Diskussion:Mirabelle

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Wer kennt das Synonym für Mirabelle, das so ähnlich lautet wie die Spirillen? --Archy 12:37, 28. Okt 2004 (CEST)

Synonym von Mirabelle[Quelltext bearbeiten]

Kann es sein, dass mit dem Synonym von Mirabelle eines der folgenden gemeint ist? Spilling; Spilgen (niederdeutsch), Spillchen (sächsisch), Spönling (Salzburg), Spenling (Oberösterreich). Habe ich unter vielen anderen Bezeichnung im Dornseiff "Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen" gefunden. Ein tolles Buch.

Spillichen (Schraden/Oberlausitz) kann ich - aufgrund dortiger Geburt bezeugen.GoJoe 14:13, 31. Aug. 2009 (CEST)[]

Ganz allgemein wird die Mirabelle überschätzt! Es gibt jede Menge älterer und für den extensiven Anbau im Garten und Streuobst außerhalb des Weinbauklimas besser geeignete Sorten und Formen, darunter den sehr alten Spilling (seit dem 2. Jahrhundert für Deutschland und Österreich nachgewiesen). Siehe dazu meinen Beitrag weiter unten (Antwort zu Marunke) mit Literatur/Belegen.

Mirabellensorten im Angebot der Baumschulen mit deutlichem Nord-Süd-Gefälle:

Die Mirabelle ist aus 4 Gründen von Bedeutung:

  1. Für den Erwerbsobstbau! Schon kurz vor dem Aussterben sei die Mirabelle gewesen. Doch heute lässt sie sich als hochwertige regionaltypische Frucht aus Lothringen vermarkten und verschafft den Mirabellen-Obstbauern ein gesichertes Auskommen.
  2. Weil die wenigen, aber einflußreichen Pflaumen-Spezialisten in Deutschland sich weitgehend auf die guten Lagen im Weinbauklima festlegen. Dort gedeihen ihre Neuzüchtungen, dort entstehen ihre Studien, von dort ziehen sie unter dem Schlagwort der Scharka-Krankheit, die vor allem im Weinbauklima droht, gegen die sehr wohlschmeckenden und robusten Hauszwetschgen und "Primitivpflaumen" anderer Regionen zu Felde. Indessen geht es dem erwerbsmäßigen Steinobstanbau in Deutschland trotz oder wegen dieser Spezialisten immer schlechter.
  3. Weil jeder die Mirabellen-Glaskonserven im Supermarkt zumindest schon einmal gesehen hat.
  4. Weil die Mirabelle als edler gilt, werden andere Pflaumen als Mirabelle bezeichnet, obwohl sie keine sind. Der Anteil an Verwechslern unter den nördlich des Mains gelegenen Standorten dürfte ganz erheblich sein.

Über die als Frucht fast vergessene und zu Unrecht abgewertete Kirschpflaume (Myrobalane) schreibt Peter Schlottmann in seinem Bericht Zur Sektion Prunus 2013:

Insgesamt häufiges, anspruchloses Landschafts- und Knickgehölz, das in Norddeutschland, Dänemark, Schweden und Polen volkstümlich, aber fälschlich, Mirabelle/Mirabelka genannt wird. Regelmäßige Vorkommen selektierter Obstgehölze gibt es im Landesteil Schleswig, in Jütland (DK) und Brandenburg. Primitive Formen kommen sehr häufig vor in NO-Polen.

Und 2003 stellte Peter Schlottmann für Schleswig-Holstein fest (Von Schlehen, Kricken, Kreeken, Bunten Pflaumen und Spillingen, in Kieler Notizen zur Pflanzenkunde):

Besonders diese [eine als Obstgehölz genutzte Form der Kirschpflaume] wird volkstümlich häufig Mirabelle genannt. Dazu mag die dänische Bezeichnung 'mirabel' beigetragen haben.

Farbe von Mirabellen[Quelltext bearbeiten]

Wir haben hier neben den gelben, dunkelrote (fast violette) Mirabellen geklaubt, sind das dann doch keine Mirabellen? Was wäre das dann?

