Diskussion:Linux

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Neutralität[Quelltext bearbeiten]

"Oft ist diese reibungslose Hardware-Unterstützung jedoch nicht gegeben. Das gilt insbesondere für aktuellere Hardware. Die Ursache liegt darin begründet, dass nur wenige Hardwarehersteller selbst Linux-Treiber für ihre Hardware zur Verfügung stellen oder diese nur in schlechter Qualität vorliegen. Während für Hardware mit offen dokumentierter, standardisierter Schnittstelle (z. B. Mäuse, Tastaturen, Festplatten und USB-Host-Controller) Treiber zur Verfügung stehen, ist dies für andere Hardwareklassen (z. B. Netzwerkschnittstellen, Soundkarten und Grafikkarten) nicht immer der Fall. Viele Hardwarehersteller setzen auf proprietäre hardwarespezifische Schnittstellen, deren Spezifikation zudem nicht öffentlich zugänglich ist, sodass sie mittels Black-Box-Analyse bzw. Reverse Engineering erschlossen werden muss. Beispiele hierfür sind Intels HD Audio-Schnittstelle und deren Linux-Implementierung snd-hda-intel oder der freie 3D-Grafiktreiber nouveau für bestimmte 3D-Grafikchips von Nvidia. Ein anderes Beispiel ist der Energieverwaltungsstandard ACPI, der sehr komplex und auf die jeweilige Hauptplatine zugeschnitten ist, sodass eine Implementierung durch die Linux-Gemeinschaft aus Mangel an Ressourcen oder Hintergrundwissen oft unzureichend ist. Oft kann in diesem Zusammenhang auch das Mitwirken der Anwender hilfreich sein, indem sie auf Probleme hinweisen und idealerweise sogar technische Informationen zu ihrer Hardware ermitteln und der Linux-Gemeinschaft zur Verfügung stellen oder Entwicklerversionen vor der Veröffentlichung testen."


Es wurde kein Beleg verwendet in diesem Abschnitt.

Hardwarehersteller leben vom Verkauf ihrer Hardware. Wenn eine Firma, z.B. Nvidia, ihre komplette Hardwarespezifikation offenlegt, kann eine andere Firma, z.B. ATI Technologies, diese Hardwarespezifikation einsehen und 1:1 kopieren.

Dieser Abschnitt ist nicht neutral. Er heißt "Hardwareunterstützung" und nicht "Warum man für Hardware, die man nicht kostenlos erwirbt, Treiber für ein kostenloses Betriebssystem schreiben muss". Ich würde den Abschnitt ja selbst überarbeiten, aber der Artikel wird wegen "Vandalismus" vor neuen Benutzern geschützt. Vielleicht kann das jemand überarbeiten, der mehr Hintergrundwissen hat als ich. --Itmuckel (Diskussion) 14:53, 30. Jun. 2018 (CEST)

GNU/Linux...[Quelltext bearbeiten]

Ich wäre dafür GNU/Linux zu streichen, da Distributionen wie z.B Alpine keine einzige Zeile GNU Code enthalten und GNU längst nicht mehr alles ist sondern GNOME, Firefox, systemd, etc. ebenfalls wichtige Bestandteile sind. --Emil Engler (Diskussion) 16:19, 5. Nov. 2019 (CET)

