Diskussion:Linux

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Rechteverwerter unklar[Quelltext bearbeiten]

Gibt es beim Linux Kernel eigentlich einen Besitzer oder ist das Allgemeingut? Die Frage wollte ich klären, blieb mir jetzt aber offen. Habe herausgefunden, dass Linus Torvald das letzte Wort beim Kernel hat und das es eine Marke gibt. (nicht signierter Beitrag von 91.37.80.72 (Diskussion) 15:21, 30. Okt. 2020 (CET))Beantworten[Beantworten]

Bitte beachte Wikipedia ist kein allgemeines Diskussionsforum. Wie dem Artikel zu entnehmen ist, ist Linux unter der GNU General Public License veröffentlicht. Da kann man das einfach nachlesen [1]. Die Marke ist eine andere Sache, du kannst jetzt nicht einfach so einen tafel schokolade unter dem Namen verkaufen. Linux darfst du aber einfach so benutzen und auch verändern, solange du die Änderungen anderen zur Verfügung stellst. --BlauerBaum (Diskussion) 17:00, 30. Okt. 2020 (CET)Beantworten[Beantworten]
1. Die Frage spricht einen unklaren Punkt an, ist also geeignet zur Verbesserung des Artikels beizutragen und fällt somit nicht unter WP:WWNI.
2. Zur Beantwortung der Frage: Das Urheberrecht unterscheidet zwischen ausschließlichen Rechten und einfachen Nutzungsrechten.
2.1 Zunächst hat der Urheber das ausschließliche Nutzungsrecht. Gibt es an einem Werk mehrere Urheber, hat jeder das Nutzungsrecht an seinem Anteil. Beim Linux-Kernel gibt es unzählige solcher Rechteinhaber. (nähere Details siehe kernel.org)
2.2 Der Inhaber der auschließlichen Nutzungsrechte kann einfache Nutzungsrechte einräumen. Im Falle des Linux-Kernels räumen alle Inhaber auschließlicher Nutzungsrechte mittels eines Lizenzvertrags, der GNU General Public License, einfache Rechte an jeden ein, der Zugang zum Code hat. Da man da sehr leicht rankommt und somit potenziell jeder Mensch Inhaber einfacher Nutzungsrechte ist, ist der Linux-Kernel in der Tat ein Gemeingut.
3. Linus Torvalds hat das letzte Wort bei der offiziellen Version. Man darf aber selbstverständlich auch modifizierte Versionen nutzen.
4. Die Marke verhindert, dass irgendwas „Linux“ genannt wird, was mit Linux gar nichts zu tun hat, z.B. ein Computerspiel. Siehe auch: Linux (Waschmittel)
5. Die Antwort von BlauerBaum enthält zwei Fehler:
5.1 Die Marke „Linux“ gilt nur für Computerkrams. Wenn sich noch keiner die Marke „Linux“ für Lebensmittel gekrallt hat, kann man sehr wohl eine Schokolade so nennen. Siehe auch: Linux (Waschmittel)
5.2 Die GPL verlangt nicht, dass man Änderungen anderen zur Verfügung stellt. GPL-lizensierten Code darf man verändern und für sich allein nutzen, aber sobald man seine Änderungen weitergeben will, muss man den Sourcecode mitliefern und seinen Anteil ebenfalls unter den Bedingungen der GPL lizensieren. Nochmal zur Erläuterung:
Fall a) Anton macht Änderungen am Linux-Kernel, um den modifizierten Kernel selber zu verwenden. → Er muss niemandem irgendwas weitergeben.
Fall b) Anton kopiert und verbreitet seine Änderungen an seine Tante Berta → Er muss Tante Berta den Sourcecode geben und er muss den Code seiner Tante und jedem potenziellen zukünftigen Empfänger zu den Bedingungen der GPL lizensieren.
Fall c) Berta gibt den Code niemandem weiter → Nur Berta ist GPL-Lizenznehmer.
Fall d) Berta gibt den Code an Charly und Dora weiter → Jetzt sind Berta, Charly und Dora GPL-Lizenznehmer. Anton muss aber an Charly und Dora nichts weitergeben; das ist Berta’s Aufgabe.
-- Sloyment (Diskussion) 18:50, 24. Jan. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]
Ist es nicht eher so, dass man den Quellcode, den man verändert hat, auf Anfrage bereitstellen muss? Soweit ich weiß, muss man ihn nicht automatisch weitergeben. Viele machen das, weil es deutlich einfacher ist, als zig Anfragen zum Quellcode zu beantworten, die dann vielleich jemand ohnehin (ob weiter modifiziert oder nicht) online stellt. Mit anderen Worten, es kommt immer darauf an, wie viel man sich antun will. Im einfachsten Fall stellt man nur die Patches online, für jedermann einsehbar, hat keinen weiteren Aufwand mit dem Änderungen, und ist GPL-konform.
Den Rest sehe ich auch so.
Aber: Das gesagte hat nichts mit Linux zu tun, sondern mit der GPL.
Dass man sein Projekt nicht gleich nennen darf, hat damit zu tun, dass der Name geschützt ist. So wie OpenOffice.org geschützt ist, weshalb der Fork dann auch LibreOffice heißt. Wäre der Name nicht geschützt, könnte man sein Projekt genau gleich nennen, aber es wäre natürlich ziemlich verwirrend für alle Beteiligten, wenn zwei (oder mehr) unterschiedliche Kernel oder Office-Suites (oder, oder...) genau gleich heißen... (Das gab es sogar schon einmal, hab aber vergessen, was es war.)
Andreas 19:06, 24. Jan. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]
Man hat im Prinzip folgende Möglichkeiten:
  • nur den Sourcecode weitergeben,
  • Binary und Sourcecode weitergeben,
  • Binary und Sourcecode einzeln, aber am selben Ort zum Selbst-Kopieren anbieten (z.B. als Download) oder
  • das Binary weitergeben mit einem schriftlichen(!) Angebot, den Sourcecode drei Jahre lang jedem, der danach fragt, zum Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen.
Nur bei letzterer Option muss man den Sourcecode auf Anfrage rausrücken. Mir fällt aber kein Szenario ein, in dem diese Option sinnvoll wäre. Nutzt die überhaupt jemand? Aber ja, es gibt diese Option.
Die Variante, nur Patches weiterzugeben, steht nicht ausdrücklich in der GPL, aber so lange man kein Binary verbreitet, muss der Sourcecode nicht vollständig sein. Also sind Patches okay. -- Sloyment (Diskussion) 00:15, 25. Jan. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]

