Donnerhall

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Donnerhall
Donnerhall (Pferde-Skulptur).JPG
Donnerhall-Statue in der Oldenburger Innenstadt
Rasse: Oldenburger
Vater: Donnerwetter
Mutter: Ninette
Mutter-Vater: Markus
Geschlecht: Hengst
Geburtsjahr: 1981
Sterbejahr: 2002
Land: Deutschland
Farbe: Dunkelfuchs
Stockmaß: 170 cm
Züchter: Otto Gärtner
Besitzer: Otto Schulte-Frohlinde, später Henrik Schulte-Frohlinde
Reiter: Karin Rehbein
Gewinnsumme: 640.000 DM

Donnerhall (* 31. Mai 1981; † 14. Januar 2002) war ein deutsches Dressurpferd. Donnerhall war nicht nur als Sportpferd äußerst erfolgreich, sondern auch als Zuchthengst.

Leben und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerhall stammt aus der Zucht von Otto Gärtner und wurde als Fohlen an Otto Schulte-Frohlinde verkauft. Er nahm erfolgreich an zahlreichen internationalen Dressurturnieren auf Grand-Prix-Niveau teil. Donnerhall war ein Sohn des Donnerwetter aus der Stute Ninette von Markus-Carnot.

Seine Dressurkarriere begann 1984, als er die Hengstleistungsprüfung in Adelheidsdorf als Reservesieger mit 131,92 Punkten beendete. Donnerhall, weiter ausgebildet von Herbert und Karin Rehbein, war sehr leicht zu trainieren und erreichte innerhalb von nur zwei Jahren Grand Prix-Niveau.[1] Er war besonders bekannt für seine ausdrucksstarke Passage, Piaffe und seinen starken Trab.

Donnerhall gewann mit seiner Reiterin Karin Rehbein über 65 Grand Prix-Wettbewerbe; er war 1986 deutscher DLG Champion in Hannover, Gewinner der Mannschaftsgold- und Einzelbronzemedaille bei den Weltreiterspielen 1994 im niederländischen Den Haag und bei den Europameisterschaften in Verden 1997. Bei den Weltreiterspielen 1998 in Rom, seinem letzten Turnier, gewann er Mannschaftsgold und erreichte den vierten Platz in der Einzelwertung. Er wurde auch zum Oldenburger Hengst des Jahres 1998 gewählt.

Im Alter von 17 Jahren wurde Donnerhall 1998 anlässlich der Oldenburger Hauptkörung feierlich aus dem Sport verabschiedet.

Er verstarb 2002 an einer akuten Darmvergiftung.

Im Juni 2007[2] wurde in der Oldenburger Fußgängerzone nahe dem Lappan eine bronzene Statue des Hengstes aufgestellt. Sie wurde von Walter Hilpert aus Dresden entworfen, wiegt ungefähr 700 Kilogramm und wurde zwischen Mai und Juni 2007 von der Metallgießerei Harms in der Emsstraße in Einzelteilen gegossen, zusammengeschweißt, gelötet und mit Patina bearbeitet.[3]

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerhall hat 77 gekörte Söhne und 450 Stuten gezeugt.[4] Seine Nachkommen erzielten auf zahlreichen Auktionen Spitzenpreise. Zu seinen erfolgreichsten Nachkommen zählen Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmer, Siegerhengste und Prämienstuten. Einige seiner bekanntesten Nachkommen sind die Stute Primavera und die Hengste Don Schufro, Davignon I, Don Primero, De Niro, Donner Bube, Don Gregory, Donnerschwee, Don Frederico und Donnerball. Alle Pferde der deutschen Dressurmannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 2012 gehen auf Donnerhall zurück: Damon Hill (Donnerhall-Sohn), Desperados (Enkel) und Diva Royal (Enkelin).

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnentafel von Donnerhall
Vater
Donnerwetter
Rappe 1977
Hannoveraner
Disput
Brauner 1967
Diskant
Brauner 1957
Dwinger
Altpalme
Amselmaerchen
Fuchs 1953
Amselkönig
Berta
Melli
Brauner 1972
Matador
schwarz/braun 1966
Marconi
Landtanne St. Pr
Lilli
Brauner 1965
Der Lowe xx
Altferne
Mutter
Ninette
Rappe 1976
Oldenburger
Markus
Brauner 1963
Manolete xx
Brauner 1955
Thoroughbred
Asterios xx
Malta xx
Harine
Brauner 1956
Forscher
Hartherzige V St. Pr
Negola
Rappe 1966
Carnot
Fuchs 1962
Condor
Schimine
Negera III
Rappe 1956
Edler
Negera

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Donnerhall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht im Horse Gate (Memento vom 17. März 2009 im Internet Archive)
  2. Fried-Michael Carl und Nikolaj Stobbe: Reiten Hamburg: Pferdesportexperte Hans-Heinrich Isenbart gestorben (Memento des Originals vom 10. Januar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nwzonline.de, NWZonline.de, 28. Dezember 2011, Zugriff am 26. Februar 2012
  3. Oldenburg hat ein zweites Wahrzeichen@1@2Vorlage:Toter Link/www.volksbank-oldenburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., volksbank-oldenburg.de, Pressemeldung, abgerufen am 26. Februar 2012
  4. Bericht im Horsemagazine (Memento des Originals vom 16. Mai 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/horsemagazine.com