Doris Maurer

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Doris Maurer (* 23. Dezember 1951 in Duisburg; † 5. Januar 2014 in Bonn) war eine deutsche Literaturwissenschaftlerin, Sachbuchautorin und Journalistin.

Doris Maurer (2013)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doris Maurer besuchte die Realschule und später ein Aufbaugymnasium. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie[1] an den Universitäten Bonn und Tübingen.[2] 1976 legte sie das Erste Staatsexamen ab und wurde 1978 promoviert. Danach arbeitete sie bis 1982[1] als wissenschaftliche Mitarbeiterin am gesamtdeutschen Projekt der neuen Schiller-Nationalausgabe[3] und hatte einen Lehrauftrag am Germanistischen Seminar der Universität Bonn. Ab 1982 arbeitete sie als Autorin, freiberufliche Dozentin in der Erwachsenenbildung und hielt Vorträge.[1]

Sie betätigte sich insbesondere als Literaturvermittlerin in Seminaren, Buchhandlungen, Volkshochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen, vor allem nach den Frühjahrs- und Herbst-Buchmessen. Maurer schrieb und sprach rund 50 ZeitZeichen und arbeitete regelmäßig für Die Zeit in der Rubrik „Zeitläufte“. Sie verfasste drei Biografien, zu Annette von Droste-Hülshoff, Charlotte von Stein und Eleonora Duse.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Arnold E. Maurer[4] verfasste sie mehrere literarische Reiseführer. Der bekannteste, der Literarische Führer durch Italien, wurde auch ins Italienische übersetzt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Doris Maurer: August von Kotzebue. Ursachen seines Erfolges. Konstante Elemente unterhaltender Dramatik. Bouvier, Bonn 1979, ISBN 3-416-01501-0.
  • Annette von Droste-Hülshoff. Ein Leben zwischen Auflehnung und Gehorsam . Bonn 1982
  • Bonn erzählt. Streifzüge durch das literarische Bonn von 1780–1980 (gemeinsam mit A. E. Maurer). Bonn 1983
  • Friedrich Schiller: Die Räuber. Eine Bild-Dokumentation zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte . Dortmund 1983
  • Wuppertal erzählt. Literarische Streifzüge durch die Stadt in der Wupper (gemeinsam mit A. E. Maurer). Bonn 1983
  • 200 Jahre Lese- und Erholungs-Gesellschaft Bonn. 1787 – 1987 (gemeinsam mit A. E. Maurer). Bonn 1987
  • Eleonora Duse. Rowohlt, 1988
  • Das andere Venedig. Leben in der Lagune (gemeinsam mit A. E. Maurer u. M. Zanetti – Fotos). Dortmund 1988
  • Literarischer Führer durch Italien: Ein Insel-Reise-Lexikon. (zusammen mit Arnold Maurer). Insel Verlag, 1988
  • Dokumente zur Bonner Theatergeschichte 1778 – 1784. Hoftheater unter Gustav Friedrich Großmann und Karoline Großmann . Hrsg. v. D. Maurer u. A. E. Maurer. Bonn 1989
  • Bonn. Ein Städte-Lesebuch. (zusammen mit Arnold Maurer). Insel Verlag, 1990
  • Potsdam. Ein Reisebuch . Hrsg. v. D. Maurer u. A. E. Maurer. Frankfurt a. M./Leipzig 1993
  • Lese-Glück. Eine Anthologie über den Himmel auf Erden . Hrsg. v. D. Maurer. Essen: Klartext Verlag 1996
  • Charlotte von Stein: Eine Biographie. Insel Verlag, 1997
  • Der Kuß, Insel Verlag, 1998
  • Venedig: Ein Reisebegleiter. (zusammen mit Arnold Maurer). insel-taschenbuch, 2006
  • Annette von Droste-Hülshoff und ihre Freundinnen. (zusammen mit Monika Ditz). Turm-Verlag, 2006

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Irma Hildebrandt, Renate Massmann: Ich schreibe, weil ich schreibe. Autorinnen der GEDOK. Eine Dokumentation. Weise, Stuttgart 1990, ISBN 3-9802213-1-8, S. 208.
  2. Börsenblatt. Abgerufen am 13. Januar 2014.
  3. Bonner General-Anzeiger. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  4. Doris Maurer ist tot. Die Bonner Buchautorin, Journalistin und Literaturvermittlerin Doris Maurer ist am 5. Januar in ihrer Heimatstadt verstorben. In: buchjournal. buchhandel.de, 9. Januar 2014, abgerufen am 23. Januar 2014.