Ds sind nahezu alles Kirschpflaimen!--Tara2 (Diskussion) 08:09, 13. Okt. 2021 (CEST)[]

prunus insitia[Quelltext bearbeiten]

kann mir jemand sagen ob ein mit "prunus insitia" bezeichnetes obst eine Mirabelle ist? "prunus insitia" wird naemlich als lateinischer name fuer "Kriecherl" angegeben.--84.112.71.72 10:42, 4. Jan. 2009 (CET)[]

Prunus insititia var. cerea Schübl. et Mart. ist ein Synonym für die hier behandelte Unterart. Wenn nur Prunus insititia steht, ist aber wohl am ehsten die Kriechenpflaume gmeint. -- Abderitestatos 19:16, 4. Jan. 2009 (CET)
[]


Prunus domestica subsp. insititia, in Österreich und auf Wikipedia: Kriechenpflaume, in Schleswig-Holstein Kricke, sonst in Deutschland Hafer-Pflaume oder Haferschlehe - benannt nach der Erntezeit dieses Pflaumentyps gleichzeitig mit dem Hafer im August. Von ihm unterschieden unsere Vorfahren die früher reifenden Roggen-Pflaumen, in Schleswig-Holstein Wiechen genannt. Trotzdem gilt das Taxon "insititia" gleichermaßen für die Hafer- und die Roggen-Pflaumen.

Seit Beginn der botanischen Taxonomie (Klassifizierung) wird mit den Pflaumen (Prunus) Schindluder getrieben. Bereits Linné versuchte mit dem Taxon "insititia", schlechtere von vermeintlich edleren Pflaumen zu scheiden. Ähnliches tat dann auch der Pomologe Eduard Lucas, indem er dem Begriff der "Hafer-Pflaumen" eine abwertende Bedeutung gab (nach Walter Hartmann, Wildpflaumen, ca. 2011). Mit botanischen Kriterien hat das nichts zu tun, und die Klassifizierung der Pflaumen gilt heute als völlig verfahren.

Die Diskussion krankt daran, dass der riesige, vitale und weit verbreitete Formenschwarm der Kirschpflaume (Myrobalane) - obwohl er ein weites Spektrum an Fruchtfarben, Steinlöslichkeit und Geschmäckern aufweist: von aromatischen selektierten Kulturformen über nur süßliche oder ausdruckslose bis zu bitteren Typen - pauschal verunglimpft und abgewertet wird. Daher ist die Kirschpflaume als Frucht in Vergessenheit geraten. In dieser Ausgrenzung und Irrationalisierung des weitaus größten Formenschwarms der "Primitiv-" oder "Wild"-Pflaumen hat sich die Taxonomie verrannt. Dies zeigt sich auch daran, dass die Myrobalane einerseits als Frucht verleugnet wird, aber andererseits so robust, anspruchslos und starkwüchsig ist, dass sie als Veredelungsunterlage zum Standard der Baumschulen gehört. Ohne sie als Wurzelunterlage wären die gepriesenen Edelsorten und Neuzüchtungen in den schwierigeren Lagen (insb. Sommertrockenheit, Sandböden) gar nicht anbaufähig. Daher ist die Behauptung, die Myrobalane stehe auf einer allseits geschätzten Wurzel, aber könne gar keinen richtigen Baum bilden, besonders kurios.

Im Gegensatz dazu hat die Mirabelle eine Lobby auch unter den Botanikern. Nur so ist zu erklären, dass die Mirabelle das Taxon erhalten hat, welches für den wesentlich älteren Spilling bereits im Kräuterbuch des Tabernaemontanus (Jacobus Theodorus) im Jahr 1588 vergeben war. Darüber schreibt Udelgard Körber-Grohne in ihrem archäo-botanischen Werk Pflaumen, Kirschpflaumen, Schlehen: heutige Pflanzen und ihre Geschichte seit der Frühzeit (1996):

Auf der "Suche nach einer sinnvollen Bezeichnung der Varietät für unseren Spilling [...] habe ich die Quellen mit Namen und Beschreibungen von Spillingen studiert, und zwar Tabernaemontanus (1588), Linnaeus (1753) mit seinem grundlegenden Werk Species Plantarum sowie das sortenkundliche Standardwerk von Röder (1940). Aufgrund der herausgefundenen Tatsachen wäre es zwingend, Tabernaemontanus mit seiner Bezeichnung »Gelb Spilling pruna cerea« den Vorzug zu geben und die Varietät als var. cerea zu benennen. Doch ist var. cerea inzwischen für die Mirabelle eingeführt."