-- Sloyment (Diskussion) 00:15, 25. Jan. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]

Kernel Versionsnummer in der Infobox[Quelltext bearbeiten]

Wenn es im Artikel nicht nur den Kernel, sondern auch darauf aufbauende Betriebssysteme und Distributionen behandelt, macht es dann Sinn die Versionsnummern in der Infobox zu pflegen? Das ist ja Doppelarbeit zu Linux (Kernel). --KeywanTonekaboni (Diskussion) 12:02, 9. Apr. 2021 (CEST)Beantworten[Beantworten]

Linux und GNU/Linux sind nicht das selbe![Quelltext bearbeiten]

Zitat "Doch stimmt das nicht - und ohne GNU gäbe es vielleicht auch gar kein System, das fälschlicherweise als "Linux" bezeichnet werden könnte." von https://www.netzwoche.ch/news/2021-08-25/deshalb-ist-linux-kein-betriebssystem

Lese auch: https://www.gnu.org/gnu/gnu-linux-faq.de.html#always oder https://www.differbetween.com/article/what_is_the_difference_between_gnu_and_linux

Der erste Satz dieses Artikel ist reine WP:TF. Erstaunlich, dass solche grobe Fehler in der WP nicht auffallen. Wirklich traurig. --81.6.59.149 09:57, 9. Dez. 2021 (CET)Beantworten[Beantworten]