Linux enthält aber auch keinen GNOME, Firefox oder systemd. Irgendwie machst du das selben Chaos wie die WP Artikel Linux, Linux (Kernel) und Linux-Distribution auch. Einfach anders rum. ;-)
Dass man dieses Chaos aufräumen sollte, weil es an WP:TF grenzt, denke ich auch. Siehe auch hier und noch mehr hier.
Ob Alpine wirklich keine Zeile GNU enthält, wage ich zu bezweifeln. Nur die GNU-clib zu ersetzen oder BusyBox zu nutzen macht es noch lange nicht GNU-frei. gcc ist z.B. Teil von Alpine. Siehe: https://pkgs.alpinelinux.org/packages?name=*gcc*&branch=edge
--Thomei08 18:26, 5. Nov. 2019 (CET)
Also zwei Artikel zu Linux machen schon Sinn, 1. zum Kernel mit diesem Namen, und 2. zum Betriebssystem mit diesem Namen, denn Linux-Distributionen und auf Linux basierende Systeme einfach "Linux" zu nennen, das hat sich eben offenbar durchgesetzt.
Wie der Artikel Linux-Distribution hier hinein passt, ist eine andere Frage. So wie ich es verstanden habe ist das Lemma Linux-Distribution jedoch eindeutig auf die Unterschiede und die Arbeit von Distributionen fokusiert, während der Artikel zu Linux (dem Betriebssystem) weniger auf das spezielle in den diversen Distributionen, sondern auf die Technik aller Linux-Betriebssysteme eingeht. Man könnte es auch so ausdrücken: Linux (Kernel) behandelt nur den Kernel. Linux behandelt die Gemeinsamkeiten aller Linux-Betriebssysteme. Linux-Distribution behandelt die Unterschiede und die Besonderheiten der Distributionen rund um Linux. Obwohl letzteres kein Alleinstellungsmerkmal von Linux(-Distributionen) ist, denn auch *BSD und z.B. GNU/Hurd sind so gesehen Distributionen mit ähnlichen Alleinstellungsmerkmalen (wie Installer und Paket-Manager).
@Thomei08: Mir ist nicht ganz klar, was du mit dem Chaos in den WP-Artikeln genau meinst.
Andreas 22:47, 5. Nov. 2019 (CET)
Schon der erste Satz im Artikel könnte die Linux Foundation oder die FSF aus markenrechtlichen Gründen anfechten: "Linux (...) bezeichnet man in der Regel freie, unixähnliche Mehrbenutzer-Betriebssysteme, die auf dem Linux-Kernel und wesentlich auf GNU-Software basieren." Nein, Linux basiert in keiner Weise auf GNU-Software. Einige Leute haben ein komplettes durcheinander im Kopf, unter anderem genau wegen Artikeln wie jene hier auf der WP.
  1. Nur der Kernel alleine heisst "Linux". Sonst gar nix. Alle anderen Behauptungen sind genau genommen WP:TF, wie es der jetzige Artikel Linux leider auch mehrfach enthält.
    Deshalb sollte der heutige Artikel Linux (Kernel) nach Linux verschoben werden. Vielleicht plus einige Ergänzungen zur Geschichte und Bedeutung.

  2. Der Inhalt des momentanen Artikels Linux sollte in den Artikel Linux-Distribution integriert werden. Denn davon handelt er grösstenteils.

  3. Alle "Linux-Betriebssysteme" (wie sie @Y2kbug: oben nennt) sind letztlich einfach nur Linux-Distribution.
    Das gilt sowohl für Android also auch für Alpine und ähnliche. Nicht alle sind aber GNU/Linux! GNU/Linux ist nur die am weitesten verbreitete Art der Linux-Distribution. (Das Stallman dies aus "politischen" Gründen anders sieht, hat mit der Realität nichts zutun.) Ob es einen separaten Artikel für "GNU/Linux" braucht, wage ich zu bezweifeln? Wäre aber eine Möglichkeit.

  4. Weiter sollte man auch den Artikel Embedded Linux überarbeiten. Auch dabei hndelt es sich nur um eine spezielle Form der Linux-Distribution.