Die verunglimpfende Abwertung eines großen Teils des Formenspektrums der Pflaumen führt zu einer Lücke, die eine Überbewertung der Mirabelle nach sich zieht.
--Gegenleser123 (Diskussion) 21:35, 8. Okt. 2017 (CEST)[]

Die Kirschpflaume verliert alleine schon durch den Nachteil, dass sie zum "Brennen" nahezu ungeeignet ist. Wohingegen die Mirabellen sehr gut geeignet sind, nahezu eine der am Besten geeigneten Früchte hierfür sind. --Tara2 (Diskussion) 10:08, 10. Okt. 2021 (CEST)[]

Mirabelle ist nicht Kriecherl[Quelltext bearbeiten]

Die Kriechenpflaume (Prunus domestica ssp. insititia Syn.: Prunus insititia/insiticia) ist eine in Europa und im Kaukasus beheimatete Wildpflaumenart. Weitere deutsche Namen sind: (Eigentliche) Krieche, Kritzschken, Krellen, Weinkrieche(rle) oder Weinkrüglein, Schwein- oder Saukrieche, Cypern oder Ziper(le), Ziparte, Ziegfarze, Spilling oder Spille, Bocks- oder Geißhoden, Ren(e)klode(n), Mirabelle, Maroncken oder Malo(n)cken, Tornigel, Tarrnickel, Ross-, Scheiß-, Wein-, Haber-, Hafer-, Au(g)st- oder Katharinenpflaume, Haber-, Hafer- oder Pflaumenschlehe, Aug(u)stkirsche, Fluder, Flüder, Pfluder, Priester, Schlupfen, Schlupfer, Weinling und (besonders für die getrockneten Früchte) Prunellen, Brunellen, Brinellen, Brigniolen, Prünelle oder Brugnolen.


jabez07--------------------- (nicht signierter Beitrag von 07jabez (Diskussion | Beiträge) 17:32, 28. Jul 2009 (CEST))

Du widersprichst Dir. In der Liste kommen unter anderem Mirabelle (ssp. syriaca) und Reneklode (ssp. rotunda) vor. Damit hast Du da eine Sammelliste aller gelben Pflaumenunterarten, mehr nicht. Das Kriecherl ist ganz offensichtlich ssp. insititia und zu finden unter Kriechenpflaume - und offenbar gehört die oben erwähnte Spille auch zur Kriechenpflaume. --Pandarine 09:23, 29. Jul. 2009 (CEST)[]


Bestimmungsblatt für Kriecherl:
http://www.kriecherl.org/images/pdf/Kriecherl_last-Page-15r.pdf
Literaturliste:
http://www.kriecherl.org/index.php/literatur
--Gegenleser123 (Diskussion) 20:21, 8. Okt. 2017 (CEST)[]