Darauf wird im ersten Satz eingegangen und daher auf GNU/Linux-Namensstreit verwiesen. Der Artikel und damit auch die Einleitung beziehen sich auf den tatsächlichen Sprachgebrauch. Es ist nicht Aufgabe der Wikipedia, den Namensstreit fortzuführen und die genannten Links sind für die enzyklopädische Arbeit am Artikel unbrauchbar. --Millbart talk 10:19, 9. Dez. 2021 (CET)Beantworten[Beantworten]
Dir ist aber hoffentlich aufgefallen, dass es beim "GNU/Linux-Namensstreit" nicht darum geht ob die beiden gleichzusetzen sind? Bring bitte Argumente, statt vom Problem hier in diesem Artikel abzulenken. Oder um es noch deutlicher zu sagen: GNU/Linux-Namensstreit gibt die Realität wieder, die in diesem Artikel hier ignoriert wird. --81.6.59.149 14:18, 9. Dez. 2021 (CET)Beantworten[Beantworten]
Nein, eigentlich nicht. Bei allen Artikeln über Linux, die in der Fachpresse zu lesen sind, heißt das System "Linux". Das heißt, der Namensstreit war zwar da, ist aber in der Vergangenheit anzusiedeln. Zeig doch bitte aktuelle Artikel, die zeigen, dass Betriebssysteme, die auf dem Linux-Kernel basieren, mit GNU/Linux bezeichnet werden. Selbst die Quelle, die du angegeben hast, Netzwoche.ch, schreibt: Oft werden heute ganze Betriebssysteme schlicht als "Linux" bezeichnet. Dass es sich um die Vergangenheit handelt, steht gleich im Anschluss: Diese verkürzte Bezeichnung des Betriebssystems mit Linux-Kernel führten in der Vergangenheit zu Problemen. So kam es zum sogenannten GNU-Linux-Namensstreit.
Ganz wichtig: Mit den Jahren kamen zunehmend Linux-Distributionen mit weniger oder auch ohne GNU-Anteile auf, womit auch der Namensstreit an Bedeutung verlor.
Der Artikel hat also einen reißerischen Titel, ist aber im Endeffekt eine Zusammenfassung von "30 Jahre Linux", und in diesem Kontext auch im Zusammenhang mit GNU.
Denn in gleicher Weise könnte man fordern, dass Windows NT als "OS/2/Windows NT" bezeichnet werden müsse. Oder dass Android als Linux/Android bezeichnet werden solle. All das ist aber irrelevant. Durchgesetzt hat sich eben "Linux" für das gesamte Betriebssystem, ob nun mit oder ohne GNU-Tools.
… ohne GNU gäbe es vielleicht auch gar kein System, das fälschlicherweise als "Linux" bezeichnet werden könnte. Ganz besonders lustig. Mac OS X wurde auch einmal mit GCC, dem GNU C Compiler, ausgeliefert. Gäbe es ohne GNU also auch kein Mac OS X?
In der Geschichte ist die Frage "Was wäre, wenn …?" nicht gerade sinnvoll. Und außerdem ist das allein schon deshalb Bullshit, weil, wenn GNU nicht dagewesen wäre, dann hätte vielleicht ein anderes Tool herhalten müssen. Vielleicht gäbe es ohne GNU ganz andere – vielleicht sogar bessere – Tools. Vielleicht wäre dem, was es dann statt GNU gäbe, gelungen, einen eigenen Kernel zu schreiben, und das wäre dann ein echtes Betriebssystem geworden? Linux wäre dann unnötig gewesen. Linus Torvalds hat Linux ja nur deswegen begonnen, weil es gerade kein freies Unix gab – GNU lieferte zwar die Tools für ein Unix-Betriebssystem, ohne Kernel ist das ganze dann aber per Definition kein Betriebssystem.
TL;DR Die Quelle ist unbrauchbar für die Aussage, "Linux" wäre die falsche Bezeichnung. ‣Andreas 16:21, 9. Dez. 2021 (CET)Beantworten[Beantworten]
Grundsätzlich ist egal ob "GNU" oder oder nicht. Das ist nicht der Punkt und damit wird hier immer wieder vom Wesentlichen abgelenkt. Das Problem ist, dass die Lemmas von Linux, Linux-Distribution und Linux-Kernel falsch verwendet werden. Ich bin nicht der Meinung, dass man "GNU/Linux" schrieben soll. Darüber müssen wir nicht diskutieren.
Dieser Artikel hier beschreibt ganz offensichtlich die "Linux-Distribution". Unter dem Lemma "Linux" sollte man den heutigen Artikel "Linux-Kernel" finden. Alles andere ist Theoriefindung und einfach zu weiderlegen.
Man könnte dort gerne eine Hinweise einfügen, der Besagt, dass im Volksmund auch die Distributionen kurz "Linux" genannt werden.
Und nun noch ein paar Worte zur Fachpresse:
Deine Argumentation zusammengefasst: "Die Wikipedia soll maximal so präzise sein wie die Fachpresse sein."
Als ob die von dir zum Richter erhoben Journalisten immer bei allem richtig liegen würden?
In der Fachpresse (wer auch immer defiliert was das sein soll?) kann ich alles belegen. Jeden Unsinn.
Standardwerke (Z.B. Mark Sobell: A Practical Guide to Linux. Massachusetts: Addison Wesley Longman 1997, Michael Kofler: 1996: Linux. Installation, Konfiguration, Anwendung. 1. Auflage. oder moderner Michael Kofler: Linux – Das umfassende Handbuch und viele mehr.), andere Fachliteratur und wissenschaftliche Arbeiten scheinst du als weniger zuverlässige Informationsquellen einzuordnen. Die sind die meisten glasklar, was der Begriff Linux angeht. Standardwerke, andere Fachliteratur und wissenschaftliche Arbeiten weniger zu gewichten als die Presse widerspricht ganz offensichtlich Wikipedia:Belege. Dort steht ganz klar welche Quellen zu bevorzugen sind. Diese Grundsätze werden beim Begriff Linux immer wieder grob missachtet.
Was hier geschieht ist, dass sich die Wikipedia und die Journalisten in ihrer Meinung gegenseitig im Kreis belegen. Ein Perpetuum mobile oder einfach nur Dummheit! --81.6.59.149 08:11, 9. Feb. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]
Nein. Wenn man heute von Linux etwas liest, dann ist immer das gesamte Betriebssystem gemeint. Mitnichten muss das dasselbe wie eine Linux-Distribution sein. Linux-from-Scratch ist keine Linux-Distribution, aber eine Anleitung, wie man sich selbst Linux installiert – das Betriebssystem "Linux" inklusive dem Kernel "Linux".
Hinzu kommt: alles ist austauschbar, bis zu einem gewissen Grad. Es gibt/gab einmal Debian als Distribution mit verschiedenen Kerneln: neben Linux z.B. den FreeBSD-Kernel oder den GNU-Mach-Kernel.
Andreas 08:16, 9. Feb. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]
Zur Klarstellung:
  1. Linux ist nur der Kernel.
    Ja, das stimmt. Linux ist wirklich nur der Kernel. Doch alle Quellen, die das schreiben, meinen in weiterer Folge – im selben Text – mit Linux immer wieder das gesamte Betriebssystem. Sie schreiben es sogar einmal so, einmal so.
    • Zitat: Oft werden heute ganze Betriebssysteme schlicht als "Linux" bezeichnet. Dabei ist das komplette Betriebssystem eigentlich bestenfalls eine sogenannte "Linux-Distribution", welches auf Linux aufbaut. Korrekterweise heisst nur der Kernel Linux.Die Kombination der beiden Entwicklungen führte zum ersten kompletten Linux- und GNU-basierten Betriebssystem "GNU/Linux" - was aber oft auf die Bezeichnung "Linux" verkürzt wurde.ref
    • Zitat: Linux ist seiner Natur nach kein Betriebssystem. Es ist ein Kernel.Damit es ein Betriebssystem ist, wird es mit GNU-Software und anderen Ergänzungen geliefert, die uns den Namen GNU / Linux geben.ref
    • Zitat, gleiche Quelle: Linux ist ein äußerst beliebtes Betriebssystem für Hacker. – der Kernel? Aus dem Kontext ist es das Betriebssystem, das beliebt ist, nicht "nur" der Kernel.
    • Zitat, gleiche Quelle: Linux läuft schneller als Windows 8.1 und Windows 10 zusammen mit einer modernen Desktop-Umgebung und den Eigenschaften des Betriebssystems, während Windows auf älterer Hardware langsam ist. (Vergleicht ja gerade NICHT den Linux-Kernel mit Windows, sondern das Betriebssystem...)
    • Zitat: Genau genommen müsste man das Ganze sowieso GNU/Linux nennen: Was man gemeinhin Linux nennt, besteht aus einem Kernel, eben Linux, und einer Reihe von Standard-Werkzeugen, den GNU Tools. Aber lassen wir das mal beiseite und sprechen wie üblich einfach von Linux.ref
    • Zitat: Korrekterweise bezeichnet „Linux“ lediglich den von Linus Torvalds entwickelten Betriebssystem-Kern („Kernel“).Ein Betriebssystem entsteht erst durch Kombination mit anderer Software – etwa einer grafischen Oberfläche sowie verschiedenen Systemwerkzeugen und Bibliotheken. Solch eine Zusammenstellung gepaart mit Anwendungsprogrammen ist eine „Linux-Distribution“. Der allgemeine Sprachgebrauch hat das wieder zu „Linux“ verkürzt, was zu einer Mehrdeutigkeit des Begriffs geführt hat – häufig lässt sich aber aus dem Kontext erkennen, was gemeint ist.ref