Hätte ich zuviel Zeit, hätte ich alle diese Artikel bereits neu gestaltet. Leider habe ich diese Zeit nicht. --Thomei08 00:16, 6. Nov. 2019 (CET)
What is Linux?… An operating system is software that manages all of the hardware resources associated with your desktop or laptop. … The Linux operating system comprises several different pieces:
  • Bootloader
  • Kernel
  • Init system
  • Daemons
  • Graphical server
  • Desktop environment
  • Applications
… What is a “distribution?”
Linux has a number of different versions to suit any type of user. From new users to hard-core users, you’ll find a “flavor” of Linux to match your needs. These versions are called distributions (or, in the short form, “distros”).
Also, ich finde nicht, dass hier WP:TF betrieben wird. Auch Debian spricht bei Linux von einem Betriebssystem und trennt zwischen ebendiesem und dem Kernel (mit demselben Namen).
Nur als Beispiel: Literatur über Open-Source-Betriebssysteme… auf Heise Online: Linux bildet nicht nur die Grundlage von Ubuntu und zahlreichen weiteren Distributionen: Auch Android, das beliebte Betriebssystem für mobile Geräte, baut auf dessen Kernel auf. Man liest zwar, das alles mit dem Kernel begann, aber erst das Userland macht Linux zu einem Betriebssystem. Man liest weiter, dass Linux-Distributionen auf diesem Betriebssystem basieren. Ein Kernel allein macht aber noch kein Betriebssystem. Daraus ergab sich ja erst der GNU/Linux-Namensstreit, denn GNU war das, was Linux zum Betriebssystem gefehlt hatte – und umgekehrt (denn davor gab es ja schon mit Minix ein Unix-Betriebssystem, auf dem GNU das Userland stellte).
Theoriefindung ist es, wenn man sich darauf versteift, dass nur der Kernel Linux hieße. Das stimmt eben nicht, was die zahlreichen Artikel zu Linux zeigen (z.B. Linux vs. Windows, englisch, oder auf Golem, oder im c't (Heise)). Es ist einzig und allein GNU, das darauf besteht, dass das Betriebssystem GNU/Linux heißen soll: GNU/Linux wird von Millionen genutzt, obwohl es viele fälschlicherweise „Linux“ nennen.Quelle Was fälschlicherweise so genannt wird, wird eben so genannt. Da es die Masse der Nutzer, Journalisten, Entwickler, ... quasi die ganze Welt außer GNU so nennt, ist es eben keine Theoriefindung.
Andreas 14:58, 8. Nov. 2019 (CET)
Mir ist schon klar, das viele Journalisten und Marketing Leute selbst auch ein Chaos machen. Dies wissen teilweise leider selber nicht worüber sie wirklich schreiben. Auf die nicht GANZkorrekte Verwendung des Begriffs "Linux" im Volksmund, sollte die WP aufmerksam machen und nicht, den selben Fehler wiederholen.
Trotz der Bedeutung im Volksmund, findet man unter dem WP-Artikel Tempo nicht nur das Taschentuch. Sondern man erfährt, dass dies nur eine Marke ist. Unter dem Artikel Holland befinden sich auch nicht die Inhalte zur ganzen Niederlande, obwohl der Volksmund genau dies meint. Wer nach Teflon sucht, landet bei PTFE wo erklärt wird, dass dieser Werkstoff korrekterweise Polytetrafluorethylen heisst. Oder siehe auch Taucherbrille vs. Tauchermaske. U.s.w...
Genau solch eine Differenziertheit mit Begriffen und Marken, dürfte man von einer Enzyklopädie auch bei der Marke "Linux" erwarten.
Wie sich die Linux Foundation in ihren Marketing-Texten mit fremden Federn schmückt ist wirklich erschreckend und hat mir der Realität nicht viel gemein. Man lese einfach dem Abschnitt "Geschichte" in diesem Artikel oder bei Heise, welche stellenweise klar diser Darstellung widersprechen.
Entgegen anders lautender Behauptungen machen viele Quellen aber durchaus einen klaren Unterschied zwischen Linux selbst und dessen Distributionen. Nicht nur GNU oder die FSF machen diesen Unterschied. Der beste Beleg sind einige von dir genannte Quellen:
  1. Computer Hope: "The Linux kernel, and the GNU utilities and libraries which accompany it in most distributions, are entirely free and open source. You can download and install GNU/Linux distributions without purchase. [...]"; "More recent distributions of Linux are easier to use than previous variants. Some Linux distributions [...]"; und [1]: "Thousands of organizations, corporations, and individuals help develop Linux and each of its various distributions. For more information, visit LinuxFoundation.org. You can read what's happening right now in Linux development at LKML.org, the Linux mailing list."