So leicht lässt sich das nicht sagen. Umgangssprachlich wird der Name sicher als Sammelbegriff benutzt, auch die Presse schreibt hier: Wenn schon Kriecherl, dann am besten Mirabelle! Zur kompletten Verwirrung steht dann noch bei der Kriechen-Pflaume, dass sie in Kärnten Spenling genannt wird, während Spenling auch der österreichische Begriff für Spilling ist. Ich würde es bei der Mirabelle erwähnen, dass sie umgangssprachlich auch unter die Kriecherl fallen kann. Dieses PDF schafft dann noch mehr Verwirrung. ;) - Flexman (Diskussion) 21:41, 24. Aug. 2021 (CEST)[]
Ok, einige wollen offbar lieber über die Zusammenfassung bei einer Änderung diskutieren - ich schreibe es dennoch hier rein: Die Mirabelle ist ein Kriecherl! Neben dem Artikel der Presse, wo steht Wenn schon Kriecherl, dann am besten Mirabelle, finden sich auch folgende Quellen wo eine Mirabelle als Kriecherl bezeichnet wird: [1],[2]. Hier geht es nicht nur um die biologische Einordnung, sondern auch um die Trivialnamen bzw. lokalen Bezeichnungen. - Flexman (Diskussion) 21:57, 11. Okt. 2021 (CEST)[]
Das ist nicht das gleiche und wenn schon deine Quelle schreibt, dass Kriecherl nicht das gleiche wie Mirabellen sind, dann hat das im Artikel nicht zu suchen. Ja, es gibt dumme Menschen, die kennen den Unterschied zwischen Zwetschge und Pflaume nicht, und auch nicht den Unterschied zwischen Mirabelle und Kriecherl oder Kirschpflaume. Im Artikel ist das aber sehr deutlich herausgearbeitet. Somit sollte man unscharfe und unklar definierte Begriffe nicht lustig hineinmischen und die heillose Verwirrung des Publikums auf diesem Gebiet herrscht nicht noch weiter mit "Volksmund", "Trivialnamen" verdummen. Wenn du den Unterschied nicht kennst, wie viele andere, die den Unterschied nicht kennen und darum den falschen Namen benutzen, dann tuts mir leid.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 22:15, 11. Okt. 2021 (CEST)[]
In manchen gegenden wird das Wort Kricherl nahezu für alles Pflaumenartige verwandt, so müsste man z.B. bei der Kirschpflaume ebenfalls das Synonim Kricherl eintragen. Da aber Mirabellen und Kirschpflaumen, Zwetschgen usw. keine Kricherl sind lässt man dieses in die Irre führende Synonim am Besten einfach weg!--Tara2 (Diskussion) 07:45, 12. Okt. 2021 (CEST)[]
Ganz im Gegenteil - es ist Irreführend den Begriff hier nicht zu erwähnen, wenn er so verwendet wird. Die Wikipedia bildet bei den verwendeten Begriffen den Sprachgebrauch der Leute ab, statt umgekehrt zu definieren, was korrekt ist und was nicht. Und was heißt "In manchen Gegenden" - ich habe hier u.a. eine österreichweite Tageszeitung als Quelle angegeben... @Giftzwerg: Und der zitierte Artikel sieht Mirabellen als Untergruppe der Kriecherln. - Flexman (Diskussion) 00:35, 14. Okt. 2021 (CEST)[]
Das ÖWB definiert übrigens Kriecherl als "Name verschiedener Pflaumensorten". Das heißt also ganz konkret: Das Wort wird laut unserem amtlichen Wörterbuch nicht deckungsgleich für eine Pflaumensorte verwendet, sondern eben für verschiedene. Da das Wort "Mirabelle" hierzulande kaum verwendet wird (es sei denn man diskutiert über die verschiedenen Kriecherl-Varianten), ist es relevant diesen Überbegriff hier auch zu verwenden. Aber ich habe mittlerweile eine dritte Meinung angefragt. - Flexman (Diskussion) 00:55, 14. Okt. 2021 (CEST)[]
Ja, Kriecherl ist ein Synonym für alles, was so an Bäumen hängt und entfernt wie eine Pflaume aussieht: Schlehen, Zibarte, Kirschen, Zwetschgen, Pfirsich, Pflaumen, Reneclode, Datteln, Mirabelle, Kirschpflaume, Ume, Aprikosen, Nektarinen, Chinesische Pflaumen. Alles Variationen vom Kriecherl, bloß verschiedene Farben und Größen. Man muss nur dem Volk aufs Maul schauen, dann kriegt man die Wahrheit über die Botanik schon raus.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 03:10, 14. Okt. 2021 (CEST)[]
Das scheint mir etwas viel Polemik zu sein, den Beleg dass mit "Kriecherl" auch die Marillen, Nektarinen, Kirschen und Pfirsiche gemeint wären würde ich gerne mal sehen, grundsätzlich scheinen sich ein paar Arten, darunter die Mirabelle, herauszukristallisieren. Außerdem ist es nicht Ziel der Wikipedia dieWahrheit™ zu definieren, sondern das Chaos der Menschen abzubilden. Ein Mutterkorn ist kein Korn, ein Silberfisch kein Fisch. Trivialnamen entsprechen nun mal nicht unbedingt einer biologischen Wahrheit, das hat auch niemand behauptet. - Flexman (Diskussion) 23:36, 14. Okt. 2021 (CEST)[]

Frühere kurze, ergebnislose Diskussion Wikipedia Diskussion:WikiProjekt Österreich/Archiv 2010#"Kriecherl". --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 08:57, 14. Okt. 2021 (CEST)[]

