelltext bearbeiten]

... Dark Tourism, einer wachsenden touristischen Bewegung, früher Katastrophentourismus genannt. [1] Das sollte man irgendwie einbauen. Meines Erachtens ist der Begriff Katastrophentourismus negativ besetzt und wurde daher zu Dark Tourism verallgemeinert. Ich würde hier mal ein bisschen Punkte zusammentragen für einen möglichen Ausbau des Artikels. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 13:30, 4. Jan. 2018 (CET)

Weitere Fundstellen