  2. Golem: "1991 entwickelte der finnische Student Linus Torvalds den freien Betriebssystem-Kern Linux. Das quelloffene Betriebssystem steuert weltweit die meisten Webserver und Supercomputer, ist im Desktopbereich jedoch weniger verbreitet. Linux wird unter anderem auch in mobilen Geräten und Entertainmentsystemen, aber auch in Industrieanlagen verwendet." Wenn man das natürlich vom einigen zihemlich kuriosen WP-Artikel her voreingenommen liest, kann man etwas falsches verstehen. Mit "Beitriebsystem" kann ein Kernel alleine gemeint sein. Lese dazu: oder Von Betriebssystemen und "Betriebsprogrammen" oder Was ist ein Betriebssystem?.
  3. Heise: "Es gibt nämlich nicht "das Linux". Genau genommen müsste man das Ganze sowieso GNU/Linux nennen: Was man gemeinhin Linux nennt, besteht aus einem Kernel, eben Linux, und einer Reihe von Standard-Werkzeugen, den GNU Tools. Aber lassen wir das mal beiseite und sprechen wie üblich einfach von Linux." Heise wiesst sogar explizit auf die nicht korrekte Vereinfachung hin die sie machen. Genau das sollte die WP auch tun. Macht sie aber nicht.
Und auch andere Quellen sind sehr klar:
(Man beachte die immer wieder verwendete Präzisierung, die etwa wie folgt lautet: "Genau genommen beinhaltet der Begriff Linux ausschliesslich den Kernel.")
--Thomei08 14:42, 12. Nov. 2019 (CET)
Ja, es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass eigentlich... (Linux nur der Kernel ist…)
Und da liegt die Krux. „Linux“ hat sich als Begriff für das Betriebssystem druchgesetzt, so ist es nun einmal. Wenn jemand vom Linux-Kernel explizit schreibt, dann schreibt er – wie in allen Quellen schon veranschaulicht – immer eben vom „Linux-Kernel“, weil man den Artikel sonst nicht verstehen würde. Wenn man von Linux spricht, dann kann das ein Linux-Betriebssystem sein. Das besteht aus mehr als nur dem Kernel. Im c’t-Artikel steht ja, dass bereits Linux 0.01 die bash-Shell nutzte: Der Kernel lief nur auf 386er-Prozessoren, unterstützte ausschließlich das finnische Tastatur-Layout und bootete nur von Diskette. Noch finsterer sah es bei den Anwendungen aus: Die beschränkten sich auf die Unix-Shell bash und den GNU-C-Compiler.
Bei Linux 0.01 kann man aber nicht von einer Distribution sprechen. Dennoch ist es ein Linux-Betriebssystem – das heißt, es ist mehr als nur der Kernel. Und es ist nicht zwangsläufig jedes Linux eine Distribution. Das ist das interessante bei Open Source: man kann eine Distribution nutzen, muss aber nicht. Man kann sich auch selbst eine "Distribution" machen – die ist dann zwar keine, weil man sie eben nicht verteilt (von engl. to distribute), aber es ist eben ein Linux-Betriebssystem.
Zu deinen Vergleichen mit Tempo, Holland etc. – ich halte die SMS für ein besseres Beispiel: Wenn jemand eine SMS verschickt, verschickt er eine Kurznachricht – und nicht den Kurznachrichtendienst...
Andreas 19:27, 12. Nov. 2019 (CET)
Ich habe mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen...
Zualler erst: Ich halte die Artikel Linux (Kernel) und Linux für gelungen und richtig. Denn sie entsprechen dem Kernel (Betriebssystem) einerseits, und dem Betriebssystem andererseits. Das findet man teilweise auch bei anderen Betriebssystemen, zumindest bei XNU und Darwin (Betriebssystem) – auf letzterem baut macOS und iOS (Betriebssystem) auf.
Naturgemäß gibt es diese Trennung nicht, wo sie niemals vorhaden war. Beispiele dafür sind *BSD (siehe Berkeley Software Distribution#Die Projekte NetBSD, FreeBSD und OpenBSD), denn die Kernel dieser Abspaltungen (Forks) von 4.4BSD-Lite hatten ursprünglich den BSD-Kernel, und haben seither ihren eigenen Kernel, der jedoch nicht mit eigenem Namen und getrennt vom restlichen Betriebssystem, also separat, in welcher Form auch immer, entwickelt und veröffentlicht wird. Nein, der Kernel von NetBSD/FreeBSD/OpenBSD ist der jeweilige Kernel des jeweiligen Betriebssystems. XNU hingegen ist ein Kernel, der von Apple bei allen Betriebssystemen des Unternehmens eingesetzt wird. Er wird separat entwickelt, hat eine eigene Versionsnummer und wird als solcher veröffentlicht. Warum es noch keine XNU/Darwin-Distribution gibt liegt einzig an der Form, wie Apple in der Vergangenheit mit Open Source umgegangen ist. Es wurde eben nur der Quelltext veröffentlicht, aber eine sich gegenseitig befruchtende offene Entwicklung fand nicht statt. Anders bei Linux: Die Entwicklungen rund um 1. den Kernel und 2. das Betriebssystem sind so offen und so befruchtend, dass es unzähliche eigene Kernel- und Distributionsveröffentlichungen gibt. Meist ist da der jeweilige Distributionskernel dann auch das besondere, das andere, wenn es um den Linux-Kernel allein geht. Aber es spricht nichts dagegen, dass sich jemand z.B. den Kernel von Knoppix schnappt, und ihn z.B. unter Debian verwendet. Kernel und Distribution sind somit nicht fest ineinander verankert, obwohl sie natürlich auf einander abgestimmt sind.