Auch dort bestätigen wieder zwei User, dass bei ihnen die Mirabelle als Kriecherl bezeichnet wird. - Flexman (Diskussion) 23:36, 14. Okt. 2021 (CEST)[]
Auch bei denen wird es so sein, dass alles kleinfrüchtige (und vor allem gelbe, aber nicht nur) als Mitabelle bezeichnet wird und zwar völlig unwichtig davon, ob das richtig oder falsch ist. Es ist ja auch so, dass hier jeder mitschreiben kann, ganz unabhängig davon, ob er Ahnung hat oder nicht. Und ja auch in Zeitungen und Zeitschriften wird oft und viel Unsinn geschrieben, weil Reporter meist eben pro Artikel bezahlt werden und sich oft gar nicht die Mühe machen fundierte Recherchen für das Geschriebene zu machen.--Tara2 (Diskussion) 08:26, 15. Okt. 2021 (CEST)[]
"Auch bei denen wird es so sein" ist eine reine Mutmaßung ohne Beleg. Für die Verwendung von Kriecherl als Mirabelle hatten wir aber Belege. - Flexman (Diskussion) 12:51, 15. Okt. 2021 (CEST)[]

Eine Frage zur Verbreitung: Könnte es sein, dass in Österreich hauptsächlich var. instita angebaut wird bzw. wächst, während in Deutschland eher var. syriaca üblich ist? - Flexman (Diskussion) 14:43, 16. Okt. 2021 (CEST)[]

WP:Dritte Meinung[Quelltext bearbeiten]

Dritte Meinung: Einfach mal Bilder gegoogelt https://www.google.com/search?q=Kriecherl&tbm=isch Die meisten Treffer gibt es in Österreich, aber offenbar gibt es auch dort keinen Konsens, um was es sich genau handelt. Möglicherweise gibt es regionale sprachliche Unterschiede, möglicherweise haben Interessengruppen den Begriff annektiert. Nach meinem Dafürhalten sollte

  • unter Kriecherl eine Begriffsklärung entstehen, in der diese Unklarheit dargestellt wird.

In allen anderen Artikeln, beispielsweise hier kann man dann problemlos und ohne spezielle Quelle schreiben ... in Österreich gelegentlich Kriecherl genannt. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 08:49, 14. Okt. 2021 (CEST)[]

Ja aber dann müsste man ja bei allen Obstsorten ja für die irgendwo das Wort Kricherl verwandt wird dieses als Synonim eintragen. Das ganze ist doch irgendwo Unsinn. Ich bin nach wie vor der Ansicht das der Begriff hier nicht nur Irreführend, sondern schlichtweg falsch ist. Genauso müsste ich ja bei Kirschpflaume "Synonim Mirabelle" eintragen weil manche Leute (fälschlich) Mirabelle dazu sagen. Am Ende blickt dann gar niemand mehr durch, was was ist!--Tara2 (Diskussion) 18:59, 14. Okt. 2021 (CEST)[]
Nochmal: Der Begriff bezeichnet sogar laut unserem amtlichen Wörterbuch verschiedene Sorten. Es ist nicht Aufgabe der Wikipedia sich hier auf eine Sorte festzulegen und dann vorzugeben was richtig und was falsch ist. Die Bezeichnung ist offenbar irreführend - dann ist es aber nicht Aufgabe der Wikipedia Klarheit zu schaffen. Das ist mal das eine - aber hier noch ein anderer Aspekt: Wenn ich das richtig verstehe kreuzen sich die ganzen subsp. von Prunus domestica miteinander, wenn sich das in freier Wildbahn munter durchgekreuzt hat, lässt sich das dann überhaupt immer biologisch so klar zuordnen? Wie auch immer, ich finde die Lösung gut, für Kriecherl einen eigenen Artikel mit Begriffserklärung zu machen, und das Wort auch dort zu erwähnen wo es benutzt wird. - Flexman (Diskussion) 23:20, 14. Okt. 2021 (CEST)[]
Ja klaro, wenn die Hauptaufgabe von Artikeln ist das geballte Unwissen und die Irrungen und Wirrungen der Menschheit zu sammeln, dann wird die Wikipedia die neue Desinformationsplattform mit der Aufgabe Unklarheit weiterzutradieren. Gott bewahre uns davor, die wissenschaftlichen Quellen und Bezeichnungen als maßgebender zu betrachten, als persönlichen Wortgebrauch und irgendwelche Traditionen oder Kochrezepte. Dieser Artikel bezeichnet eine ganz bestimmte Unterart mit dem lateinischen Namen Prunus domestica subsp. syriaca und es ist komplett unpassend dafür Synonyme zu verwenden, die sich auf Prunus domestica subsp. insititia beziehen.--Giftzwerg 88 (Diskussion) 05:11, 15. Okt. 2021 (CEST)[]
Auf diese Art der emotionalen Polemik gehe ich nicht mehr weiter ein, Kriecherl bezieht sich eben nicht nur für subsp. insititia, das ist eine reine Behauptung, die hier öfter widerlegt wurde. Wir haben nun eine Dritte Meinung, und so wird das jetzt umgesetzt. - Flexman (Diskussion) 12:50, 15. Okt. 2021 (CEST)[]

