Dorfkirche Renthendorf

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Kirche von Renthendorf

Die Dorfkirche Renthendorf steht in der Gemeinde Renthendorf im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Sie gehört zum Regionalpfarramt Tälerdörfer im Kirchenkreis Eisenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche liegt auf einem Bergsporn oberhalb des Dorfes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1741 wurde die Vorgängerkirche als Saalkirche mit Dachreiter und südlich angebauter Patronloge errichtet. Sie verfügte neben einem schönen barocken Kanzelaltar über eine wertvolle, von dem Silbermann-Schüler Friderici geschaffene Orgel. Die Kirche stand unter Denkmalschutz. Von 1813 bis 1864 war sie die Pfarrkirche von Christian Ludwig Brehm gewesen. Dessen Sohn Alfred Brehm war hier getauft und konfirmiert worden.

1958 brannte die Kirche bis auf die Grundmauern ab. Unter starkem Einsatz der Gemeinde und "unter teilweise ungünstigen Bedingungen" erfolgte bis 1964 der Wiederaufbau, als "moderne, schlichte Kirche" mit einem kleinen Dachreiterturm. Von der alten Kirche steht noch ein Fachwerkanbau, der früher den Aufgang zur Patronatsloge enthielt und heute Sakristei ist.

Das Langhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchenschiff ist innen schlicht ausgestattet. Die Emporen und der Mittelgang wurden wie im ausgebrannten Schiff wieder eingebaut. Im Altarraum wurden ein Altar mit Kreuz, ein Predigtpult und der Taufstein aufgestellt. Unter den Emporen befindet sich ein Gemeinderaum. Die Patronatsloge wurde als Sakristei umfunktioniert.

Das Geläut und die Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuen Glocken bekamen einen Glockenturm oberhalb der Kirche. Gerhard Richter aus Weimar baute die neue Orgel nach dem alten Vorbild ein.

Gedenkstätte Brehm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brehm-Gedenkstätte liegt südlich unweit der Kirche auf einer Anhöhe. Sie gedenkt der Brehm-Familie, besonders Christian Ludwig Brehm, der 50 Jahre Pfarrer im Dorfe war und seines Sohnes Alfred Brehm, der als Zoologe weltbekannt war und ist. Als Vermächtnis an diese Tradition hängen im Altarraum die zwei Intarsien, die an die bekannten Jesuworte von den Vögeln erinnern.

Draußen am Kriegerdenkmal stehen die zwei beim Brand 1958 zersprungenen Stahl-Glocken als Denkmale für dieses Ereignis.

Auf dem Kirchhof ruhen Alfred Brehm, seine Eltern sowie weitere Familienmitglieder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorfkirche Renthendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Koordinaten: 50° 47′ 44,2″ N, 11° 51′ 12,4″ O