Was den Artikel Linux-Distribution betrifft, so verstehe ich die Aufregung schon eher. Denn obwohl der Begriff einer Distribution erst mit Linux so richtig aufgekommen ist, so ist es doch so, dass es weit mehr als nur Linux-Distributionen gibt. Genau genommen ist auch Android eine Distribution – mit AOSP (Android Open Source Projekt) und LineageOS (siehe Android (Betriebssystem)#Bekannte Derivate) gibt es zudem mehr als nur eine Android-Distribution. Auch *BSD kann man als Distributionen von BSD wahrnehmen. Nicht anders sieht es bei Apple mit Darwin aus: letztlich sind macOS, iOS, iPadOS, tvOS, watchOS und wie sie alle heißen nichts anderes als Distributionen von Darwin.
Aber: nur bei Linux werden sie eben auch so bezeichnet.
Und was macht nun den Unterschied zwischen einer Linux-Distribution und einem Linux-Betriebssystem aus? Nun ja, das eine hat einen Distributor, das andere nicht.
Beispiel: eine Firma entschießt sich, Linux intern für die IT-Infrastruktur zu verwenden. Dann kann sie das auch so tun, dass die IT-Abteilung das eingesetzte Linux selbst zusammenstoppelt. Der Quellcode ist ohnehin quelloffen – und auch nur Veränderung am Quellcode müssen bei der GPL wieder veröffentlicht werden. Die gesamte „Distribution“, also die Zusammenstellung der Software als Betriebssystem, kann jedoch Firmengeheimnis bleiben. Angeblich haben ja Firmen wie Google auch Linux-Betriebssysteme im Einsatz – jedoch ohne diese als Distribution zu veröffentlichen.
Ein weiteres Beispiel ist es, wenn ich als Privatperson hergehe, und mir mein eigenes Linux-Betriebssystem zusammenstelle. Es gab sogar mal ein Distribution, die genau das von den Anwendern verlangt hat: Slackware oder Linux From Scratch (genaugenommen keine Distribution, sondern ein Projekt). Wenn ich das mache habe ich ein Linux-Betriebssystem. Dieses nutzt einen Linux-Kernel, aber auch das entstandene Betriebssystem (ob mit oder ohne GNU-Software) wäre dann als Linux zu bezeichnen. Eine Distribution ist es jedoch nicht.
Man kann aber auch noch weiter denken: Was macht eine Linux-Distribution aus? Und dabei wird man erkennen, dass es nicht wirklich um den Linux-Kernel geht. Das Kernstück einer Distribution ist die Paketverwaltung und zumindest ein Repository#Software-Repository. Eine Distribution zu erstellen heißt somit, eine Paketverwaltung zu erstellen, diese mit Paketen zu füllen, vernünftige Vorkonfigurationen zu erstellen und die Verteilung sicherzustellen. Das bedeutet: Distributions-Server zu betreuen. Warum das mit Linux wenig zu tun hat? Weil es dieses Prinzip auch auf anderen Betriebssystemen gibt. So nutzen *BSD ebensolche Repositories, aber damit nicht genug: Diverse dieser Repositories lassen sich auch auf anderen Betriebssystemen einsetzen. So gab es mit Debian GNU/kFreeBSD eine Debian-Distribution, die statt den Linux- den FreeBSD-Kernel nutzte. Oder man denke an Debian GNU/Hurd oder Gentoo/Hurd, das statt Linux GNU Hurd als Kernel nutzt(e). Aber auch auf etablierten Betriebssystemen lassen sich Distributionen nutzen – das heißt, genauergesagt die Paketverwaltung und die Repositories. Beispiele hierfür sind Gentoo Linux#Portierungen (siehe Gentoo/Alt) oder MacPorts (das Ports (Paketverwaltung) von *BSD unter Darwin bzw. macOS verfügbar macht, freilich mit eigenen Repositories). Mit Cygwin ist zudem eine Paketverwaltung für Unix-Software auf dem Betriebssystem Windows verfügbar.
Insofern könnte man überlegen, ob man den Artikel Linux-Distribution erweitert und umbenennt. Allerdings halte ich den Begriff einer Linux-Distribution für sehr gebräuchlich (da es ja auch zahlreiche Distributoren gibt), hingegen ist die Anzahl von Distributionen für andere Betriebssysteme überschaubar und auch kein entsprechender Begriff gebräuchlich (z.B. gibt es die Darwin-Distributionen OpenDarwin und PureDarwin nicht mehr).
Andreas 12:09, 14. Nov. 2019 (CET)

Einsatzbereiche[Quelltext bearbeiten]

Wozu gibt es den Hauptartikel, wenn das hier noch mal abgespult wird? Sollte man sich wirklich überlegen, da irgend jemand dann auch beides pflegen müsste und ggw. beides nicht mehr wird. Der Verlinkte hat um die fünf Bearbeitungen/Jahr. -ZT (Diskussion) 11:05, 17. Mai 2020 (CEST)