Aus meiner außenstehenden Sicht hat Kriecherl die spezielle Bedeutung Kriechen-Pflaume und regional die allgemeinere Verwendung für verschiedene Pflaumen und Mirabellen. Das heißt in Kriecherl sollte genau das drinstehen. Außerdem hat man dort einen zentralen Ort, wo man das ÖWB und andere Quellen hinterlegen kann. Die Gegenrichtung, dass man ja bei allen Obstsorten ja für die irgendwo das Wort Kricherl verwandt wird dieses als Synonim eintragen muss ist nicht bindend. Es steht ja auch nicht in 381 Hundeartikeln, dass die in der Kindersprache Wauwau heißen. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 08:31, 15. Okt. 2021 (CEST)[]

Ich habe jetzt aus Kriecherl einen eigenen Artikel gemacht. Hier bei der Mirabelle könnte man auch schreiben "in Österreich gelegentlich dem unkonkreten Sammelbegriff 'Kriecherl' zugeordnet" oder "...gegelegentlich dem 'Kriecherl' zugeordnet" wenn das für andere besser klingt. - Flexman (Diskussion) 12:58, 16. Okt. 2021 (CEST)[]
Ich finds gut. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 20:14, 16. Okt. 2021 (CEST)[]

Marunke[Quelltext bearbeiten]

Weiß jemand, ob "Marunken" Spillinge oder Mirabellen sind? Kenne den Begriff aus dem Erzgebirge. --Darok 14:12, 12. Aug. 2011 (CEST)[]

Mirabellen können ohnehin nicht gemeint sein.
Es ist nicht auszuschließen, dass Spillinge auch im Erzgebirge vorkommen (ihre heutigen Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland liegen im südlichen Brandenburg) und dort falsch als "Marunken" bezeichnet sind. Eine genaue Bestimmung ist nötig: Spilling-Steinkerne sind unverwechselbar!
Belegt ist durch die Pomologen Oberdieck und Liegel, dass der Name "Marunke" im 19. Jahrhundert für verschiedene gelbe Pflaumen in Gebrauch war, darunter eine Sorte bei Gotha (http://www.obstsortendatenbank.de/gelbe_marunke.htm). Den "Gelben Spilling" von der "Marunke" unterscheiden bereits die Pomologen Sickler (in Der teutsche Obstgärtner 1794-1804 mit Abbildungen) und Liegel (um 1850) als auch das einschlägige Illustrierte Handbuch der Obstkunde (Artikel von Oberdieck, 1875).
Für den Spilling nennt Meinolf Hammerschmidt das Synonym "Marunke" ohne Quellenangabe (http://www.alte-obstsorten.de/sortendetail.Pf16.html), jedoch andere aktuelle Autoren teilen diese Ansicht NICHT (Udelgard Körber-Grohne, Peter Schlottmann, Bernd Kajtna).
Körber-Grohne hat eine früher verbreitete Ansicht widerlegt, der Spilling habe in den slawischen Siedlungsgebieten der Ostseeregion seine Heimat gehabt. Vielmehr sind Steinkerne des Spillings ab dem 2. Jahrhundert in römerzeitlichen Schichten der germanischen Provinzen (Österreich, Süddeutschland) archäologisch nachgewiesen; außerdem ist ab dem 13. Jahrhundert ein Gelber Spilling in Südmähren (Tschechien) nachgewiesen (zu beiden siehe Körber-Grohne). "Der Spänling [=Spilling] ist eine kulturgeschichtlich sehr alte Obstart, die in Mitteleuropa ihren genetischen Ursprung und in Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Deutschland ihr Hauptverbreitungsgebiet gefunden hat." (Kajtna, S. 11)

Quellen zum Spilling:
Udelgard Körber-Grohne. Pflaumen Kirschpflaumen, Schlehen: heutige Pflanzen und ihre Geschichte seit der Frühzeit. Stuttgart: Theiss, 1996.
Peter Schlottmann. Bestimmung wichtiger Sippen der Gattung Prunus, Sektion Prunus mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen. In Kieler Notizen zur Pflanzenkunde 39: 54–65 (2013)
Bernd Kajtna. Vorkommen des Gelben Spänlings [=Spilling] im Bezirk Murau und Entwicklungsmöglichkeiten hin zu einem regionaltypischen Produkt. Wien: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, 2015 (Lehrgang)
Gelber Spilling als ARCHE NOAH Obstsortenblatt
Gemeiner Gelber Spilling von Jahn. In: Illustriertes Handbuch der Obstkunde, hg. v. Lucas & Oberdieck, 1875, S. 235/6.