  2. Linux bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch das gesamte Linux-Betriebssystembereits oben, mit denselben Quellen belegt (was meist eine Linux-Distribution ist – aber nicht zwangsläufig).
Dass die Bezeichnungen nicht passen, belegen z.B. diese Tatsachen:
  1. Die Annahme, dass es immer GNU/Linux für das gesamte Betriebssystem heißen müsse, ist falsch. Chimera LinuxHomepage ist ein Linux mit dem FreeBSD-Userland, und somit (grundsätzlich) GNU-frei. Chimera Linux ist ein Linux-Betriebssystem und natürlich eine Linux-Distribution, aber kein GNU/Linux-Betriebssystem...
  2. Android nutzt einen Linux-Kernel, aber nicht das GNU-Userland, und heißt auch nicht "Linux", sondern eben "Android". Nach all dem, was wir bis jetzt über Linux und Linux-Distributionen wissen, müsste Android ebenfalls als Linux-Distribution bezeichnet werden. Dem ist aber nicht so.
  3. Zitat (Redhat): Was ist Linux? Linux ist ein Open Source-Betriebssystem. … Damit unterscheidet sich Linux deutlich von traditionellen Betriebssystemen wie Unix und Windows, die proprietär, gesperrt, nicht modifizierbar sind und „as is" bereitgestellt werden.ref
Mit anderen Worten:
  1. Linux ist nur der Kernel. → Linux (Kernel)
  2. Linux als Betriebssystem, egal mit welchem Userland, wenn es keinen anderen Namen von dessen Hersteller erhalten hat. → Linux
  3. Linux-Distribution, eine vorgefertigte und (teilweise) vorkonfigurierte Version eines Linux-Betriebssystems, meist mit Installationsmedien und/oder Live-Medien. → Linux-Distribution
Was kann man machen?
Man könnte den Artikel Linux in eine WP:BKL verwandeln, und den aktuellen Inhalt nach Linux (Betriebssystem) verschieben.
Zu Beachten:
  • Warum ist nicht jedes Linux-Betriebssystem eine Linux-Distribution?
    Weil Linux frei ist, und sich jeder seine eigene "Distribution" machen kann... Bloß, dass es dann keine Distribution ist, weil man das Betriebssystem ja nicht automatisch auch verteilen muss (engl. to distribute). Man muss seinem eigenen Linux ja nicht einmal einen Namen und eine Versionsnummer geben...
    "Linux-Distribution" ist keinesfalls identisch mit "Linux-Betriebssystem", sondern eine Untermenge: jede Linux-Distribution ist ein Linux-Betriebssystem, aber nicht zwangsläufig auch umgekehrt.
  • Warum heißt das Lemma Linux und nicht z.B Linux (Betriebssystem) oder Linux-Betriebssystem, Linux (Distribution) oder Linux-Distribution?
    Weil das Lemma in der Wikipedia die gängigste Bedeutung haben soll.
    • WP:NK#Artikeltitel und Klammerzusatz: Allgemein sollte als Artikeltitel (Lemma) die Bezeichnung verwendet werden, die für den im Artikel behandelten Sachverhalt im deutschen Sprachraum am gebräuchlichsten ist.
Da in fast allen Artikeln und Büchern "Linux" als Betriebssystem gemeint ist (denn meist ist man an einem gesamten Betriebssystem und nicht nur an einem Teil davon interessiert), ist dies die gebräuchliche Bedeutung. Das ist meist selbst dann so, wenn zuerst festgestellt wird, dass Linux eigentlich nur der Kernel ist. Der Gebrauch ist also, dass "Linux" im Kontext, ohne weitere Einschränkung, fast immer das Betriebssystem bezeichnet. In speziellen Fällen wird darauf hingewiesen, worum es genau geht, also z.B. um a) den Linux-Kernel, oder b) das Linux-Betriebssystem, oder c) das Linux-Userland, oder d) die Linux-Distribution, etc. Das ist leider der Unschärfe der Bedeutung für den Begriff (den Namen) "Linux" geschuldet.
Quintessenz: Linux als Artikel über das Linux-Betriebssystem ist in der Wikipedia gem. WP:NK korrekt, so wie er ist.
Ich bin aber sehr gerne bereit, eine weitere Fachliche Diskussion darüber zu führen, ob man z.B. doch eine WP:BKL daraus macht. Wie ich aber bereits belegt habe, ist es keine Option, "Linux-Distribution" und "Linux-Betriebssystem" a) gleichzusetzen oder b) zusammenzulegen.
Andreas 14:06, 9. Feb. 2022 (CET)Beantworten[Beantworten]