--Gegenleser123 (Diskussion) 11:11, 8. Okt. 2017 (CEST)[]

weitere Sorten[Quelltext bearbeiten]

Die "Pro Specie Rara" führt noch zwei weitere Sorten auf:

Die Obsortendatenkank der Ortsgruppe Lemgo des BUND führt zudem noch folgende Mirabellen-Sorten auf:

  • Fürst Schwarzenberg
  • Gelbe Frühe Mirabelle
  • Gelbe Wunderschöne
  • Königin Der Mirabellen
  • Mirabelle
  • Mirobalane
  • Prinzess Marie von Württemberg
  • Violetter Perdrigon
  • Washington Mirabelle

Im Weiteren scheint es noch die "Mirabelle parfumée de septembre" zu geben, wie es in der französischen Wikipedia vermerkt ist oder wie sie u.a. auch bei der Baumschule Eric Dumont angeboten wird. (nicht signierter Beitrag von 77.56.55.52 (Diskussion) 22:39, 1. Dez. 2013 (CET))[]

Die Abfrage oben in der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo sollte wiederholt werden, um fehlerhafte Ergebnisse auszuschließen. Die Suchfunktion der Obstsortendatenbank eignet sich nur für Namen, die bereits bekannt sind, in exakter Schreibweise! (Z. B. ist die Myrobalane = Kirschpflaume gerade keine Mirabelle, sondern eine sehr alte und sehr viel weiter verbreitete, robuste, aber leider fast vergessene Pflaume, ein variantenreicher "Formenschwarm" mit Übergängen vom Wildobst bis zu edlen wurzelechten Kulturformen.) --Gegenleser123 (Diskussion) 20:21, 8. Okt. 2017 (CEST)[]

tkemali nicht aus mirabellen[Quelltext bearbeiten]

Laut Wiki-Artikel "Tkemali" wird diese Soße nicht aus Mirabellen hergestellt. (Wobei ich dies nicht unwahrscheinlich finde, denn mir wurden in Iran zu Fleisch mitunter süße Soßen gereicht.) 178.19.237.15 20:27, 22. Sep. 2015 (CEST)[]

Georgische Sorte[Quelltext bearbeiten]

In Georgien traf ich vor kurzem auf eine grüne Frucht, die von den einheimischen Reiseleitern als Mirabelle bezeichnet wurde. Die Frucht ist in Georgien sehr beliebt, wird überall serviert, scheint aber außerhalb Georgiens kaum verbreitet zu sein. Ich bin mir indessen nicht sicher, was ich da hatte, es hat nur wenig gemeinsam mit Mirabellen. Ein Steinobst der Gattung Prunus, das ist mal sicher.

  • Ernte im Mai/Juni, dieses Obst wird nicht "reif", wird nur grün gegessen. Für reife Mirabellen gibt es auch dort andere Sorten
  • Fruchtfleisch ziemlich fest, Geschmack ähnlich wie grüne Äpfel, nur leicht süß, nicht mehlig oder saftig
  • länglicher und flacher Stein, wirkt von den Proportionen her noch länger als ein Zwetschgen/Pflaumenstein, eher hell in der Farbe, Fruchtfleisch will sich auch unter Androhung von Gewalt nicht vom Stein lösen --Giftzwerg 88 (Diskussion) 18:24, 1. Jul. 2018 (CEST)[]

Kreuzung mit sich selber?[Quelltext bearbeiten]

Bei Pflaume steht:

„Die Pflanze ist ein Hybrid aus Kirschpflaume und Schlehdorn.“

Hier steht:

„...aus einer Kreuzung der Pflaume mit der Kirschpflaume ab, vielleicht auch aus einer Kreuzung der Pflaume mit dem Schlehdorn“

Das finde ich sehr lustig. Durch das Im-Kreis-Herummendeln wird sie sogar süß und der Kern löst sich...--Ulf 02:02, 6. Dez. 2018 (CET)[]